CCC 702

Bis zur „Fülle der Zeit" (Gal 4,4) bleibt die gemeinsame Sendung des Wortes und des Geistes des Vaters verborgen, ist aber schon von Anfang an am Werk. Der Geist Gottes bereitet auf den Messias vor. Ohne voll geoffenbart zu sein, sind beide schon verheißen, damit sie erwartet und bei ihrem Erscheinen aufgenommen werden. Deshalb forscht [Vgl. Joh 5,39.46] die Kirche, wenn sie das Alte Testament liest [Vgl. 2 Kor 3,14], nach dem, was der Geist, „der durch die Propheten gesprochen hat", uns von Christus sagen will. Unter „Propheten" versteht der Glaube der Kirche hier diejenigen, die der Heilige Geist bei der Abfassung der Heiligen Bücher des Alten wie des Neuen Testamentes inspiriert hat. Die jüdische Überlieferung unterscheidet das Gesetz (die fünf ersten Bücher, der sogenannte Pentateuch), die Propheten (unsere sogenannten geschichtlichen und prophetischen Bücher) und die Schriften (vor allem die Weisheitsbücher und insbesondere die Psalmen) [Vgl. Lk 22,44].

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