Deuteronomium 17
Biblia Sacra (Allioli-Arndt)
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Die Richter sollen die durch Zeugen Überführten strafen (V. 7); in zweifelhaften Fällen die Entscheidung der Priester einholen. (V. 13) Pflichten des zukünftigen Königs, den die Israeliten sich nach der Einnahme des Landes erwählen werden.
1 Du sollst dem Herrn, deinem Gott, kein Schaf Schaf oder Ziege. Dies Gesetz setzt bereits die Kenntnis dessen voraus, was eine Makel ist. Es handelt sich wohl um Privataltäre. - oder Rind opfern, an dem ein Fehler oder irgend ein Mangel ist; denn das ist dem Herrn, deinem Gott, ein Greuel. 2 Wenn bei dir innerhalb eines deiner Tore, Der Städte. - welche der Herr, dein Gott, dir geben wird, ein Mann oder ein Weib befunden wird, welche Böses Wie es in V. 3 beschrieben wird. - tun vor dem Herrn, deinem Gott, und seinen Bund übertreten, 3 indem sie hingehen und fremden Göttern dienen, und sie anbeten, die Sonne und Oder. - den Mond, und das ganze Heer des Himmels, was ich Der Gesetzgeber spricht in der Person Gottes, damit der Leser erkenne, dass es sich um ein wahrhaft göttliches Gebot handelt. - verboten habe, 4 und es wird dir dies berichtet, und du hörst es, und befindest nach sorgfältiger Untersuchung wahr, dass der Greuel in Israel begangen ist, 5 so sollst du den Mann und Oder. - das Weib, die einen solchen Frevel verübt haben, zu den Toren deiner Stadt hinausführen, Zuerst auf den Gerichtsplatz innerhalb des Tors [5Mos 21,19], dann zur Hinrichtung auf den Platz außerhalb desselben. [3Mos 24,14, 4Mos 15,35] - und sie sollen gesteinigt werden. Nach [5Mos 13,11] wird schon die versuchte Verführung zur Abgötterei so bestraft. - 6 Auf die Aussage von zwei oder drei Zeugen hin soll umkommen, wer getötet werden soll. Es wird also ein geordnetes Gerichtsverfahren vorausgesetzt. Waren zwei Zeugen da, so konnte, waren drei, so musste der Richter für schuldig erklären. - Niemand soll getötet werden, wenn nur einer gegen ihn Zeugnis ablegt. 7 Die Hand der Zeugen soll die erste sein, ihn zu töten, Dies wird ein falscher Zeuge nicht leicht wagen. - und die Hand des übrigen Volkes soll sich darnach gegen ihn erheben; damit du das Böse aus deiner Mitte entfernest. 8 Wenn ein Rechtsspruch zwischen Blut und Blut, Handel und Handel, Aussatz und Aussatz, Zwischen vorsätzlichem und unvorsätzlichem Totschlag, im bürgerlichen Rechtsstreit, zwischen scheinbarem und wirklichem Aussatze. Die Übersetzung des letzten Wortes ist wohl kaum richtig, da das Urteil über den Aussatz den Priestern zugehörte, also wohl: Unbilde. Im Übrigen sollen nur Zweifel bezüglich des Rechtes, nicht bezüglich der Tatsachen an die höhere Instanz gebracht werden. - dir schwer und zweifelhaft scheint und du siehst, dass die Aussprüche Meinungen. - der Richter innerhalb deiner Tore verschieden sind, so mache dich auf und gehe hin an den Ort, welchen der Herr, dein Gott, erwählen wird, Angeredet sind die Ortsrichter oder eine Auswahl derselben, Ankläger und Angeklagte, sowie die aufgerufenen Zeugen. - 9 und komme vor die Priester vom Geschlechte Levis, und vor den Richter, der zu jener Zeit sein wird; Vorbild dieses Ostergerichtes ist Moses Richteramt [5Mos 1,17, 2Mos 18,22.26]. Josaphat schärft diese Vorschrift wieder ein. [2Chr 19,8-11] Der oberste Richter [5Mos 19,17] ist nicht der Hohepriester. Vergl. [2Chr 19,11]. Das Verhältnis zu den Priestern wird nicht dargelegt. - und frage sie, so werden sie dir das der Wahrheit gemäße Urteil verkünden. [2Chr 19,10] heißt dies Gericht das Gericht Jahves, weil es unwiderruflich war und als von Jahve bestätigt galt. - 10 Alsdann tue alles, was die Vorsteher jenes Ortes sagen, den der Herr erwählen wird, und was sie dich lehren werden 11 nach seinem Gesetze; und folge ihrem Ausspruche, und weiche nicht ab, weder zur Rechten noch zur Linken. Hebr.: Gemäß der Weisung, die sie dir erteilen, und dem Urteile, das sie dir fällen, sollst du handeln, und nicht abweichen usw. - 12 Wer aber so vermessen ist, dass er dem Gebote des Priesters, der zur Zeit vor dem Herrn, deinem Gott, Dienst tut, oder dem Urteile des Richters nicht gehorchen will, der soll sterben; und du sollst das Böse aus Israel hinwegschaffen, Den Widerspenstigen töten. - 13 und das ganze Volk soll, wenn es dies hört, sich fürchten, auf dass hinfort keiner mehr sich in Vermessenheit überhebe. 