Apostelgeschichte 15
Biblia Sacra (Allioli-Arndt)
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2. Das Apostelconcil. (V. 34): Veranlassung. (V. 5) Erörterung. (V. 21) Entscheidung und Ausführung. (V. 34) 3. Zweite Missionsreise des heil. Paulus. (15,35 – 18,28): Paulus und Barnabas trennen sich. (V. 40) Paulus besucht die kleinasiatischen Gemeinden.
1 Es waren nun einige aus Judäa herab gekommen, welche die Brüder lehrten: Wenn ihr euch nicht gemäß dem Brauche des Moses beschneiden lasset, so könnet ihr nicht selig werden. Judenchristliche Eiferer lehrten, das Gesetz Moses sei auch für die Christen notwendig, wenigstens die Beschneidung; keinesfalls (so die Milderen unter ihnen) seien die unbeschnittenen Christen den Judenchristen gleichzustellen, obgleich sie das Heil zu erlangen vermöchten. Da nun die Heidenchristen, welche einer solchen Anschauung nicht nachkamen, sehr zahlreich waren, erklärten jene nicht mehr Glauben und Gnade als Mittelpunkt des Heiles, sondern die Zugehörigkeit zu dem mosaischen Gesetze, wie umgekehrt eine Partei (gegen welche der Brief des heil. Jakobus gerichtet ist) den Glauben ohne die Werke pries. Das Auftreten der verwirrenden Eiferer fällt in die Zeit, in welcher Paulus und Barnabas in Antiochia wirkten. Unter den Eiferern war nach Epiphanius auch Cerinthus. - 2 Da nun Paulus und Barnabas nicht wenig wider sie zu streiten hatten, so ward beschlossen, dass Paulus und Barnabas und einige andere von den übrigen zu den Aposteln und Vorstehern wegen dieser Streitfrage nach Jerusalem hinaufziehen sollten. Das Ansehen des Paulus und Barnabas genügte nicht, um den Streit zu entscheiden. Deswegen musste eine autoritative, für die ganze christliche Kirche geltende Entscheidung herbeigeführt werden, wie es den beiden Aposteln daran liegen musste, in vollster Übereinstimmung mit der Kirche von Jerusalem zu handeln. Paulus hatte als besonderen Grund der reise noch eine göttliche Mahnung. [Gal 2,2] - 3 Diese also machten sich, geleitet von der Gemeinde, auf den Weg und durchzogen Phönicien und Samaria, die Bekehrung der Heiden berichtend, und verursachten große Freude bei allen Brüdern. Sie zogen an der Küste entlang über Sidon und Tyrus, wohl durch Cäsarea und dann nach Samaria. Sowohl in Phönizien wie in Samaria fanden sie christliche Gemeinden. - 4 Als sie aber nach Jerusalem gekommen waren, wurden sie von der Gemeinde und von den Aposteln und Vorstehern empfangen; und sie verkündeten, wie Großes Gott mit ihnen getan habe. 5 Da traten einige aus der Sekte der Pharisäer, welche gläubig geworden waren, auf und sprachen: Man muss sie beschneiden, und ihnen auch gebieten, das Gesetz Moses zu halten. Die Vertreter der pharisäischen Richtung fordern unumwunden Judaisirung der in der Kirche aufzunehmenden Heiden. - 6 Und die Apostel und Vorsteher versammelten sich, um diese Sache zu untersuchen. Die Apostel, eingedenk der Zusage des Herrn, dass er selbst stets in der Mitte der in seinem Namen Versammelten sein [Mt 18,20] und die Kirche durch den Heil. Geist in alle Wahrheit werde geleitet werden [Joh 16,13], beschlossen, die vorgelegte