Rosenkranz
© Libreria Editrice Vaticana Quelle: vatican.va/special/rosary, vatican.va/archive/compendium_ccc
Ein Rosenkranz, lateinisch Rosarium, veraltet auch Paternosterschnur, ist eine Zähl- oder Gebetskette, die für das Rosenkranzgebet verwendet wird. Er kann aber auch die Bezeichnung für das Rosenkranzgebet selbst sein. In seiner häufigsten Form werden eine regelmäßige Abfolge aus einem Vaterunser und
Anleitung
Der Rosenkranz ist eine kurze Folge von Gebeten, die fünfmal hintereinander gesprochen wird, während Sie eine Szene aus dem Leben Jesu und Marias vor Augen haben. Die Perlen zählen nur für Sie mit, damit Ihre Aufmerksamkeit bei der Szene bleiben kann. Die Finger tun es auch.
Beginnen
Machen Sie das Kreuzzeichen und sprechen Sie das Eröffnungsgebet, das unten abgedruckt ist.
Fünf Gesätze beten
Ein Gesätz ist ein Geheimnis und die Gebete, die darauf folgen. Lesen Sie das erste Geheimnis, halten Sie lange genug inne, um es sich vorzustellen, und sprechen Sie dann:
Gehen Sie dann zum nächsten Geheimnis über und tun Sie dasselbe, bis alle fünf gebetet sind. Jedes der zehn Ave Maria ist eine Perle. Am Ende jedes Gesätzes können Sie noch ein kurzes Gebet anfügen.
Abschließen
Beten Sie das Salve Regina und das Gebet danach, abgedruckt am Fuß dieser Seite. Viele fügen danach das Lauretanische Litanei oder ein anderes Gebet zu Unserer Lieben Frau an.
Eröffnungsgebet
Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.
Die Geheimnisse
- Die freudenreichen Geheimnisse (Montag und Samstag)
- Die lichtreichen Geheimnisse (Donnerstag)
- Die schmerzhaften Geheimnisse (Dienstag und Freitag)
- Die glorreichen Geheimnisse (Mittwoch und Sonntag)
Die freudenreichen Geheimnisse Heute
Die Verkündigung des Erzengles Gabriel an die Jungfrau Maria.
«Im sechsten Monat wurde der Engel Gabriel von Gott in eine Stadt in Galiläa namens Nazareth zu einer Jungfrau gesandt. Sie war mit einem Mann namens Josef verlobt, der aus dem Haus David stammt. Der Name der Jungfrau war Maria». Lk 1, 26-27
Der Besuch Marias bei Elisabeth.
«In jenen Tagen machte sich Maria auf den Weg und eilte in eine Stadt im Bergland von Judäa. Sie ging in das Haus des Zacharias und begrüßte Elisabeth. Als Elisabeth den Gruß Marias hörte, hüpfte das Kind in ihrem Leib. Da wurde Elisabeth vom Heiligen Geist erfüllt und rief mit lauter Stimme: "Gesegnet bist du mehr als alle anderen Frauen, und gesegnet ist die Frucht deines Leibes"». Lk 1, 39-42
Die Geburt Jesu im Stall von Bethlehem.
«In jenen Tagen erließ Kaiser Augustus den Befehl, alle Bewohner des Reiches in Steuerlisten einzutragen. Dies geschah zum erstenmal, damals war Quirinius Statthalter von Syrien. Da ging jeder in seine Stadt, um sich eintragen zu lassen. So zog auch Josef von der Stadt Nazaret in Galiläa hinauf nach Judäa in die Stadt Davids, die Bethlehem heißt; denn er war aus dem Haus und Geschlecht Davids. Er wollte sich eintragen lassen mit Maria, seiner Verlobten, die ein Kind erwartete. Als sie dort waren, kam für Maria die Zeit ihrer Niederkunft, und sie gebar ihren Sohn, den Erstgeborenen. Sie wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe, weil in der Herberge kein Platz für sie war». Lk 2, 1-7
Jesus wird von Maria und Josef im Tempel dargebracht.
«Als acht Tage vorüber waren und das Kind beschnitten werden sollte, gab man ihm den Namen Jesus, den der Engel genannt hatte, noch ehe das Kind im Schoß seiner Mutter empfangen wurde. Dann kam für sie der Tag der vom Gesetz des Moses vorgeschriebenen Reinigung. Sie brachten das Kind nach Jerusalem hinauf, um es dem Herrn zu weihen, gemäß dem Gesetz des Herrn, in dem es heißt: Jede männliche Erstgeburt soll dem Herrn geweiht sein. Auch wollten sie ihr Opfer darbringen, wie es das Gesetz des Herrn vorschreibt: ein Paar Turteltauben oder zwei junge Tauben». Lk 2, 21-24
Jesus wird im Tempel wiedergefunden.
«Die Eltern Jesu gingen jedes Jahr zum Paschafest nach Jerusalem. Als er zwölf Jahre alt geworden war, zogen sie wieder hinauf, wie es dem Festbrauch entsprach. Nachdem die Festtage zu Ende waren, machten sie sich auf den Heimweg. Der junge Jesus aber blieb in Jerusalem, ohne daß seine Eltern es merkten... Nach drei Tagen fanden sie ihn im Tempel; er saß mitten unter den Lehrern, hörte ihnen zu und stellte Fragen. Alle, die ihn hörten, waren erstaunt über sein Verständnis und über seine Antworten». Lk 2, 41-47
Schlussgebet
Bitte für uns, heilige Gottesmutter.
Dass wir würdig werden
der Verheißungen Christi.
Lasset uns beten.
Gott, dein eingeborener Sohn hat uns durch sein Leben, seinen Tod und seine Auferstehung die Schätze des ewigen Heiles erworben. Wir verehren diese Geheimnisse im heiligen Rosenkranz der seligen Jungfrau Maria. Lass uns nachahmen, was sie enthalten, und erlangen, was sie verheißen. Darum bitten wir durch Christus, unsern Herrn. Amen.
Siehe auch
- CCC 2678
- Kompendium 563
- Enchiridion Indulgentiarum conc. 17 § 1, 1°