14 Wenn du in das Land gezogen bist, das der Herr, dein Gott, dir geben wird, und du es in Besitz genommen hast, und darin wohnst, und dann sprichst: Ich will einen König über mich setzen, wie alle Völker ringsherum haben; 15 so sollst du denjenigen einsetzen, den der Herr, dein Gott, aus der Mitte deiner Brüder erwählen wird. Du darfst keinen Angehörigen eines andern Volkes, welcher nicht dein Bruder ist, zum Könige machen. 16 Und wenn er eingesetzt ist, soll er nicht viele Rosse halten Josue [5Mos 11,6.9] und David lähmten die Pferde der Feinde, doch bewahrte David sich 100 Pferde. Wagen und Rosse führte bei den Israeliten allgemein Salomon ein. Zur Zeit der Richter sah man wohl ein, dass es schwer war, ohne Wagen und Pferde zu kämpfen, weshalb manche solche wünschten, während andere fürchteten, es möchte dadurch das Vertrauen auf Gott gemindert werden. Vergl. [Ps 19,8, Ps 32,16.17, Ps 147,10]. Der Zweck des Verbotes ist es, den König vor Eroberungsgelüsten zu bewahren. - und das Volk nicht nach Ägypten zurückführen, Zur Zeit Moses geht die Mahnung gegen den Wankelmut der Israeliten, für spätere Zeiten hindern sie kriegerische Unternehmungen gegen Ägypten, welche etwa den Erwerb von Kriegswagen und Pferden beabsichtigen. - auf die Zahl seiner Reiterei gestützt; Hebr.: Um viele Rosse zu haben. - zumal der Herr euch geboten hat, niemals auf diesen Weg wieder zurückzukehren. 17 Er soll nicht viele Frauen haben, die sein Herz an sich ziehen, Ihn verweichlichend und fremden Göttern zuführend. - noch übergroße Massen von Silber und Gold. Beides traf bei Salomon zu. - 18 Und wenn er sich auf seinen Königsthron gesetzt hat, soll er sich eine Abschrift dieses Gesetzes in ein Buch abschreiben, Nicht notwendig persönlich, da wie V. 19 zeigt, die Kenntnis auch durch Anhören von Vorlesen erworben werden kann. Das „Gesetz“ umfasst nicht durchaus das ganze Deuteronomium, so wenig wie [Jos 8,32], sondern wohl den Abschnitt [5Mos 6,1-7,11] sowie die Flüche [5Mos 28,15ff]. Ob auch die Mahnung 7,12 – 11,32? Es handelt sich gleichsam um ein öffentliches Bekenntnis zum Gesetze, das jeder König ablegen soll. Deshalb waren einige Könige von vornherein den Priestern abgeneigt, wie ihnen sofort bei der Thronbesteigung ein solches auferlegten. - indem er sich die Vorlage von den Priestern des Geschlechtes Levi geben lässt, 19 und soll es bei sich haben und es alle Tage seines Lebens Nicht unbedingt täglich. - lesen, damit er den Herrn, seinen Gott, fürchten lerne und seine Worte und Vorschriften Hebr.: Alle Vorschriften dieses Gesetzes halte und diese Satzungen übe. - halte, die im Gesetze gegeben sind. 20 Auch soll sein Herz sich nicht hochmütig über seine Brüder erheben, Als ob ihm seiner selbst wegen und nicht durch die Gnade Jahves ein Vorzug zustehe. Die Mahnung bezieht sich besonders auf V. 16ff. - und er soll weder zur Rechten noch zur Linken abweichen, damit er und seine Söhne lange herrschen über Israel. Wie den Israeliten langes Leben im Lande der Verheißung, so wird dem Könige und seinen Nachkommen lange Herrschaft versprochen.
Zitiert in 11
- V. 2 Summa (EN)(II-II 97.4)
- V. 6 Summa (EN)(II-II 70.2)
- V. 8 Summa (EN)(I-II 105.2)
- V. 9 Summa (EN)(I-II 105.2
II-II 67.2) - V. 14 Summa (EN)(I-II 105.1)
- V. 15 Compendium of the Social Doctrine of the Church(377)Summa (EN)(I-II 105.1
II-II 63.2) - V. 18 Summa (EN)(II-II 16.2)
- V. 19 Summa (EN)(II-II 16.2)