CCC 2583
© Libreria Editrice Vaticana Quelle: vatican.va
Nachdem Elija an seinem Zufluchtsort am Bach Kerit Barmherzigkeit erfahren hat, lehrt er die Witwe von Sarepta, an das Wort Gottes zu glauben. Er bestärkt diesen Glauben durch sein inständiges Gebet, und Gott läßt das Leben in den Sohn der Witwe zurückkehren [Vgl. 1 Kön 17,7-24]. Das Opfer auf dem Berge Karmel war eine für den Glauben des Gottesvolkes entscheidende Prüfung. Bei diesem Opfer verzehrt das Feuer des Herrn auf Bitte des Elija das Brandopfer, „zu der Zeit ... da man das Speiseopfer dar-zubringen pflegt". Die ostkirchlichen Liturgien haben den Ruf des Elija „Erhöre mich, Herr, erhöre mich!" in die eucharistische Epiklese übernommen [Vgl. 1 Kön 18,20-39]. Als Elija schließlich wieder in die Wüste geht, zum Ort, an dem der lebendige und wahre Gott sich seinem Volk geoffenbart hat, kauert er sich, wie einst Mose, „in eine Höhle", bis die geheimnisvolle Gegenwart Gottes „vorüberzieht" [Vgl. 1 Kön 39,1-14; Ex 33,19-23]. Doch erst auf dem Berg der Verklärung [Vgl. Lk 9,30-35] wird sich Gott, dessen Antlitz die Menschen suchen, enthüllen. Auf dem Antlitz des gekreuzigten und auferstandenen Christus erkennen sie die Herrlichkeit Gottes [Vgl. 2 Kor 4,6]
Das ganze Kapitel lesen 1. Die Offenbarung des Gebetes ¶2566–2649