III. Die erste Verbreitung des Christentums unter den Heiden. (10,1 – 12,25) 1. Die Belehrung des Hauptmanns Kornelius. (10,1 – 11,18) Gesicht des Kornelius. (V. 8) Gesicht des heil. Petrus. (V. 16) Die Botschaft des Kornelius an Petrus. (V. 24) Rede des heil. Petrus im Hause des Kornelius. (V. 43) Die Ausgießung des heil. Geistes und die Taufe des Kornelius und der Seinen.
1Ein Mann aber in Cäsarea mit Namen Kornelius,Die Kirche Jesu Christi empfängt durch Petrus, ihr Oberhaupt, (nicht durch Paulus, den Apostel der Heiden) die Erstlinge der Heiden unmittelbar aus dem Heidentume, ohne Vermittlung des mosaischen Gesetzes und ohne Durchgang durch das Judentum. Zugleich tritt durch Kornelius Rom und das lateinische Abendland zum ersten Male in Berührung mit Petrus und der Kirche. Ein Vorbild für den Eintritt der Heiden in die Kirche war die Geschichte der Rut gewesen. Die Kornelier zählten zu den ersten und weitestverzweigten Adelsgeschlechtern Roms. - ein Hauptmann von der Schar, welche die italische hieß;Eine Legion bestand aus zehn Kohorten (Scharen), jede zu 400 – 500 Mann, mit Ausnahme der ersten, welche 1000 zählte. Jede Kohorte zerfiel in Centurien, welche durch Centurionen (Hauptleuten) befehligt wurden, die gewöhnlich aus der Truppe hervorgegangen waren. Die in Cäsarea stationierte Kohorte hieß die italische, weil sie nicht aus Eingeborenen, sondern aus Italienern bestand. -2 fromm, und gottesfürchtigKornelius verehrte den wahren Gott, wenngleich selbst noch ein Heide. - mit seinem ganzen Hause, der dem Volke viele Almosen spendete, und zu Gott immerdar betete,3 dieser sah in einem Gesichte deutlich, um die neunte Stunde des Tages,Er beobachtete auch die jüdischen Gebetsstunden. Die Erscheinung ist wohl eine Erhörung seines Gebetes. Sie war kein Traumgesicht, wie das Josephs [Mt 1,20], noch eine Verzückung, wie die des heil. Petrus (V. 11), sondern ein deutliches Schauen im wachenden Zustande. - einen Engel Gottes zu sich hereintreten, und zu ihm sagen: Kornelius!4 Er aber schaute ihn an, und sprach von Furcht ergriffen: Was ist, Herr? Dieser sagte zu ihm: Deine Gebete und deine Almosen sind emporgestiegen zum Andenken vor Gott.Die Gebete und Almosen des Kornelius gingen aus seinem, wenn auch noch unvollkommenen Glauben hervor, und diesen hatte Gottes zuvorkommende Gnade in ihm gewirkt, so dass auch die immerhin beschränkte Verdienstlichkeit seiner Gebete und Almosen in der Gnade ihre Wurzel hatte. -5 Und jetzt sende Männer nach Joppe, und lass einen gewissen Simon holen, der Petrus genannt wird.Wie sich Gott zur Bekehrung des Kämmerers des Philippus, zur Aufnahme des heil. Paulus in die Kirche des Ananias bedient, so belehrt der Engel den Kornelius nicht selbst über den Weg des Heils, sondern weist ihn an Petrus, an das ordentliche Lehramt der Kirche. -6 Dieser wohnt bei einem gewissen Simon, einem Gerber, dessen Haus am Meere liegt; er wird dir sagen, was du tun sollst.Ehe die Gesandten ankamen, war auch der heil. Petrus von Gott so vorbereitet, dass er der Einladung, in ein heidnisches Haus zu kommen, entsprach. -7 Als nun der Engel, der zu ihm redete, weggegangen war, rief er zwei seiner Diener und einen gottesfürchtigen Soldaten von denen, die unter ihm standen.8 Diesen erzählte er alles, und sandte sie nach Joppe.9 Am andern Tage aber, als jene auf dem Wege waren, und sich der Stadt näherten, stieg Petrus auf das Dach hinauf, um zu beten, um die sechste Stunde.10 Und er ward hungrig, und wollte essen. Während sie aber zurichteten, kam eine Entzückung über ihn:Eine