CCC 2570
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Als Gott Abraham ruft, bricht dieser sogleich auf, „wie der Herr ihm gesagt hatte" (Gen 12,4). Sein Herz ist „dem Wort ganz gefügig"; er gehorcht. Das Horchen des Herzens, das sich für Gott entscheidet, gehört wesentlich zum Gebet. Die Worte stehen im Dienst dieses Hörens. Doch das Gebet Abrahams äußert sich zunächst in Taten: Er ist ein Mann des Schweigens; überall, wo er sich niederläßt, errichtet er dem Herrn einen Altar. Später faßt er erstmals sein Gebet in Worte: Es ist eine verhüllte Klage. Sie erinnert Gott an seine Verheißungen, die sich nicht zu erfüllen scheinen [Vgl. Gen 15,2-3]. Gleich zu Beginn zeigt sich somit eine Eigenart des Betens: die Prüfung des Glaubens an die Treue Gottes.
Das ganze Kapitel lesen 1. Die Offenbarung des Gebetes ¶2566–2649