Frage unter dem Beistande des heil. Geistes zu prüfen und zu entscheiden. So versammelt sich denn die lehrende Kirche, welche in Jerusalem noch ausschließlich durch die Apostel dargestellt war, zu dem ersten allgemeinen Konzil. Die Entscheidung geben die Apostel, die Vorsteher beraten, apostolische Männer (V. 12) aus Antiochia und andere Lehrer dürfen Anträge stellen. Den Vorsitz führte das Haupt der Kirche, Petrus, welcher nach Gründung der Kirche zu Rom nach Jerusalem gekommen war. Beratung und Beschlussfassung zeigen, wie sehr die Apostel von dem Bewusstsein durchdrungen sind, dass der heil. Geist mit ihnen ist. (V. 28) Die Entscheidung wird in Form eines alle verbindenden Kirchengesetzes gegeben. (V. 29) Es war durchaus notwendig, dass hier Klarheit geschafft wurde, da die irrige Meinung, das alte Gesetz verbinde noch, die Judenchristen ständen höher als die Heidenchristen usw. geeignet war, viele vom Eintritt in die Kirche abzuhalten und in der Kirche selbst eine tiefgehende Spaltung hervorzurufen. Auch lag in einer solchen Ansicht eine Geringschätzung, ja eine Aufhebung des Wertes der Erlösung. Vergl. [Gal 2,21] - 7 Als aber viel hin und her geredet ward, Der heil. Petrus schlägt den Beschluss vor, den das Konzil annimmt. Jakobus bringt eine Zusatzbestimmung in Vorschlag, welche ein moralisches und ein Disziplinargebot enthält. - erhob sich Petrus, und sprach zu ihnen: Zunächst war viel Streit über Titus. [Gal 2,2-5] Paulus der später selbst den Timotheus beschnitt [Apg 16,3], gab hier nicht nach, da es sich um eine grundsätzliche Entscheidung handelte. – Der heil. Paulus macht zuerst (V. 7 – 9) die Erfahrung und das Zeugnis Gottes zu Gunsten der Freiheit geltend, worauf er (V. 11) den inneren Grund dieser Freiheit angibt. - Männer, Brüder! Ihr wisset, dass Gott vor langer Zeit Am Anfange der Kirche, vor etwa 12 Jahren. - mich unter uns erwählet hat, dass die Heiden durch meinen Mund das Wort des Evangeliums hören und glauben sollen. 8 Und Gott, der die Herzen kennt, hat für sie Zeugnis gegeben, indem er ihnen den Heiligen Geist gab, sowie auch uns; 9 und er machte keinen Unterschied zwischen uns und ihnen, indem er durch den Glauben ihre Herzen reinigte. Durch den lebendigen Glauben, der in der Liebe tätig ist. Da Gott selbst entschieden hat, wie darf man ihn noch zweifelnd versuchen (V. 10), ob seine Weisheit hierin recht gehandelt habe, (Crys., Oek., Bed.) oder ob seine Langmut es ertrage, die, welche er frei gemacht, wieder unter das Joch gezwungen zu sehen. Die Worte des heil. Petrus erinnern an die Aussprüche des Herrn [Mt 23,4] und [Mt 11,30] - 10 Nun denn, warum versuchet ihr Gott, dem Nacken der Jünger ein Joch aufzulegen, welches weder unsere Väter, noch wir zu tragen vermochten? Die Erfüllung des ganzen Gesetzes ist unmöglich und unnütz, selbst für die Juden. Vergl. [Gal 3,10ff] - 11 Vielmehr glauben wir, durch die Gnade des Herrn Jesus Christus selig zu werden, gleichwie auch jene. 12 Da schwieg die ganze Menge, und lauschte dem Barnabas Barnabas steht wegen seiner alten Verbindung mit der Kirche von Jerusalem an erster Stelle. - und Paulus, welche erzählten, wie große Zeichen und Wunder Gott unter den Heiden durch sie getan. 