CCC 2577
© Libreria Editrice Vaticana Quelle: vatican.va
Aus dem vertrauten Umgang mit dem treuen Gott, der langmütig und liebevoll ist [Vgl. Ex 34,6], schöpft Mose die Kraft zu hartnäckiger Fürbitte. Er betet nicht für sich, sondern für das Volk, das Gott sich erworben hat. Auch legt Mose schon während des Kampfes gegen die Amalekiter [Vgl. Ex 17,8-13] und um die Heilung der Miriam [Vgl. Num 12,13-14] Fürbitte ein. Doch vor allem nach dem Abfall des Volkes ist er vor Gott „in die Bresche gesprungen" (Ps 106,23), um das Volk zu retten [Vgl. Ex 32,1-34, 9]. Dadurch wird deutlich, daß die Fürbitte auch ein geheimnisvolles Ringen ist. Die Argumente, die Mose im Gebet vorbringt, ermutigen die großen Beter des jüdischen Volkes sowie der Kirche zur Kühnheit. Denn Gott ist Liebe und somit gerecht und treu. Er kann sich nicht widersprechen. Er soll sich an seine herrlichen Taten erinnern. Seine Ehre steht auf dem Spiel: Er darf das Volk, das seinen Namen trägt, nicht im Stich lassen.
Das ganze Kapitel lesen 1. Die Offenbarung des Gebetes ¶2566–2649