CCC 2732
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Die häufigste und verborgenste Versuchung ist unser Mangel an Glauben. Dieser äußert sich weniger in einem erklärten Unglauben als in der tatsächlichen Bevorzugung anderer Dinge. Wenn wir zu beten beginnen, stellen sich tausend Arbeiten und Sorgen, die wir für dringlich halten, alswichtig dar. Dies ist der Moment, da offenbar wird, wem das Herz den Vorzug gibt. Das eine Mal wenden wir uns an den Herrn als unsere letzte Hilfe, aber wir sind nicht immer wirklich von seiner Hilfe überzeugt. Das andere Mal machen wir den Herrn zu unserem Verbündeten, doch das Herz bleibt überheblich. In allen diesen Fällen offenbart unser Mangel an Glauben, daß unser Herz noch nicht demütig genug ist: „Getrennt von mir könnt ihr nichts vollbringen" (Joh 15,5).