Deuteronomium 11

Zur Beobachtung des Gesetzes müssen die Israeliten ferner die Wunderzeichen bewegen, durch welche Gott in Ägypten und in der Wüste seine Gerechtigkeit und Macht offenbarte (V. 12), sowie die den Gehorsamen versprochenen Segnungen und die den Ungehorsamen angedrohten Verfluchungen.

So liebe denn den Herrn, deinen Gott, und beobachte seine Gebote und Vorschriften, und Rechte und Satzungen allezeit. Erkennet heute, Zwar sollten sie längst erkannt haben, dass Jahve alle diese Wunder getan, sie zur Beobachtung seiner Gebote zu führen, doch ganz besonders heute müssen sie es erkennen, wo Moses ihnen die Beweggründe zur Beobachtung dargelegt. - was eure Söhne nicht wissen, Vor den Jüngeren redet er die an, welche Augenzeugen des Auszuges und des Aufstandes der Rotte Kore waren. - da sie die Zucht des Herrn, eures Gottes, seine großen Taten, seine starke Hand, und seinen ausgestreckten Arm, nicht gesehen haben, seine Zeichen und Taten, welche er mitten in Ägypten an Pharao, dem Könige, und an seinem ganzen Lande, getan hat, und an dem ganzen Heere der Ägypter, an seinen Rossen und Wagen; wie die Wasser des roten Meeres sie bedeckten, als sie euch nachsetzten und der Herr sie vertilgte bis auf den gegenwärtigen Tag; was er dann an euch in der Wüste getan, Durch Belehrung und Wunderzeichen zu Lohn und Strafe. - bis ihr an diesen Ort kamet, und an Dathan und Abiron, den Söhnen Eliabs, der ein Sohn Rubens war; Er erwähnt nur Rubens, die noch lebende Familie der Koriten schonend. - wie die Erde ihren Mund auftat und sie verschlang mit ihren Hütten und Zelten, und all ihrer Habe, die sie inmitten Israels besaßen. Eure Augen haben alle großen Werke des Herrn gesehen, die er getan hat, Um euch zur Beobachtung seiner Gebote zu bewegen und so würdig zu machen, das verheißene Land in Besitz zu nehmen. - damit ihr alle seine Gebote beobachtet, welche ich euch heute anbefehle, und einziehen und das Land in Besitz nehmen könnet, in das ihr zieht, und damit ihr lange in dem Lande lebet, das der Herr euern Vätern und ihrer Nachkommenschaft mit einem Eide verhieß, und das von Milch und Honig fließt. Denn das Land, in das du ziehest, es in Besitz zu nehmen, ist nicht wie das Land Ägypten, aus dem du ausgezogen bist, wo man auf die Saat, die man gesät, wie in Gärten, Wasser leitet, um sie zu bewässern, Das Wasser der Seen und des ausgetretenen Nils wird durch unzählige Kanäle und Rinnsale auf die Äcker geleitet und dort, meist mittelst Schöpfräder, die mit den Händen getrieben oder mit den Füßen getreten werden, in kleine Rinnen gepumpt. - sondern es hat Berge und Täler und wartet des Regens vom Himmel. Chanaans Fruchtbarkeit hängt nicht so wie die Ägyptens von menschlicher Bemühung, sondern vielmehr von dem Segen Gottes ab, welcher den Regen nach Gutdünken spendet oder versagt. Eben dies macht das Land Chanaan zu einer Schule des Gottvertrauens und des Gehorsams. - Und der Herr, dein Gott, schaut immerdar auf dasselbe, und seine Augen sind darauf gerichtet, vom Anfange des Jahres bis zu dessen Ende. Wenn auch das Land an sich fruchtbar ist, wird es euch dennoch nur seine Frucht spenden nach Maßgabe eines Verhaltens gegen Gott. - Wenn ihr also meinen Geboten gehorcht, die ich euch heute vorschreibe, dass ihr den Herrn, euern Gott, liebet und ihm aus eurem ganzen Herzen und eurer ganzen Seele dienet, so wird er eurem Lande Frühregen und Spätregen Der Frühregen beginnt im Oktober und fällt