Deuteronomium 14
Biblia Sacra (Allioli-Arndt)
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c. Verschiedene, die gesetzliche Reinheit und die Verehrung Gottes betreffende Vorschriften: heidnische Gebräuche meidend, sollen die Israeliten den Unterschied zwischen reinen und unreinen Speisen beobachten und treu den Zehnten entrichten.
1 Seid Besser: Ihr seid. Da Israel der erstgeborene Sohn Jahves ist in Kraft der göttlichen Wahl, Liebe und Erziehung [2Mos 4,22, Hos 11,1], ist jeder Israelit der Sohnschaft Gottes teilhaftig. Diese verpflichtet ihn, das Wesen Jahves an sich darzustellen, also besonders seine Heiligkeit. Die Ausprägung dieser Heiligkeit am eigenen Leibe wird V. 1, V. 2, im Gebrauche der Nahrung aus der Tierwelt V. 3-21 nach diesen zwei Seiten ähnlich durchgeführt wie [3Mos 19,27]. V. 1, V. 2 enthalten also das tiefste Motiv der folgenden Vorschriften. - Söhne des Herrn, eures Gottes; machet euch keine Einschnitte Durch solche Bezeugung wilden Schmerzes wird die gottgeweihte Unversehrtheit des menschlichen Leibes verletzt. - und scheret euch nicht kahl um eines Toten willen, Am Vorderkopf, an der Stirn. Es ist gleichsam eine Verstümmelung des anerschaffenen Kopfschmuckes des Hauptes. - 2 denn du bist ein dem Herrn, deinem Gott, geheiligtes Volk; und er hat dich aus allen Völkern, die auf Erden sind, auserwählt, dass du ein ihm eigenes Volk seiest. Das ursprüngliche Gesetz [3Mos 11,3-20]. Dieses bietet [3Mos 11,8.23-25] eine Erklärung, welche das Deuteronomium nicht wiederholt. - 3 Esset nicht, was unrein Hebr.: Greuelhaft. Die Abgrenzung des Unreinen im Gesetze schloss sich der bereits beobachteten Sitte wohl möglichst eng an. - ist. 4 Dies sind die Tiere, die ihr essen dürft: Rind, Schaf, Ziege, 5 Hirsch, Reh, Büffel, Hebr. nach anderen: Hirsch, Gazelle, Damhirsch. - Steinbock, Gazelle, Antilope - Bergziege und Giraffe. Wildstier und Springbock. - 6 Jedes Tier, welches die Hufe in zwei Teile gespalten hat und wiederkäut, dürft ihr essen. [3Mos 11,3] - 7 Von denen aber, welche wiederkäuen und keine gespaltenen Hufe haben, Hebr.: Die Klauen nicht gespaltet haben. - sollt ihr nicht essen, wie: das Kamel, den Hasen, den Igel; Klippdachs. - diese wiederkäuen zwar, haben aber keine gespaltenen Klauen, deshalb sollen sie euch unrein sein. 8 Auch das Schwein soll unrein sein, weil es zwar gespaltene Klauen hat, aber nicht wiederkäut; ihr Fleisch sollt ihr nicht essen und ihr Aas nicht berühren. 9 Diese dürft ihr essen von allen Tieren, die sich im Wasser aufhalten: Alle, welche Floßfedern und Schuppen haben, esset; 10 die, welche keine Floßfedern und Schuppen haben, esset nicht, denn sie sind unrein. 11 Alle reinen Vögel esset; 12 unreine sollt ihr nicht essen, nämlich: den Adler, Allgemeiner Ausdruck, der schwerlich zwischen Adler- und Geierarten unterscheidet. - den Greifgeier, den Meeradler, 13 die Weihe, den Geier, Falken. - den Hühnergeier und dessen Arten; 14 alles, was zum Rabengeschlechte gehört, 15 den Strauß, die Nachteule, Kuckuck. - die Möwe, den Sperber nach seinen Arten; 16 den Reiher, Kauz. - den Schwan, Uhu. - den Ibis, Nachteule. - 17 den Taucher, den Purpurvogel, den Nachtraben, Pelikan, Aasgeier, Sturzpelikan. - 18 den Pelikan, den Regenpfeifer, alle mit ihren Arten, den Wiedehopf und die Fledermaus. Storch, Reiher nach seinen Arten, Wiedehopf, Fledermaus. - 19 Auch alles, was kriecht und Flügel hat, soll unrein sein und nicht gegessen werden. 