CCC 2784

Dieses Geschenk der Gnade der Annahme an Kindes Statt verlangt von uns eine fortwährende Bekehrung und ein neues Leben. Das Gebet des Vaterunsers soll zwei Grundhaltungen in uns entwickeln. Das Verlangen und der Wille, uns ihm anzugleichen. Da wir nach seinem Bild geschaffen sind, wurde uns aus Gnade die Ähnlichkeit mit ihm wieder verliehen. Ihr sollen wir entsprechen.

„Wenn wir Gott unsern Vater nennen, müssen wir uns auch als Söhne Gottes verhalten" (Cyprian, Dom. orat. 11). „Ihr könnt euren Vater nicht den Gott alles Guten nennen, wenn ihr ein unmenschliches und grausames Herz behaltet. Denn in diesem Fall habt ihr nicht mehr das Kennzeichen der Güte des himmlischen Vaters in euch" (Johannes Chrysostomus, horn. in Mt. 7,14 3). „Wir sollen unablässig die Schönheit des Vaters betrachten und unsere Seele von ihr durchdringen lassen" (Gregor v. Nyssa, or. dom. 2).

Das ganze Kapitel lesen 2. Das Gebet des Herrn: „Vater Unser!" ¶2759–2865