CCC 2605

Als die Stunde gekommen ist, in der er den Ratschluß der Liebe seines Vaters erfüllt, läßt Jesus die unergründliche Tiefe seines Gebetes als Sohn erahnen. Diese Tiefe zeigt sich nicht nur, bevor er sich freiwillig ausliefert (,‚Vater ... nicht mein, sondern dein Wille soll geschehen": Lk 22,42), sondern selbst in seinen letzten Worten am Kreuz, wo Gebet und Hingabe völlig eins sind: „Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun" (Lk 23,34). „Amen, ich sage dir: Heute noch wirst du mit mir im Paradies sein" (Lk 23,43). „Frau, siehe, dein Sohn! ... siehe, deine Mutter!" (Joh 19,26-27). „Mich dürstet" (Joh 19,28). „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?" (Mk 15,34) [Vgl. Ps 22,2]. „Es ist vollbracht" (Joh 19,30). „Vater, in deine Hände lege ich meinen Geist" (Lk 23,46). Zuletzt schreit Jesus laut auf und haucht den Geist aus [Vgl. Mk 15,37; Joh 19,30b].

Das ganze Kapitel lesen 1. Die Offenbarung des Gebetes ¶2566–2649