CCC 2794
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Dieser biblische Ausdruck bezeichnet nicht einen Ort [Raum], sondern eine Daseinsweise; nicht ein Fernsein Gottes, sondern seine Erhabenheit. Unser Vater ist nicht „anderswo", sondern er ist „jenseits von allem", was wir über seine Heiligkeit denken können. Gerade weil er der dreimal Heilige ist, ist er dem demütigen und reuevollen Herzen nahe.
„Mit Recht werden die Worte ‚Vater unser im Himmel‘ vom Herz der Gerechten verstanden, in dem Gott wie in seinem Tempel wohnt. Darum auch wird der Beter wünschen und sich danach sehnen, daß der, den er anruft, in ihm wohnt" (Augustinus, serm. Dom. 2,5,17). „Himmel könnten sehr wohl auch die sein, die das Abbild der himmlischen Welt in sich tragen und in denen Gott wohnt und wandelt" (Cyrill v. Jerusalem, catech. myst. 5,11).
Das ganze Kapitel lesen 2. Das Gebet des Herrn: „Vater Unser!" ¶2759–2865