13 Als sie nun schwiegen, nahm Jakobus Jakobus hatte als Vorsteher der Kirche von Jerusalem keine Gelegenheit gehabt, mit Heiden in Berührung zu kommen, und besaß gewiss als der treueste Beobachter des Gesetzes das höchste Ansehen in dieser Frage. Er will den Heidenchristen eine kleine Beschränkung auferlegen, die sie noch nicht als Joch (V. 10) empfinden, die aber notwendig ist, um den Juden besonders anstößige Dinge zu beseitigen (Götzenopfer und Genuss von Blut). Zudem wünscht er ein besonderes Verbot der durch das Sittengesetz verbotenen Unzucht, welche damals vielfach unter den Heiden als erlaubt galt. (V. 20) Der Grund davon ist wohl, dass die Brüder aus den Pharisäern (V. 5) gerade diese Punkte hervorgehoben und als besonders anstößig bezeichnet haben. - das Wort, und sprach: Brüder, höret mich! 14 Simon hat erzählt, wie Gott das erste Mal die Heiden heimgesucht hat, ein Volk aus ihnen für seinen Namen zu gewinnen. 15 Und hiermit Mit der V. 14 erwähnten Handlungsweise Gottes. - stimmen die Worte der Propheten überein, wie geschrieben steht: Der Text des Propheten ist nach der Septuag angeführt. Nach dem Hebr. wird eine Zeit verheißen, in welcher die Herrschaft Davids wiederhergestellt wird und alle Völker durch Israel dem Herrn zugeführt werden. Nach der Septuag ist ein Suchen der Heidenvölker nach dem Herrn Israels angedeutet, wie [Jes 2,1ff, Mic 4,1ff]. Die Verheißung ist in beiden Texten dieselbe: Das Zelt Davids, d. i. die Herrschaft des Messias, die Kirche wird aufgerichtet werden. - 16 Darnach will ich wiederkommen, und das zerfallene Zelt Davids wieder aufrichten, das daran Zerstörte wiederherstellen, und es wieder aufrichten, 17 damit die übrigen Menschen den Herrn suchen, und alle Völker, über welche mein Name angerufen ist, spricht der Herr, der dieses tut. 18 Von Ewigkeit her ist ja dem Herrn sein Werk kund. Gott hat seit Urbeginn beschlossen, die Heiden in der messianischen Zeit zu einem Volke mit den Juden zu vereinen. - 19 Darum urteile ich, dass man die Heiden, welche sich zu Gott bekehren, nicht belästigen soll, Hätte Gott die Völker durch das Gesetz vereinigen wollen, so wäre dies bereits früher geschehen. - 20 sondern an sie schreibe, dass sie sich von den Befleckungen durch Götzen, von der Unzucht, vom Erstickten und vom Blute Die Befleckung durch Götzen ist der Genuss von heidnischen Opfern. (V. 29) Bei den heidnischen Opfern wurde ein Teil des zum Opfer dargebrachten Tieres bei dem Opfer verbrannt, ein zweiter gehörte den Priestern, ein dritter denen, welche das Opfer darbrachten. Diese letzteren veranstalteten damit teils religiöse Festmahle, teils benutzten sie das Fleisch zu den gewöhnlichen Mahlzeiten, häufig indes wurde das Fleisch zu Gunsten der betreffenden Familie oder des Opferpriesters auf dem Markte verkauft. Der Genuss solchen Fleisches war den Juden ausdrücklich [2Mos 34,15] verboten. Dieselbe Frage entschied der heil. Paulus. [1Kor 8] und [1Kor 10]. Das Opferfleisch hing nach jüdischer Auffassung auf das innigste mit dem