Deuteronomium 18
Biblia Sacra (Allioli-Arndt)
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b. Das religiöse Leben: Recht der Leviten auf einen Teil der Opfer und der Erstlinge zum Ersatz für den Landteil, den sie nicht erhalten. (V. 8) Verbot, heidnische Zauberer und Wahrsager zu befragen, zugleich mit der Verheißung, dass wahre Propheten in Israel nie fehlen werden, die an sicheren Zeichen erkannt werden können.
1 Die Priester und die Leviten, und Dies „und“ ist zu streichen. Die Priester werden ausdrücklich als solche aus dem Stamme Levi bezeichnet, zum Unterschiede von den Priestern bei Privataltären, welche nicht alle Leviten waren. [Rich 6,26] - alle, welche aus diesem Stamme sind, sollen keinen Anteil noch Erbbesitz mit dem übrigen Israel erhalten, denn sie sollen sich von den Opfern des Herrn und seinen Gaben nähren, 2 und sollen nichts anderes von dem Erbbesitze ihrer Brüder erhalten; denn der Herr selbst ist ihr Erbe, wie er zu ihnen gesprochen hat. Vergl. oben [5Mos 10,9]. - 3 Folgendes soll als Recht der Priester gelten gegenüber dem Volke und „Und“ ist auszutilgen. Zur Zeit der Richter, wo der Zugang zum Heiligtum erschwert war, galt der Grundsatz [5Mos 16,17]. Dass die Israeliten in der Richterperiode in manchen Punkten von den Vorschriften Moses, vergl. [5Mos 18,3], abwichen, besagt [1Sam 2,13] ausdrücklich. – Die in diesem Verse bezeichneten Gaben sind von denen zu leisten, welche Friedopfer darbringen. Demnach erklärt und beschränkt V. 4 die Bestimmung [5Mos 12,11ff17ff]. Privatleute hatten kaum andere Friedopfer darzubringen als die Erstlinge ihrer Herden. Nur die Reicheren brachten freiwillige oder in Folge eines Gelübdes geschuldete Friedopfer. Andere Erstlinge von den Erträgnissen des Feldes folgten dem Grundsatze [5Mos 16,17]. - gegenüber denen, die Schlachtopfer darbringen: Wenn sie ein Rind oder ein Schaf opfern, so sollen sie dem Priester den Vorderbug Das Hebräische fügt noch hinzu: die Kinnbacken. - und den Magen geben; 4 sowie die Erstlinge vom Getreide, Wein und Öl, und einen Teil Hebr.: Erstlinge. Vergl. [2Mos 22,29]. - der Wolle von der Schur der Schafe; 5 denn ihn hat der Herr, dein Gott, aus allen deinen Stämmen auserwählt, dass er hintrete und dem Namen des Herrn Hebr.: Im Dienste zu stehen im Namen Jahves. - diene, er und seine Söhne immerdar. 6 Wenn ein Levit Die Leviten werden [5Mos 12,12] als in den Städten zerstreut bezeichnet und [5Mos 14,29] den Ankömmlingen beigezählt. - aus einer deiner Städte in ganz Israel, Die dem Heiligtum näher Wohnenden sollen nicht bevorzugt werden. - woselbst er wohnt, Hebr.: Wo er als Ankömmling weilt. - fortzieht und verlangt, Wie [5Mos 12,15]: Wenn du wirklich Speise wünschest; so hier: aus wahrer Andacht. - an den Ort zu kommen, den der Herr erwählen wird, 7 so mag er im Namen des Herrn, seines Gottes, Dienst tun, wie alle seine Brüder, die Leviten, welche zu der Zeit vor dem Herrn stehen werden. 8 Denselben Anteil soll er von den Speisen erhalten, wie die übrigen, außer dem, was ihm in seiner Stadt aus dem väterlichen Erbe gebührt. Hebr.: abgesehen von seinen Verkäufen nach den Vätern. Der Sinn ist dunkel; die Lesart sicher verderbt. Ein Hoherpriester steht an der Spitze [5Mos 26,3], aber von allen späteren wird nur der energielose Heli namentlich angeführt, ein Beweis, wie gering ihre Bedeutung zur Zeit der Richter war. V. 1 wird der ganze Stamm Levi als priesterlicher bezeichnet und allen an den heiligen Gaben und Erstlingen Anteil gewährt, während dies nach [4Mos 18,9ff] einzig den Aaroniten zustand. Diesen levitischen Priestern werden [5Mos 12,12.18ff, 5Mos 14,27.29, 5Mos 16,11.14, 5Mos 26,12ff] jene Leviten gleichgestellt, welche in Städten wohnen und die sicher nicht alle Aaroniten waren. Da den Leviten die Zehnten [4Mos 18] nicht mehr gegeben wurden, den Priestern die Erstgeburten, die Gaben für Gelübde und andere nicht