am reichlichsten im Dezember, der Spätregen vor der Reise kommt im März und April. - geben, dass ihr Getreide, und Wein und Öl einsammelt und Heu von den Feldern, das Vieh zu nähren, und dass ihr selbst zu essen habt und satt werdet. Hütet euch, dass euer Herz sich nicht etwa betören lasse und ihr den Herrn verlasst, und fremden Göttern dient, und sie anbetet, auf dass der Herr nicht zürne und den Himmel verschließe, dass kein Regen fällt und die Erde ihren Ertrag nicht gibt, und ihr alsbald vertilgt werdet aus dem guten Lande, das der Herr euch geben will. So nehmet diese meine Worte zu Herzen und zu Gemüte, und hänget sie als Denkzeichen auf eure Hände, und setzet sie zwischen eure Augen. Lehret eure Söhne dieselben betrachten, Hebr.: Darüber redend. - wenn du in deinem Hause sitzest, wenn du auf dem Wege gehst, wenn du dich niederlegst, und wenn du aufstehst. Schreibe sie an die Pfosten und die Türen deines Hauses, Hebr.: an die Pfosten deines Hauses und die Tore (die Stadt). - damit deiner Tage und der Tage deiner Söhne viele werden in dem Lande, welches der Herr deinen Vätern geschworen hat, zu geben, so lange der Himmel über der Erde ausgespannt ist. Denn wenn ihr die Gebote haltet, die ich euch anbefehle, und sie erfüllt, dass ihr den Herrn, euern Gott liebet, und auf allen seinen Wegen wandelt, und ihm treu seid, so wird der Herr alle diese Völker vor euch zerstreuen, und ihr werdet ihren Besitz erhalten, ob sie gleich größer und stärker sind als ihr. Jeder Ort, den euer Fuß betritt, wird euer sein. Von der Wüste an und vom Libanon, vom großen Strome Euphrat bis zum westlichen Meere, Süd, Nord, Ost, West. - werden eure Grenzen reichen. Keiner wird euch standhalten können; Furcht und Schrecken vor euch wird der Herr, euer Gott, über das ganze Land kommen lassen, welches ihr betreten werdet, wie er zu euch gesprochen hat. Sehet, ich lege euch heute Segen und Fluch vor: Als bleibendes Andenken und Wahrzeichen. - Segen, wenn ihr den Geboten des Herrn, eures Gottes, gehorchen werdet, welche ich euch heute anbefehle; Fluch, wenn ihr den Geboten des Herrn, eures Gottes, nicht gehorchen, sondern von dem Wege, den ich euch jetzt weise, abweichen und fremden Göttern nachfolgen werdet, die ihr nicht kennt. Die sich euch nicht wie Jahve durch Rettungstaten offenbart, also keinen Anspruch auf dankbare Verehrung erworben haben. - Und wenn dich der Herr, dein Gott, in das Land geführt, in das du ziehst, darin Wohnung zu nehmen, so sollst du den Segen auf dem Berge Garizim und den Fluch auf dem Berge Hebal sprechen, die jenseits des Jordans hinter dem Wege gegen Sonnenuntergang liegen, im Lande der Chananiter, die in der Ebene wohnen, Galgala gegenüber, welches an dem Tale liegt, das sich weithin erstreckt und hineinzieht. Vom Ostjordangebiet führt die Hauptstraße über Bethsan nach der Ebene Jesreel hinauf und wendet sich dann nach Süden, das Westjordanland in der Mitte der Länge nach durchschneidend. Beim Eintritt in die Ebene von Macha streift sie den westlich von ihr gelegenen Fuß des Hebal und des Garizim. Das hier gemeinte Galgala ist nicht das in der Nähe von Sichem gelegene. Denn ihr werdet über den Jordan ziehen, um das Land in Besitz zu nehmen, das der Herr, euer Gott, euch geben will, dass ihr es erhaltet und bewohnet. Sehet also zu, dass ihr die Satzungen und Vorschriften erfüllet, die ich euch heute vor Augen halten werde.

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