CCC 555

Für einen Augenblick läßt Jesus seine göttliche Herrlichkeit aufleuchten und bestätigt so das Bekenntnis des Petrus. Er zeigt auch, daß er, um ,,in seine Herrlichkeit zu gelangen" (Lk 24,26), in Jerusalem den Tod am Kreuz erleiden muß. Mose und Elija hatten auf dem Berg die Herrlichkeit Gottes gesehen; das Gesetz und die Propheten hatten die Leiden des Messias angekündigt [Vgl. Lk 24,27. ]. Die Passion Jesu ist der Wille des Vaters; der Sohn handelt als Gottesknecht [Vgl. Jes 42,1.]; die Wolke ist ein Zeichen der Gegenwart des Heiligen Geistes: ,,Die ganze Dreifaltigkeit erschien: Der Vater in der Stimme, der Sohn als Mensch, der Heilige Geist in der leuchtenden Wolke" (Thomas v. A., s. th. 3,45,4 ad 2).

,,Du wurdest auf dem Berg verklärt, und soweit sie dazu fähig waren, schauten deine Jünger deine Herrlichkeit, Christus Gott, damit sie, wenn sie dich gekreuzigt sehen werden, begreifen, daß dein Leiden freiwillig war, und damit sie der Welt verkünden, daß du wirklich der Abglanz des Vaters bist" (Byzantinische Liturgie, Kontakion am Fest der Verklärung).

Das ganze Kapitel lesen 2. Ich Glaube an Jesus Christus, Gottes Eingeborenen Sohn ¶422–682