mehr dargebracht wurden, schwand das Ansehen und der Wohlstand der Leviten, die Pracht des Gottesdienstes, die Wertschätzung der Religion allmählich. Zur Richterzeit wurden auf Privataltären von Nichtleviten Opfer dargebracht, warum sollten damals nicht einfache Leviten sich um solche Stellungen bemühen? Ja, manche gingen noch weiter und wurden Priester bei Götzenbildern und suchten aus dem Aberglauben Gewinn zu ziehen. Dass auch bei dem Heiligtume in jenem Zeitraume viel zu wünschen übrig blieb, zeigt Helis Geschichte. Um die Leviten nicht zu Grunde gehen zu lassen, boten ihnen die Priester wohl Anteil an den Opfern, doch bald ward, was zuerst Gunst war, als Recht beansprucht, die Rechte wurden gleich geachtet und der von Moses gesetzte Unterschied zwischen Priestern und einfachen Leviten verwischte sich zeitweise. - 9 Wenn du in das Land kommst, welches der Herr, dein Gott, dir geben wird, so hüte dich, die Greuel jener Völker nachahmen Moses war ein großer Prophet gewesen; vielleicht lebten auch die [4Mos 11] erwähnten Propheten nicht mehr; jedenfalls waren gewichtige Gründe vorhanden, dem Volke die Verheißung zu geben, dass es Propheten haben werde (vergl. [5Mos 5,28ff] und Balaams Voraussagung [4Mos 23,23]) und es andererseits vor falschen Propheten zu warnen. Die einmal gegebene Thora genügte im Leben eines ansässigen, organisierten Volkes in den mannigfachen Wechselfällen derselben nicht als Wegleitung, es musste das Wort Jahves in der fortdauernden Prophetie lebendig und gegenwärtig bleiben. Hebr.: zu lernen nachzuahmen. - zu wollen. 10 Es finde sich bei dir niemand, der seinen Sohn oder seine Tochter durch das Feuer gehen lässt, Etwa auch privatim? So konnte Jephte auf den Gedanken kommen, seine Tochter zu opfern. - um sie zu weihen, Fehlt im Hebr. - oder der Wahrsager befragt Diese erklären Träume [1Mos 41,4] und sagen Zukünftiges voraus. [2Mos 22,18] - und auf Träume Nach Sept.: aus Geräuschen, Stimmen weissagen. - und Vorbedeutungen Acht hat, Ganz allgemein. - oder ein Zauberer, Das hebr. Wort wird etymologisch hergeleitet: die Stimme senken und erheben. - 11 oder ein Beschwörer Nach der Erklärung der Juden: einer, der Knoten knüpft, um festzubannen, z.B. Schlangen. - ist, noch einer, der Geister Der einen Totengeist befragt. - oder Wahrsager befragt, Wie Saul [1Sam 28]. - oder von den Toten die Wahrheit erfragen will; 12 denn dies alles verabscheut der Herr, und um dieser Frevel willen wird er sie bei deinem Einzuge vertilgen. 13 Du sollst vollkommen sein und unbefleckt zu dem Herrn, deinem Gott, halten. Wenn ihr Aussprüche wünscht, haltet den Aberglauben fern. - 14 Diese Völker, deren Land du in Besitz nehmen wirst, hören auf Zeichendeuter und Wahrsager; du aber bist von dem Herrn, deinem Gott, anders unterwiesen. Du befragst Urim und Thumim und die Propheten. - 15 Einen Propheten wie ich bin Nur Gott anhängend. Ob [5Mos 34,10] auf diesen Text zurückblickt? - wird dir der Herr, dein Gott, aus deinem Volke und aus deinen Brüdern Die Lehrer des Aberglaubens waren meist Nichtisraeliten. - erstehen lassen; den sollst du hören, 16 wie du von dem Herrn, deinem Gott, auf Horeb erbeten hast, als die ganze Gemeinde versammelt war und du sagtest: Ich möchte die Stimme des Herrn, meines Gottes, nicht weiter hören und dieses große Feuer nicht mehr sehen, damit ich nicht sterbe. 17 Da sprach der Herr zu mir: Sie haben in allem wohl geredet. 