Amos 2
Biblia Sacra (Allioli-Arndt)
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B. Verkündigung des Gerichtes über die Moabiter. (V. 3) C. Ankündigung des Gerichtes über Juda und Israel.
1 So spricht der Herr: Wegen der drei, ja vier Missetaten Moabs werde ich dies nicht abwenden, weil es die Gebeine des Königs von Idumäa zu Asche verbrannt hat. Über diesen Frevel ist nichts weiter bekannt. Wenn er auch gegen den König von Idumäa verübt war, muss er doch auch ein Schimpf für Israel gewesen sein, da in allen Anklagen Frevel gegen die Israeliten gerügt werden. Die jüdisch Tradition denkt an [2Koe 3,7ff]. - 2 Ich will Feuer über Moab senden, das die Paläste Karioths Eine der hauptsächlichsten Städte Moabs, jetzt ein Dorf Kerenat. - verzehren soll, und Moab wird im Getümmel umkommen bei dem Schalle der Posaune. Hebr.: Die Moabiter sollen im Kriegsgetümmel umkommen, unter Kriegsgeschrei, bei Posaunenschall. - 3 Ich will die Richter Fürsten, Zepterhalter. - aus seiner Mitte hinwegtilgen und alle seine Fürsten mit ihm töten, spricht der Herr. 4 So spricht der Herr: Wegen der drei, ja vier Missetaten Judas Gott trennt nicht in der Strafe die, welche die Schuld vereinigt hat. Der Stamm Juda wird besonders genannt, weil seine Schuld größer ist, da er bei dem Tempel wohnte, doch nicht weniger frevelte. - werde ich dies nicht abwenden, weil es das Gesetz des Herrn verworfen und seine Gebote nicht gehalten hat; denn es haben sie ihre Götzen betrogen, Hebr.: Vielmehr von ihren Lügen (Götzen) sich verführen ließen. Lügen: weil sie fälschlich Hilfe verheißen. - denen ihre Väter angehangen. 5 Ich will Feuer senden über Juda, das die Paläste Jerusalems verzehren soll. Sie haben den Bund gebrochen; zur Strafe wird das Reich Juda zerstört, der Sitz des Reiches und der Religion mit Feuer vernichtet. Diese äußere Zerstörung ist das Anzeichen, die Folge und Strafe der inneren Verwüstung. - 6 So spricht der Herr: Wegen der drei, ja vier Missetaten Israels werde ich dies nicht abwenden, Durch die Voraussendung der Verbrechen anderer wird Israels Frevel mehr hervorgehen. Zudem will der Seher bei der Darstellung desselben länger verweilen. - weil es den Gerechten um Geld verkaufte und den Armen um Schuhe. Die Richter treten um des geringsten Gewinnes willen das Recht mit Füßen. Der Gerechte ist hier der, der im Rechte war. Nach dem Hebr.: Sie verkaufen den Gerechten um ein paar Schuhe: den Armen für die geringste Schuld an seinen Gläubiger. - 7 Sie zertreten im Staube der Erde die Häupter der Armen Wer nur immer will und kann, peinigt und verfolgt die Armen. - und beugen den Weg der Notleidenden, Vater und Sohn gehen zur selben Dirne, Gegen [3Mos 18,7, 3Mos 20,11]. - um meinen heiligen Namen zu entweihen. Die umliegenden Völker schmähen Gott, dass er solche Frevel befiehlt oder ein Volk, das solches tut, erträgt. - 8 Auf abgepfändeten Gewändern strecken sie sich neben dem Altar hin Wenn sie in Dan oder Bethel an den Opfermahlzeiten teilnehmen. - und trinken Wein von Bußgeldern Von ungerecht erpressten Bußgeldern. - im Hause ihres Gottes. In den Heiligtümern von Dan und Bethel, wo sie Gott unter dem Symbol eines Kalbes verehrten; also vor Gott selbst. Oder, wenn man unter „Gott“ die Götzenbilder versteht: Sie achten ihre Götzen so