CCC 2845

Diese der Natur nach göttliche Vergebung kennt weder Maß noch Grenzen [Vgl. Mt 18,21-22; Lk 17,3-4]. Wenn es sich um Schuld (nach Lk 11,4 „Sünden"; nach Mt 6,12 „Schulden") handelt, sind eigentlich immer wir die Schuldner: „Bleibt niemand etwas schuldig; nur die Liebe schuldet ihr einander immer" (Röm 13, 8). Die Gemeinschaft der heiligsten Dreifaltigkeit ist Ursprung und Maßstab der Echtheit jeder Beziehung [Vgl. 1 Joh 3,19-24]. Im Gebet, vor allem in der Eucharistie wird sie gelebt [Vgl. Mt 5,23-24].

„Gott nimmt das Opfer unversöhnlicher Menschen nicht an und schickt sie vom Altar weg, um sich zuvor mit ihrem Bruder auszusöhnen, damit sie dann durch ihre friedfertigen Bitten auch bei Gott Frieden finden. Das schönste Opfer in Gottes Augen ist es, wenn Friede und brüderliche Eintracht unter uns herrschen und wenn das Volk in der Einheit des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes verbunden ist" (Cyprian, Dom. orat. 23).

Das ganze Kapitel lesen 2. Das Gebet des Herrn: „Vater Unser!" ¶2759–2865

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