18 Einen Propheten werde ich ihnen aus der Mitte ihrer Brüder erstehen lassen, der dir ähnlich ist; und ich werde meine Worte in seinen Mund legen, und er wird alles zu ihnen reden, was ich ihm gebieten werde. Vergl. [2Mos 4,15]. Während [5Mos 5,31] nur von der prophetischen Würde Moses die Rede war, wird hier verkündet, dass bleibend Propheten in Israel sein werden. Nathanael weist auf diese Stelle hin [Joh 1,45]. Auch Stephanus erwähnt die allgemeine Erwartung der Juden und Petrus wendet [Apg 3,22] den Text auf Christus an. Also wird Christus in dem Namen Propheten hier miteinbegriffen, wie Tertull., Cypr., Method., Euseb., Laktant. u. a. bezeugen. Da u. a. die Erfüllung der göttlichen Verheißung [5Mos 5,31] ihren Anfang am Berge Horeb selbst nehmen musste, also mit Moses, umfasst die Prophezeiung, wie der heilige Hieronymus bemerkt, alle zwischen Moses und Christus liegenden Propheten, wie den Herrn selbst. Das „wie mich“ besagt nicht eine vollkommene Ähnlichkeit zwischen Moses und Christus, sondern die gleiche Berufung als Prophet und Mittler von Gott an die Menschen. Eben dies zeigt auch der Zusammenhang, da zuerst von den Richtern, dann vom Könige, weiter von den Priestern, endlich von den Propheten die Rede ist. Wie die Einsetzung der Richter, Priester und Könige, wird das Prophetentum als bleibende Einrichtung bezeichnet. Die Juden warteten zur Zeit Christi nur noch auf einen Propheten, den Messias, da so viele Propheten vorausgegangen und Daniel die Zeit des Erlösers vorausgesagt; so die gleiche Erklärung festhaltend, welche die heiligen Väter bieten. - Der Vers enthält die Begriffsbestimmung des Wortes Prophet: der treue Überbringer göttlicher Aufträge an das Volk. - 19 Wer aber seine Worte, die er in meinem Namen Nicht nur: von mir beauftragt, sondern das Prophetenwort darf die Majestät des Namens Jahve für sich in Anspruch nehmen, weshalb die Propheten oft das göttliche Ich an die Stelle des Redenden setzen. - reden wird, nicht hören will, an dem werde ich es rächen. 20 Doch wenn ein Prophet, durch Vermessenheit verkehrt, in meinem Namen verkünden wollte, was ich ihm nicht geboten habe zu sagen, oder im Namen anderer Götter reden sollte, Den Anspruch auf Gehör und Gehorsam haben nur die wahren Propheten. - so soll er getötet werden. Je höher der Beruf, desto frevelhafter ist es, sich solchen anzumaßen. - 21 Wenn du nun bei dir selbst darauf sagen solltest: Wie kann ich erkennen, Von hier an redet wieder Moses, die Frage beantwortend, wie die falschen von den wahren Jahvepropheten zu unterscheiden sind. Über die Götzenpropheten ist bereits [5Mos 13,2ff] abgeurteilt. - dass der Herr ein Wort nicht geredet hat? Also die falschen Jahvepropheten. Für diese genügt das nachfolgende Kriterium, während das Eintreffen des prophetischen Wortes noch nicht an sich den Propheten legitimiert, da Gott auch das Eintreffen zur Prüfung zulassen kann [5Mos 13,4]. Das positive Kennzeichen der wahren Prophetie bietet [Mic 3,8, Jer 23,29]. - 22 so sollst du dies zum Zeichen haben: Wenn das nicht geschieht, was dieser Prophet im Namen des Herrn vorhergesagt hat, Es sind leicht festzustellende Vorhersagungen, für die nächste Zukunft in's Auge gefasst, etwa wie die Hananias [Jer 28]. Dass auch gottgewirkte Weissagung bei veränderten sittlichen Bedingungen nicht eintrifft [Jer 18,5-10], wird hier noch nicht berücksichtigt. - so hat es der Herr nicht gesprochen, sondern der Prophet hat es in der Vermessenheit seines Herzens erdichtet; und darum sollst du ihn nicht fürchten. Lass dich nicht durch geheime Furcht, er möchte am Ende doch von Gott gesandt sein, von der Vollstreckung des Todesurteils abschrecken!
Zitiert in 32
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- V. 9 Fragen(Astrology and divination
Superstition and inherited practice) - V. 10 CCC(¶2116)Summa (EN)(I-II 100.11
II-II 95.1 Fragen(Astrology and divinationII-II 95.4 II-II 95.6 II-II 95.7 II-II 96.1) Ghosts and the dead Superstition and inherited practice) - V. 11 Summa (EN)(I-II 100.11
II-II 95.1 Fragen(Astrology and divinationII-II 95.4 II-II 96.1) Ghosts and the dead Superstition and inherited practice) - V. 12 Fragen(Astrology and divination
Ghosts and the dead Superstition and inherited practice) - V. 13 Summa (EN)(I-II 98.5)Fragen(Astrology and divination
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