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Christus und die Kirche bilden somit den „ganzen Christus" [Christus totus]. Die Kirche ist mit Christus eins. Die Heiligen sind sich dieser Einheit sehr lebhaft bewußt:
„Laßt uns also jubeln und Dank sagen, daß wir nicht bloß Christen geworden sind, sondern Christus. Versteht ihr, Brüder, erfaßt ihr die Gnade, die Gott uns schenkte, als er uns Christus zum Haupt gab? Staunt, freut euch, Christus sind wir geworden. Denn wenn jener das Haupt ist, wir die Glieder, dann ist der ganze Mensch er und wir ... Die Fülle Christi, das ist also Haupt und Glieder. Was heißt: Haupt und Glieder? Christus und die Kirche" (Augustinus, ev. J0. 21,8).
„Unser Erlöser erweist sich als eine Person mit der heiligen Kirche, die er sich zu eigen gemacht hat" (Gregor d. Gr., mor. præf. 1,6,4). „Haupt und Glieder sind gleichsam eine mystische Person" (Thomas v. A., s. th. 3,48,2, ad 1). Der von den heiligen Glaubenslehrern gelehrte Glaube und das gesunde Empfinden der Gläubigen äußern sich in einem Wort der hl. Jeanne d‘Arc an ihre Richter: „Von Jesus und der Kirche denke ich, daß das alles eins ist und daß man daraus kein Problem machen soll".
Das ganze Kapitel lesen 3. Ich Glaube an den Heiligen Geist ¶683–1065