Verzückung ist ein Zustand, in dem den Sinnen des Menschen die äußere Welt entzogen, sein Geist dem Wahrnehmen des Übersinnlichen erschlossen ist. In diesem Zustand weiß man nicht, ob man im Leibe oder außer dem Leibe ist. [2Kor 12,2ff] -11 Er sah den Himmel geöffnet, und ein Behältnis herabkommen, wie ein großes Leintuch, welches an vier Enden vom Himmel zur Erde herabgelassen wurde.12 In demselben waren alle vierfüßigen und kriechenden Tiere der Erde und die Vögel des Himmels.13 Und eine Stimme ließ sich vernehmen: Stehe aufWohlan, mache dich auf! Er lag wohl auf den Knien (Chrys.). - Petrus, schlachte und iss!14 Petrus aber sprach: Das sei ferne, Herr! denn niemals habe ich etwas gegessen, was gemein und unreinDer Apostel sieht in dem Befehle, in dem er die Stimme des Herrn erkennt, nur eine Prüfung seiner Gesetzestreue. Gemein hieß, was nicht nach der Vorschrift der Pharisäer gereinigt war, z.B. ungewaschene Hände; unrein, was im Gesetze zu essen verboten war, z. B. Schwein, Hase, Geier usw. Im Alten Testamente, wo die Sünde noch herrschte, weil sie Christus noch nicht weggenommen, hatte das Gesetz unter anderem auch den Zweck, auf die Sünde hinzuweisen, um von ihr abzuschrecken. Es enthielt daher nicht bloß genaue Verbote in allem, worin man sich versündigen konnte, sondern wies auch auf jene natürlichen Zustände und jene Geschöpfe hin, in denen die Sünde besonders anschaulich war. Diese Zustände und jene Geschöpfe stellte das Gesetz als abscheulich und unrein vor, und verbot, mit ihnen in Berührung zu kommen, um dadurch von der Sünde selbst abzuschrecken. Dazu gehörte z. B. der Aussatz, der Blutfluss, das Gewürm und anderes Getier, in welchem etwas Unordentliches sichtbar war. Vergl. das Nähere im [3Mos 11 - 3Mos 15]. - ist.15 Und zum zweiten Male sprach eine Stimme zu ihm: Was Gott gereiniget hat, nenne du nicht gemein.Die Reinigung geschah durch den Opfertod Jesu Christi. Durch diesen wurde der auf der sündigen Menschheit lastende Fluch aufgehoben, und deshalb auch der um des Menschen willen über die sichtbare Schöpfung verhängte Fluch. [1Mos 3,17ff] Folglich sind die Geschöpfe „gereinigt“, denn da die Sünde hinweggenommen ist, sind auch die Geschöpfe von jener Makel befreit, die sie als unrein erscheinen ließ, welche aus der Sünde folgte, oder an die Sünde erinnerte. Das Ziel des Menschen, Gott, ist wieder erreichbar gemacht, und da alle Geschöpfe, recht gebraucht, zum Ziele führen können, sind alle gut. Zunächst und unmittelbar ward hier dem heil. Petrus gezeigt, dass der Unterschied von „reinen“ und „unreinen“ Geschöpfen, besonders Speisen, aufgehoben sei, also auch der gesellschaftliche Verkehr mit Heiden gestattet; sodann wurde versinnbildet, dass die (den Juden als unrein geltenden) Heiden des messianischen Heiles teilhaftig werden. (V. 16 werden alle, reine und unreine Tiere in den Himmel genommen.) Vergl. [Apg 28,45.47] -16 Dies aber geschah zu dreien Malen;Dreimal, damit der heil. Petrus an der Wahrheit der Worte nicht zweifelte, und zum Gedächtnisse der heil. Dreifaltigkeit, unter deren Anrufung alle Völker getauft werden sollten (Aug.). Das Tuch ward wieder in den Himmel zurückgenommen, weil Rechtfertigung und Heiligung aus Christus von nun an auch die Heiden zur Gemeinschaft der himmlischen Seligkeit bringen soll. Wie viel weiter erstreckt sich das Hirtenamt und die Hirtensorge, welche der Heiland dem heil. Petrus [Joh 21,15] anvertraut hat, als der Apostel selbst anzunehmen geneigt war! - und sofort wurde das Behältnis in den Himmel aufgenommen.17 Als nun Petrus