Opfer selbst zusammen. Jedenfalls lag in dem Genusse eine Gefahr, dass die Neubekehrten zu ihren früheren Ansichten zurückkehrten. Die Unzucht wird besonders erwähnt, weil das Heidentum alle Ehrfurcht vor dem eigenen Leibe und dem Frauengeschlechte verloren hatte. Die Macht der Gewohnheit und des Beispiels machte selbst für die aus dem Heidentum bekehrten Brüder eine Mahnung erforderlich. Der Blutgenuss endlich war den Juden ein Greuel, weil das Blut das Leben darstellte und somit Gott geweiht war. Vergl. [1Mos 9,4, 3Mos 3,17] u. a. - enthalten sollen. 21 Denn Moses hat von alten Zeiten her in jeder Stadt seine Prediger in den Synagogen, wo er an jedem Sonnabende vorgelesen wird. Immerhin ist einige Rücksicht auf die Bekehrung der Juden zu nehmen, welche durch das Hören des Gesetzes unablässig daran erinnert werden, in welchem Gegensatze das Verhalten der Heidenchristen zu demselben stehe. Damit also die Kirche keinen Schaden leide, sind einige kleine Konzessionen zu machen. Es ist mithin nicht innere Notwendigkeit, sondern liebevolle Rücksicht, weshalb der Apostel wünscht, diese wenigen Bestimmungen des Gesetzes den Heiden auferlegt zu sehen. Die völlige Niederreißung der Scheidewand, welche die beiden Teile der Kirche noch trennte, musste der Zukunft vorbehalten und Gott selbst überlassen bleiben. - 22 Da gefiel es den Aposteln und den Vorstehern samt der ganzen Gemeinde, Die Hauptfrage ist durch die Apostel gelöst, die „Gemeinde“ erklärt nur damit einverstanden zu sein, wie man das Dekret den Heidenchristen mitteilen sollte. - Männer aus ihrer Mitte auszuerwählen, und mit Paulus und Barnabas nach Antiochia zu senden, nämlich Judas, mit dem Zunamen Barsabas, Über Judas, genannt Barsabas (Bruder des Joseph Barsabas [Apg 1,23]?) ist weiter nichts bekannt. Silas oder Silvanus ist als Begleiter des heil. Paulus auf dessen Reisen in Kleinasien bekannt. Judas und Silas waren Propheten. (V. 32) Die Botschaft soll mündlich und schriftlich zugleich ausgerichtet werden: schriftlich, damit der genaue Wortlaut des Beschlusses feststehe, mündlich aber (V. 27), damit das lebendige Zeugnis, das Lehrwort im Namen der Kirche den Beschluss ebenso authentisch veröffentliche, wie im einzelnen auslege. (V. 32) Sonach bieten V. 23 – 30 die erste geschriebene Urkunde der Kirche. Die mündliche Überlieferung des gleichen Inhaltes siehe [2Tim 2,2]. - und Silas, Männer, die zu den Angesehensten unter den Brüdern gehörten. 23 Und man gab ihnen folgendes Schreiben mit: Die Apostel und die Presbyter entbieten als Brüder den Brüdern aus den Heiden, die zu Antiochia, und in Syrien und Cilicien sind, Syrien und Cilicien standen in engster Verbindung mit Antiochia, deshalb war die Entscheidung auch für diese Provinzen wichtig. - ihren Gruß! 24 Da wir gehört haben, dass einige, die von uns ausgegangen sind, euch durch Reden beunruhigt und eure Gemüter verwirrt haben, ohne von uns einen Auftrag erhalten zu haben, Ob die falschen Lehrer sich etwa auf die Apostel und die Presbyter oder die Kirche von Jerusalem berufen hatten? - 25 so haben wir hierüber in einer gemeinsamen Beratung für gut