wenig, dass sie dieselben mit Raub und Ungerechtigkeit verehren. Oder: sie fügen zu ihren übrigen Verbrechen Götzendienst. - 9 Und doch bin ich es, Er erwähnt vier Wohltaten, zwei körperliche und zwei geistige, um dann desto stärker ihren Undank hervorzuheben. - der die Amorrhiter Der stärkste unter den kanaanitischen Stämmen, den Moses besiegte und dessen Gebiete er den Stämmen Gad, Ruben und halb Manasse zuerteilte. - vor ihnen her vertilgte, die hoch waren wie die Zedern und stark wie die Eichen; ich vernichtete ihre Frucht in der Höhe und ihre Wurzeln in der Tiefe. 10 Ich bin es, der euch aus dem Lande Ägypten hergeführt und vierzig Jahre durch die Wüste geleitet hat, Noch weiter zurückliegende Wohltaten, deren Erinnerung Moses stets bewahrt wissen wollte. [5Mos 8,2; 5Mos 9,1-6; 5Mos 29,2-8] - damit ihr das Land der Amorrhiter in Besitz nahmet. 11 Und ich erweckte aus euern Söhnen Propheten und aus euern Jünglingen Nazaräer. Nicht nur das Land gab ihnen Gott, sondern sandte auch solche Männer, welche von ihm belehrt, das Volk den Weg des Gesetzes wiesen und sie durch das Beispiel ihres Lebens und ihre Heiligkeit an Gottes hilfreiche Macht und die Pflicht erinnerten, das Gesetz zu beobachten. Die Nazaräer waren gleichsam die Religiosen des Alten Testamentes, Gott durch Gelübde geweiht und vom Verkehre mit der Welt mehr abgesondert. Dass Gott dem Volke solche Männer gab, war eine der höchsten Wohltaten. - Ist dem nicht also, Söhne Israel? spricht der Herr. 12 Ihr aber gabet den Nazaräern Wein zu trinken und den Propheten befahlet ihr: Weissaget nicht! Ihr wolltet weder die Beispiele heiligeren Lebens sehen noch die Mahnung zur Beobachtung des Gesetzes hören, mit wahnsinnigem Hasse suchtet ihr beides zu verhindern und zunichte zu machen. Wein war den Nazaräern verboten. Vergl. [Rich 13,4.7.14; 4Mos 6,3]. So wieset ihr die vielfache Gnade Gottes von euch. - 13 Sehet, ich will unter euch erdröhnen, wie ein Wagen, der mit Heu beladen ist; Gott fühlt sich mit einer unerträglichen Last beschwert und klagt über die Menge und Unwürdigkeit der Sünder. In demselben Sinne hebr.: Sehet, ich bin belastet unter euch wie ein Wagen voll von Garben. – Gott wird diese Last abschütteln, seine beschützende Hand abziehen; deshalb werden alle ihre Anstrengungen umsonst sein. - 14 dass dem Schnellen die Flucht vergeht und der Starke seine Kraft nicht zu bewahren vermag und der Held sein Leben nicht zu retten; 15 dass der Bogenschütze nicht standhält, der Schnelle sich nicht rettet noch der Reiter sein Leben erhält 16 und selbst der herzhafteste unter den Helden an jenem Tage nackt flieht, Keine menschliche Macht und Kraft vermag das von Gott verhängte Verderben zu verhindern. Selbst die Tapfersten werden schimpflich fliehen. - spricht der Herr. Gleichsam Siegel und Bekräftigung der göttlichen Voraussagung. Hebr.: Spruch Jahves.
Zitiert in 13
- V. 4 Querida Amazonia(§15)
- V. 5 Querida Amazonia(§15)
- V. 6 Compendium of the Social Doctrine of the Church(323
377) Fragen(Trafficking and prostitution)Querida Amazonia(§15) - V. 7 Compendium of the Social Doctrine of the Church(323
377) Fragen(Trafficking and prostitution)Evangelium Vitae(§49)Querida Amazonia(§15) - V. 8 Compendium of the Social Doctrine of the Church(377)Querida Amazonia(§15)