bei sich selbst in Zweifel war, was wohl das Gesicht, welches er gesehen, zu bedeuten habe,Petrus vermutete mit Recht, dass mit dem Gesichte nicht nur die Aufhebung levitischer Unreinheit gelehrt, sondern noch etwas Höheres angedeutet sei; was aber dies war, war ihm noch verborgen. - siehe, da standen die Männer, welche Kornelius gesandt hatte, nach Simons Hause fragend, an der Türe.18 Sie riefen und fragten, ob Simon, mit dem Zunamen Petrus, sich daselbst aufhalte.19 Indem aber Petrus über das Gesicht nachdachte, sprach der GeistEine innere Stimme. - zu ihm: Siehe, drei Männer suchen dich!20 Stehe also auf, steige hinab, und gehe ohne Bedenken mit ihnen; denn ichIch steht mit Nachdruck; ich, der Herr selbst. Petrus wird allmählich immer weiter geführt. - habe sie gesendet.21 Da ging Petrus hinab zu den Männern, und sprach: Sehet, ich bin es, den ihr suchet. Was ist die Ursache, weswegen ihr gekommen seid?22 Sie sprachen: Kornelius, ein Hauptmann,Ob Petrus sich an den Hauptmann von Kapharnaum [Mt 8,5ff] erinnerte? - ein gerechter und gottesfürchtiger Mann, der auch von dem ganzen Volk der Juden ein gutes Zeugnis hat, hat durch einen heiligen Engel Offenbarungen erhalten, dich in sein Haus rufen zu lassen, und Worte von dir zu hören.23 Da führte er sie hinein, und beherbergte sie. Am folgenden Tage aber machte er sich auf, und zog mit ihnen, und einige der Brüder von Joppe geleiteten ihn.Es war der dritte Tag, seitdem die Boten von Joppe aufgebrochen waren. An diesem erwartete der Hauptmann ihn wohl. -24 Des andern Tages kam er nach Cäsarea. Kornelius aber erwartete sie, und hatte seine Verwandten und vertrauten Freunde zusammenberufen.Petrus predigt im Haus des Kornelius
Gustave Doré (1832-1883), La Grande Bible de Tours (Alfred Mame et fils, Tours, 1866)
The Doré Bible Illustrations (Dover Publications, 1974) — Bilder bereitgestellt von Rev. Felix Just, S.J.25 Und es geschah, da Petrus eintrat, kam ihm Kornelius entgegen, fiel ihm zu Füßen, und betete an.Das Sich-nieder-werfen (anbeten) ist eine morgenländische Ehrenbezeugung. -26 Petrus aber hob ihn auf, und sprach: Steh auf, auch ich selbst bin ein Mensch!Da Kornelius in einem Gesichte über Petrus unterrichtet worden war, dachte er sich denselben wohl als übernatürliches Wesen. Petrus erkannte, welchen Sinn die Ehrenbezeugung hier hatte, und wehrt sie ab, da die Voraussetzung, er sei mehr als ein Mensch, unrichtig ist. -27 Und mit ihm redend ging er hinein, und fand viele versammelt.28 Da sprach er zu ihnen: Ihr wisset, wie ein Jude es verabscheut, sich einem Fremdlinge„Fremdling“ bedeutet dasselbe wie Heide. Der nähere Verkehr mit den Heiden, besonders durch gemeinsames Essen, wurde von den strengeren Juden sorgfältig gemieden, wegen der Gefahr levitischer Verunreinigung. Petrus war belehrt worden (V. 11ff, V. 20), diese Bedenken abzulegen. Da Kornelius seine Freunde und Verwandten (V. 24) und Petrus zu sich gerufen und als Gast aufgenommen hatte, wusste Letzterer, dass er mit Heiden essen solle; daher seine Erklärung: „Ihr wisset“ usw. Er gebraucht aber aus Bescheidenheit den allgemeinen Ausdruck „anschließen“, „zu ihm gehen“ um nicht vom Essen zu sprechen. – „Mir aber hat Gott“ usw. Diese Erklärung war notwendig, da [Mt 5,17] den Zweifel erregen konnte, ob nicht die levitischen Gesetze von „rein“ oder „unrein“ fortdauerten. - anzuschließen, oder zu ihm zu gehen; mir aber hat Gott gezeigt, keinen Menschen gemein oder unrein zu heißen.29 Darum bin ich ohne Bedenken gekommen, als ich hergerufen ward. So frage ich denn: Aus welcher