befunden, Männer auszuwählen und zu euch zu senden mit unseren vielgeliebten Barnabas und Paulus, 26 Männern, welche ihr Leben preisgegeben haben für den Namen unsers Herrn Jesus Christus. Welche Empfehlung seitens der Kirche von Jerusalem! - 27 Wir haben also den Judas und den Silas abgesandt, welche euch ebenfalls mündlich dasselbe melden werden. Inhalt und Auslegung des Briefes werden sie mündlich melden. - 28 Denn es hat dem Heiligen Geiste Haben auch die Apostel den Beschluss gefasst, so hat doch nicht ihre Klugheit allein dies gewählt, noch ihr Wille nur dies vorgeschrieben, sondern der die Kirche leitende Heil. Geist durch sie, als die von ihm eingesetzten unfehlbaren Organe. Vergl. [Lk 10,16]. Von diesem Augenblick war die Kirche sich stets dessen bewusst, dass bei Entscheidungen von Fragen über Glaube und ewiges Heil der göttliche Lehrmeister sie vor allem Irrtume bewahrt und in alle Wahrheit führt. Wie ganz anders als V. 28: „Wir haben unter Leitung des Heil. Geistes für gut befunden“ lautet deshalb V. 25: „wir haben für gut befunden“. Die erste der hier gegebenen Bestimmungen ist eine Lehrbestimmung, das weitere ist ein Ausfluss der gesetzgeberischen Gewalt der Kirche. Diese Vorschriften haben zunächst örtliche Geltung, wie die Adresse zeigt. Damit war zugleich eine zeitliche Beschränkung gegeben: so lange es notwendig ist zur besseren Vereinigung der Heiden- und Judenchristen innerhalb der Kirche. Die griechische Kirche hält freilich noch an diesen Vorschriften fest, jedenfalls dem Geiste derselben minder entsprechend als die abendländische. - und uns gefallen, euch weiter keine Last aufzulegen, als folgende notwendige Stücke: Da die strengen Judenchristen diese Stücke sehr verabscheuten, waren sie im Verkehr mit den Heidenchristen vielfach behindert, wenn diese sich nicht von denselben enthielten. - 29 dass ihr euch von Götzenopfern, von Blut und Ersticktem, und der Unzucht enthaltet. Wenn ihr euch davor bewahret, werdet ihr wohl tun. Nach dem Griechischen richtiger: werdet ihr euch wohl befinden, d. h. Frieden und Einigkeit haben. Diese Vorschriften haben eine entfernte Ähnlichkeit mit den noachischen Geboten, deren Befolgung des Proselyten des Tores, siehe [Mt 23,Anm.21] auferlegt wurde, und die zum Teil aus [1Mos 9,4ff] genommen wurden. Götzenfleisch ist das Fleisch, welches bei Götzenopfern verwendet worden war und dann gegessen oder verkauft wurde. An sich konnte es gegessen werden, da man durch den Genuss außerhalb der Opferhandlung den Götzen keine Verehrung erwies; den Juden schien es jedoch befleckt zu sein. Ersticktes sollte verboten sein, weil das Blut in demselben enthalten war, mithin der Genuss des Erstickten mit Blutgenuss gleichbedeutend schien. Unzucht bezeichnet nicht sowohl die durch das Naturgesetz bereits verbotenen Sünden, denn, dass Christen sich von solchen enthielten, bedurfte keines neuen Gesetzes, sondern heiraten in solchen Verwandtschafts- und Schwangerschaftsverhältnissen, in welchen den Juden die eheliche Verbindung untersagt war. So verstanden es auch die jüdischen Gesetzlehrer in ihren Aufstellungen der noachischen Gebote. Vergl. auch [3Mos 18,6ff]. – Das Jahr der Abhaltung des Apostelkonzils fällt wahrscheinlich in die erste Hälfte des Jahres 51, frühestens in das Ende des Jahres 50. - Lebet wohl! 30 Diese wurden also entlassen, und zogen nach Antiochia hinab, und nachdem die ganze Gemeinde versammelt war, übergaben sie den Brief. 