CCC 2814

Es hängt zugleich von unserem Leben und von unserem Gebet ab, ob sein Name unter den Völkern geheiligt wird:

„Wir bitten, daß Gott seinen Namen heilige, der durch seine Heiligkeit die ganze Schöpfung rettet und heiligt ... Das ist der Name, der verlorenen Welt das Heil wiedergibt. Aber wir bitten, daß der Name Gottes durch unser Leben in uns geheiligt werde. Handeln wir gut, so wird der Name Gottes gepriesen; handeln wir schlecht, so wird er gelästert dem Wort des Apostels gemäß: ‚Der Name Gottes wird durch uns gelästert unter den Heiden‘ (Röm 2,24; Ez 36,20-22). Wir bitten deshalb darum, in unseren Seelen ebensoviel Heiligkeit zu verdienen, wie der Name unseres Gottes heilig ist" (Petrus Chrysologus, serm.71). „Wenn wir sagen: ‚Geheiligt werde dein Name‘, bitten wir, daß er in uns geheiligt werde, die wir ihm angehören, sowie auch in den andern, auf welche die Gnade Gottes noch wartet, so daß wir also auch der Vorschrift gehorchen, für alle, auch für unsere Feinde zu beten. Deshalb bitten wir nicht ausdrücklich ‚Geheiligt werde dein Name in uns‘, denn wir bitten, daß er in allen Menschen geheiligt werde" (Tertullian, or. 3).

Das ganze Kapitel lesen 2. Das Gebet des Herrn: „Vater Unser!" ¶2759–2865