Ursache habt ihr mich rufen lassen?30 Und Kornelius sprach: Vor vier Tagen um eben diese Stunde betete ich zur neunten Stunde in meinem Hause, und siehe, ein Mann stand vor mir in weißem Gewande, und sprach:31 Kornelius, dein Gebet ist erhört, und deiner Almosen ist gedacht worden vor Gott.Sein Gebet war also eine Bitte um vollkommene Erkenntnis der Wahrheit und um göttliche Hilfe gewesen. -32 Sende also nach Joppe, und lass Simon kommen, der den Beinamen Petrus hat. Er hat seine Herberge im Hause Simons, eines Gerbers, nahe am Meere.33 Sogleich nun habe ich zu dir gesendet; und du hast wohl getan, dass du gekommen bist. Jetzt also sind wir alle vor dir gegenwärtig, um alles zu hören, was dir vom Herrn aufgetragen worden ist.Kornelius setzt voraus, dass, wie ihm in der Vision der Auftrag zuteil ward, den heil. Petrus rufen zu lassen, so auch dieser von Gott beauftragt sei, ihm Belehrungen und Vorschriften zu geben. -34 Da tat Petrus seinen Mund auf, und sprach:Der Hauptgedanke der Rede ist die Katholizität des Heiles, der Kirche. In Wahrheit: mit der größten Gewissheit und in umfassendsten Sinne. - In Wahrheit erfahre ich, dass Gott nicht die Person ansieht:35 sondern in jedem Volke ist, wer ihn fürchtet und Gerechtigkeit übet, ihm angenehm.„Die Person ansehen“ heißt: mit gewissen Menschen nicht nach dem wirklichen Tatbestande, sondern nach der Rücksicht auf gewisse Eigenschaften, die kein Verdienst begründen, verfahren, z. B. einen Vornehmen oder Reichen nicht strafen, weil er vornehm oder reich ist. Den Grundsatz, dass Gott nicht so verfährt, wendet nun der heil. Petrus auf den vorliegenden Fall an. Ansehen der Person wäre es gewesen, wenn Gott nur die Juden, eben weil sie Juden sind, zum Heile berufen hätte. Da er nun auch Heiden beruft, welche seiner Gnade entsprechen, zeigt er, dass bei ihm „kein Ansehen der Person“ ist. Es ist indes zu erwägen, dass das Heil nur durch Christus ist, folglich wäre es gänzlich verkehrt, wollte jemand, besonders trotz V. 43, aus dieser Stelle folgern, man brauche gar nicht Christ zu sein, um Gott zu gefallen. -36 Gott sandte das Wort den Kindern Israels, und verkündete Frieden durch Jesus Christus. (Dieser ist Herr über alle.)Gott ist Herr über Juden und Heiden. -37 Ihr kennt die Begebenheit, welche sich durch ganz Judäa zugetragen hat, von Galiläa angefangen, nach der Taufe, welche Johannes predigte;38 wie Gott Jesus von Nazareth mit dem Heiligen Geist und mit Kraft salbte; welcher umherging, Gutes tuend, und alle, die vom Teufel bewältigt waren, heilend, denn Gott war mit ihm.Vergl. [Mt 3,16.17] u. a. Die Austreibung von bösen Geistern wird angeführt, weil der heil. Petrus (und der heil. Lukas) den Heiden gegenüber, welche die bösen Geister verehrten, Jesus als Herrscher und Besieger der hinter den falschen Göttern sich verbergenden Geister hinstellen wollte. Auch im Markusevangelium, das besonders für die Heidenchristen geschrieben war, wird die Herrschaft Jesu über die bösen Geister betont. -39 Und wir sind Zeugen von allem, was er im Lande der Juden und zu Jerusalem getan hat. Sie aber hingen ihn an das Kreuz und töteten ihn.40 Diesen hat Gott am dritten Tage auferweckt, und ihn offenbar werden lassen,41 nicht dem ganzen Volke,Den Grund gibt wohl der Heiland selbst [Lk 16,31] an. - sondern den von Gott vorherbestimmten Zeugen, uns, die wir mit ihm gegessen und getrunken haben, nachdem er von den Toten auferstanden war.Vergl. [Joh 5,22.27, Lk 24,41ff, Joh 21,12, Apg 17,31]. -42 Und er hat uns geboten, dem Volke zu predigen,Zunächst dem