CCC 308

Vom Glauben an Gott den Schöpfer läßt sich somit die Wahrheit nicht trennen, daß in jedem Tun seiner Geschöpfe Gott tätig ist. Er ist die Erstursache, die in und durch die Zweitursachen wirkt. ,,Denn Gott ist es, der in euch das Wollen und das Vollbringen bewirkt, nach seinem Wohlgefallen" (Phil 2, 13) [Vgl. 1 Kor 12,6.]. Diese Wahrheit beeinträchtigt die Würde des Geschöpfes keineswegs, sondern erhöht sie. Durch die Macht, Weisheit und Güte Gottes aus dem Nichts gehoben, vermag das Geschaffene nichts, wenn es von seinem Ursprung abgeschnitten ist, denn ,,das Geschöpf sinkt ohne den Schöpfer ins Nichts" (GS 36,3). Erst recht kann es ohne die Hilfe der Gnade sein letztes Ziel nicht erreichen [Vgl. Mt 19,26; Joh 15,5; Phil 4, 13.].

Das ganze Kapitel lesen 1. Ich Glaube an Gott den Vater" ¶198–421