20 Alles, was rein ist, dürft ihr essen. 21 Was aber gefallen ist, davon esset nicht. Dem Fremden, der innerhalb deiner Tore weilt, magst du es zu essen geben oder es ihm verkaufen; denn du bist ein dem Herrn, deinem Gott, geheiligtes Volk. Du sollst das Böcklein nicht in der Milch seiner Mutter kochen. 22 Sondere den zehnten Teil von allen deinen Früchten ab, Die Lösung der Zehnten war allbekannt. (Abraham [1Mos 14,20], Jakob [1Mos 28,22] Joseph zwei Zehnten [1Mos 47,24]) [3Mos 18,21-24]. Die von Moses gegebene Vorschrift wurde durch verschiedene Umstände nicht feste Gewohnheit, durch Habsucht, Nachlässigkeit und Not geschmälert und in Vergessenheit gebracht. - welche auf dem Felde So werden die Tiere ausgeschlossen. - Jahr für Jahr wachsen, 23 und verzehre sie vor dem Herrn, deinem Gott, an dem Orte, den er erwählt hat, damit sein Name daselbst angerufen werde, den Zehnten deines Getreides und Weines und Öles, und die Erstgeburten deiner Rinder und Schafe; damit du den Herrn, deinen Gott, allezeit fürchten lernst. Durch die Darstellung von Zehnt und Erstgeburt vor Jahve bekennen sie ihre Abhängigkeit von seinem Segen und schärfen ihr Abhängigkeitsgefühl. - 24 Wenn aber der Weg zu weit und der Ort, den der Herr, dein Gott, auserwählt hat, zu fern ist, und er dich segnet, und du kannst dies nicht alles dorthin tragen, 25 so verkaufe alles und tausche dafür Geld ein, und nimm den Erlös mit dir, und begib dich an den Ort, den der Herr, dein Gott, erwählt hat, Eine ähnliche Vergünstigung [5Mos 12,15ff], ebenso [5Mos 12,21]. - 26 und kaufe für dieses Geld alles, was dir gefällt, Rinder oder Schafe, auch Wein und starkes Getränk, und alles, was deine Seele verlangt; und iss vor dem Herrn, deinem Gott, und halte ein Mahl, du und deine Familie, 27 und der Levit, der innerhalb deiner Tore ist; habe Acht, dass du ihn nicht übergehest, denn er hat keinen anderen Anteil in deinem Besitztume. 28 Im dritten Jahre sollst du einen andern Zehnten von allem, was dir zu jener Zeit wächst, absondern und in deinen Toren niederlegen. Hebr.: Am Ende von drei Jahren sollst du den gesamten Zehnten von deinem Ertrage in jenem dritten Jahre herausgeben und in deinem Wohnorte niederlegen. Im dritten Jahre ist kein Abzug zu machen für die Zehntmahlzeit. Es ist zwischen [3Mos 27] und [4Mos 18] einerseits und [5Mos 14] andererseits eine Differenz, welche die Juden durch die Annahme zweier verschiedener Zehnten auszugleichen suchten. (Vergl. [Tob 1] in der Sept. Vulg. V. 6ff) Die späteren Juden erfassten indes oftmals nicht den Sinn früherer Gesetze und fielen in die einfachere und leichtere Praxis der Patriarchen zurück. 29 Dann möge der Levit, welcher keinen andern Anteil noch Erbbesitz mit dir hat, der Fremdling, die Waise und die Witwe, die innerhalb deiner Tore sind, kommen, und essen, und sich sättigen; dass der Herr, dein Gott, dich bei allen Werken deiner Hände, die du unternimmst, segne.
Zitiert in 10
- Dieses Kapitel Summa (EN)(I-II 102.6)
- V. 1 CCC(¶441)Summa (EN)(I-II 102.5)
- V. 14 Compendium of the Social Doctrine of the Church(302)
- V. 15 Compendium of the Social Doctrine of the Church(302)
- V. 22 Summa (EN)(II-II 87.1)
- V. 23 Summa (EN)(II-II 87.1)
- V. 28 Summa (EN)(I-II 105.2
II-II 87.1) - V. 29 Summa (EN)(I-II 105.2)