CCC 2575
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Auch hier kommt Gott dem Menschen zuvor. Er ruft Mose aus dem brennenden Dornbusch zu [Vgl. Ex 3,1-10]. Dieses Ereignis sollte in der jüdischen und in der christlichen geistlichen Überlieferung eines der Urbilder des Gebetes bleiben. Wenn nämlich „der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs" seinen Diener Mose ruft, dann deshalb, weil er der lebendige Gott ist, der das Leben der Menschen will. Er offenbart sich, um sie zu retten; er will die Menschen aber nicht gegen ihren Willen oder ohne die Hilfe von Menschen retten. Darum ruft er Mose, um ihn zu senden und ihn an seinem Mitleid und seinem Heilswerk teilnehmen zu lassen. In dieser Sendung liegt gewissermaßen ein Flehen Gottes, und erst nach einer langen Zwiesprache richtet Mose seinen Willen am Willen Gottes, des Retters, aus. In diesem Gespräch, in dem Gott sich Mose anvertraut, lernt Mose beten: er sucht nach Ausflüchten, macht Einwände, vor allem aber stellt er Fragen. Der Herr antwortet, indem er ihm seinen unaussprechlichen Namen anvertraut, der sich in seinen großen Taten offenbaren wird.
Das ganze Kapitel lesen 1. Die Offenbarung des Gebetes ¶2566–2649