CCC 2684

In der Gemeinschaft der Heiligen haben sich im Lauf der Geschichte der Kirchen verschiedene Spiritualitäten [geistliche Lebenshaltungen] entwikkelt. Das persönliche Charisma eines Zeugen der Liebe Gottes zu den Menschen konnte weitergegeben werden, wie der „Geist" des Elija an Elischa [Vgl. 2 Kön 2,9] und an Johannes den Täufer [Vgl. Lk 1,17], damit die Jünger an diesem Geist Anteil hätten [Vgl. PC 2.]. Eine Spiritualität erwächst aus verschiedenen liturgischen und theologischen Richtungen. Sie zeugt von der Einwurzelung des Glaubens in ein bestimmtes menschliches Umfeld und dessen Geschichte. Die verschiedenen christlichen Spiritualitäten nehmen an der lebendigen Überlieferung des Betens teil. Sie sind unerläßliche Führer für die Gläubigen. Die reiche Vielfalt geistlicher Lebenshaltungen widerspiegelt das reine und einzige Licht des Heiligen Geistes.

„Der Geist ist wahrhaft der Ort der Heiligen, und der Heilige ist für den Geist ein geeigneter Ort, denn er läßt Gott bei sich wohnen und wird Tempel des Geistes genannt" (Basilius, Spir. 26,62).

Das ganze Kapitel lesen 2. Die Überlieferung des Gebetes ¶2650–2696