CCC 2691

Die Kirche, das Haus Gottes, ist für die Pfarrgemeinde der eigentliche Ort des liturgischen Gebetes. Sie ist auch der bevorzugte Ort, Christus in seiner Realpräsenz im heiligsten Sakrament anzubeten. Die Wahl eines geeigneten Ortes kann die Wahrhaftigkeit des Gebetes beeinflussen. - Für das persönliche Gebet kann dieser Ort eine „Gebetsecke" mit der Heiligen Schrift und Ikonen sein, um dort, „im Verborgenen" [Vgl. PC 7], vor unserem Vater zu verweilen. In einer christlichen Familie begünstigt eine solche Gebetsstätte das gemeinsame Beten. - Klösterliche Gemeinschaften sind dazu berufen, die Teilnahme der Gläubigen am Stundengebet zu fördern und die für ein tieferes persönliches Beten notwendige Einsamkeit zu bieten [Vgl. Mt 6,6]. Wallfahrten erinnern daran, daß wir auf Erden auf dem Weg zum Himmel sind. Sie sind von alters her zur Erneuerung des Gebetes besonders geeignet. Heiligtümer sind für Pilger auf der Suche nach ihren lebendigen Quellen besonders geeignete Orte, um die Formen christlichen Betens „als Kirche" zu leben.

Das ganze Kapitel lesen 2. Die Überlieferung des Gebetes ¶2650–2696