CCC 612

Den Kelch des Neuen Bundes, den Jesus in seiner Darbringung beim Abendmahl vorweggenommen hatte [Vgl. Lk 22,20.], nahm er in seiner Todesangst in Getsemani aus den Händen des Vaters entgegen [Vgl. Mt 26,42.], indem er „gehorsam war bis zum Tod" (Phil 2,8) [Vgl. Hebr 5,7-8.]. Jesus betet: „Mein Vater, wenn es möglich ist, gehe dieser Kelch an mir vorüber (Mt 26,39). Er äußert so den Abscheu, den seine menschliche Natur vor dem Tod empfindet. Wie unsere Natur ist die seine ja zum ewigen Leben bestimmt; aber im Unterschied zu der unseren ist sie völlig frei von Sünde [Vgl. Hebr 4,15.], die den Tod nach sich zieht [Vgl. Röm 5,12.]; vor allem aber ist sie in die göttliche Person des „Urhebers des Lebens" (Apg 3,15), des „Lebendigen" (Offb 1, 18) [Vgl. Job 1,4; 5,26.] aufgenommen. Mit seinem menschlichen Willen stimmt er zu, daß der Wille des Vaters geschieht [Vgl. Mt 26,42.], und nimmt so den Tod als Erlösungstod an, um „unsere Sünden mit seinem Leib auf das Holz zu tragen" (1 Petr 2,24). Der Tod Christi ist das einzige und endgültige Opfer

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