31 Als sie diesen gelesen hatten, wurden sie getröstet und freuten sich. 32 Aber auch Judas und Silas sprachen, da sie Propheten waren, Die Hauptaufgabe der Propheten ist der Zuspruch, die Ermahnung, Tröstung. - viel zum Troste der Brüder, und stärkten sie. 33 Da sie nun einige Zeit daselbst gewesen, wurden sie von den Brüdern mit Friedenswünschen zu denen entlassen, welche sie gesandt hatten. 34 Silas aber beschloss, daselbst zu bleiben, und Judas ging allein nach Jerusalem. 35 Paulus aber und Barnabas blieben in Antiochia, und lehrten daselbst und verkündeten mit vielen anderen das Wort des Herrn. In diese Zeit fällt wahrscheinlich die Rundreise des heil. Petrus in die von ihm gegründeten Gemeinden und damit sei Besuch in Antiochia, dessen der heil. Paulus [Gal 2,11ff] Erwähnung tut. - 36 Nach einigen Tagen Nach einigen Tagen des Lehrens und Wirkens. - aber sprach Paulus zu Barnabas: Lass uns zurückkehren und nach den Brüdern sehen in allen Städten, in denen wir das Wort des Herrn gepredigt haben, wie es mit ihnen steht. 37 Da wollte Barnabas auch den Johannes, der den Zunamen Markus hat, mit sich nehmen. 38 Paulus aber stellte ihm vor (weil er sie von Pamphylien aus verlassen, und nicht an ihrem Wirken teilgenommen hätte), so solle er nicht mitgenommen werden. 39 Da entstand ein Zwiespalt, Erregung, Erbitterung. Jeden von beiden schmerzte es, dass der Andere nicht nachgehen wollte, aber es entstand keine Feindschaft oder Zank (Chrys.). - so dass sie sich voneinander trennten, und Barnabas den Markus mit sich nahm, und nach Cypern segelte. Barnabas wie Paulus wollen der Sache Christi dienen. Indes würdigt Barnabas, eingenommen von seiner Liebe zu Markus, nicht genugsam die gerechte und vorsichtige Strenge des heil. Paulus, dieser nicht die versöhnliche Milde des heil. Barnabas (Chrys.). Auch die Apostel sind für menschliche Schwächen nicht unzugänglich. Es entstand eine Spannung, keine Aufhebung der innigsten Freundschaft. Diese Trennung sollte übrigens nach Gottes Ratschlusse eine allseitig heilsame sein. So ward das Evangelium in verschiedenen Ländern gepredigt, in den westlichen Teilen Kleinasiens von Paulus, von Barnabas und Markus in Cypern. Die Letztgenannten werden in der Apostelgeschichte nicht mehr erwähnt. Durch diese Zurückweisung musste Markus zu größerem Eifer angespornt werden (Chrys.). - 40 Paulus aber wählte den Silas, Silas war in Antiochia geblieben. Welches Ansehen er genoss, siehe [Apg 15,22]. - und reiste ab, der Gnade Gottes von den Brüdern empfohlen. 41 Er nahm aber seinen Weg durch Syrien und Cilicien, In diese Landschaften wandten sie sich zunächst. Die Kirchen, die Paulus jetzt besucht, sind jedenfalls von ihm gegründet. und stärkte die Kirchen, und gebot die Vorschriften der Apostel und Vorsteher zu halten.