israelitischen Volke. - und Zeugnis zu geben, dass er es ist, der von Gott als Richter der Lebendigen und der Toten bestellt ist.43 Diesem geben alle Propheten Zeugnis, dass alle, die an ihn glauben, durch seinen NamenDurch ihn, wie er sich uns offenbart; er hat sich aber geoffenbart als den Erlöser. Vergl. [Joh 20,22.23]. Von dem künftigen Richter (V. 42) leitet Petrus die Seelen seiner Zuhörer zu Jesus, dem Erbarmer. - Vergebung der Sünden erlangen.44 Während Petrus noch diese Worte sprach, kam der Heilige Geist auf alle, welche das Wort hörten.Die Heiden erhalten den Heil. Geist noch vor der Taufe und tun wie die Erstlinge aus den Juden am Tage des Pfingstfestes. [Apg 2,4] Vergl. [Apg 11,15]. Gott selbst gibt den Christen zu erkennen, dass er nicht auf die leibliche Abstammung von Abraham schaut, und dass die Heiden nicht unrein sind. Die Worte: „der Heil. Geist kam“ sind nicht notwendig so zu verstehen, als ob die Heiden die heiligmachende Gnade empfangen hätten. Vielleicht verlieh der Heil. Geist ihnen nur gewisse äußerlich bemerkbare Gaben, wie der Gabe der Sprache, die Gabe der Prophezeiung usw. Vergl. V. 46. Es waren wohl auch feurige Zungen bemerkbar. Vergl. [Apg 11,5]. Andere (z. B. Thom.) glauben, sie empfingen hier die heiligmachende und rechtfertigende Gnade, welche sonst in der heil. Taufe erteilt wird, vermöge ihres Glaubens, ihrer vollkommenen Liebe und der Begierdentaufe. Indes mussten sie auch alsdann die Wassertaufe empfangen, behufs größerer Gnaden und Nachlassung aller Sündenstrafen, und weil die Wassertaufe nach Christi Anordnung den Zugang zur Kirche bildet. Vergl. [Joh 3,5] -45 Und die Gläubigen aus der Beschneidung, die mit Petrus gekommen waren, staunten, dass auch über die Heiden die Gnade des Heiligen Geistes ausgegossen wurde;46 denn sie hörten sie in Sprachen reden, und Gott verherrlichen.47 Da nahm Petrus das Wort: Kann wohl jemand das Wasser versagen, dass diese nicht getauft werden, die den Heiligen Geist empfangen haben, so wie auch wir?48 Und er befahl, sie im Namen des Herrn Jesus Christus zu taufen.Es fehlte ihnen nur noch die Aufnahme in die sichtbare Gemeinschaft der Kirche. Die Taufe, dies von Christus eingesetzte Mittel des Heiles durfte umso weniger vernachlässigt werden, als Gott dies Wunder gerade getan hatte, um zu zeigen, dass auch die Heiden der Taufe teilhaftig werden konnten. In außerordentlicher Weise hatte Gott die Ordnung umgekehrt und dem Kornelius den Heil. Geist verliehen, ehe er noch die Taufe empfangen. Aber dadurch hob er die Ordnung nicht auf. Darnach baten sie ihn, einige Tage bei ihnen zu bleiben.
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Dieses KapitelSumma (EN)(III 19.1·III 68.3)Dives In Misericordia(§7)Redemptoris Missio(§21)
V. 1Summa (EN)(III 69.4)Mystici Corporis Christi(§38)Redemptoris Missio(§21)
V. 36Compendium of the Social Doctrine of the Church(493)Redemptoris Missio(§24)
V. 37Dominum Et Vivificantem(§15)Redemptoris Missio(§24)
V. 38CCC(¶438·¶453·¶486·¶1289)Ad Gentes(§3·§4·§12)Dives In Misericordia(§7)Divinum Illud Munus(§6)Dominicae Cenae(§8)Dominum Et Vivificantem(§15·§40)Evangelii Praecones(§9·§43·§45)Evangelium Vitae(§32·§50)Graves De Communi Re(§15)Haerent Animo(§10)Mediator Dei(§150·§165)Menti Nostrae(§15·§60)Pacem, Dei Munus Pulcherrimum(§9)Pastores Dabo Vobis(§58)Presbyterorum Ordinis(§2)Redemptoris Missio(§24)Saeculo Exeunte Octavo(§39)Salvifici Doloris(§16·§30)Summi Pontificatus(§69)Verbum Domini(§103)Vita Consecrata(§22·§83)
V. 39CCC(¶597)Dominum Et Vivificantem(§30)Redemptoris Missio(§24)