Zitiert in 109
- Dieses Kapitel Summa (EN)(II-II 29.3)Redemptoris Missio(§21)
- V. 1 Summa (EN)(I-II 58.1)Fragen(Who governs the Church)Redemptoris Missio(§21)
- V. 2 Fragen(Who governs the Church)Apostolos Suos(§1)Reconciliatio Et Paenitentia(§8)
- V. 3 Fragen(Who governs the Church)Reconciliatio Et Paenitentia(§8)
- V. 4 Fragen(Who governs the Church)Reconciliatio Et Paenitentia(§8)
- V. 5 CCC(¶595)Fragen(Who governs the Church)Reconciliatio Et Paenitentia(§8)Redemptoris Missio(§24)
- V. 6 Fragen(Who governs the Church)Reconciliatio Et Paenitentia(§8)Redemptoris Missio(§24)
- V. 7 Fragen(Who governs the Church)Reconciliatio Et Paenitentia(§8)Redemptoris Missio(§24)
- V. 8 Fragen(Who governs the Church)Ad Gentes(§4)Reconciliatio Et Paenitentia(§8)Redemptoris Missio(§24)
- V. 9 Summa (EN)(I-II 113.1
II-II 7.2 Fragen(Who governs the Church)Reconciliatio Et Paenitentia(§8)Redemptoris Missio(§24)II-II 8.7) - V. 10 CCC(¶578)Summa (EN)(I-II 98.1
I-II 101.3) Fragen(Who governs the Church)Reconciliatio Et Paenitentia(§8)Redemptoris Missio(§24) - V. 11 Fragen(Who governs the Church)Reconciliatio Et Paenitentia(§8)Redemptoris Missio(§24)
- V. 12 Fragen(Who governs the Church)Reconciliatio Et Paenitentia(§8)
- V. 13 Fragen(Who governs the Church)Reconciliatio Et Paenitentia(§8)
- V. 14 Fragen(Who governs the Church)Reconciliatio Et Paenitentia(§8)
- V. 15 Fragen(Who governs the Church)Reconciliatio Et Paenitentia(§8)
- V. 16 Fragen(Who governs the Church)Reconciliatio Et Paenitentia(§8)
- V. 17 Fragen(Who governs the Church)Reconciliatio Et Paenitentia(§8)
- V. 18 Fragen(Who governs the Church)Reconciliatio Et Paenitentia(§8)
- V. 19 Fragen(Who governs the Church)Reconciliatio Et Paenitentia(§8)
- V. 20 Fragen(Who governs the Church)Reconciliatio Et Paenitentia(§8)
- V. 21 Fragen(Who governs the Church)Reconciliatio Et Paenitentia(§8)
- V. 22 Fragen(The Second Vatican Council
Faith and culture) Reconciliatio Et Paenitentia(§8) - V. 23 Fragen(The Second Vatican Council
Faith and culture) Reconciliatio Et Paenitentia(§8) - V. 24 Fragen(The Second Vatican Council
Faith and culture) Reconciliatio Et Paenitentia(§8) - V. 25 Fragen(The Second Vatican Council
Faith and culture) Reconciliatio Et Paenitentia(§8) - V. 26 Fragen(The Second Vatican Council
Faith and culture) Reconciliatio Et Paenitentia(§8) - V. 27 Fragen(The Second Vatican Council
Faith and culture) Reconciliatio Et Paenitentia(§8) - V. 28 Summa (EN)(I-II 103.4)Fragen(The Second Vatican Council
Whether teaching changes Apostolos Suos(§1)Reconciliatio Et Paenitentia(§8)Redemptoris Missio(§24)Unitatis Redintegratio(§18)Ut Unum Sint(§78)Faith and culture) - V. 29 Summa (EN)(I-II 103.4
II-II 154.2 Fragen(The Second Vatican CouncilSuppl 65.3) Whether teaching changes Arcanum Divinae(§13)Reconciliatio Et Paenitentia(§8)Faith and culture) - V. 30 Reconciliatio Et Paenitentia(§8)
- V. 31 Reconciliatio Et Paenitentia(§8)Vita Consecrata(§13)
- V. 32 Reconciliatio Et Paenitentia(§8)
- V. 33 Reconciliatio Et Paenitentia(§8)
- V. 35 Catechesi Tradendae(§11)
- V. 36 Fragen(Disagreeing with the Church)
- V. 37 Fragen(Disagreeing with the Church)
- V. 38 Fragen(Disagreeing with the Church)
- V. 39 Summa (EN)(II-II 37.1)Fragen(Disagreeing with the Church)
- V. 40 Fragen(Disagreeing with the Church)
- V. 41 Fragen(Disagreeing with the Church)