Deuteronomium 20
Biblia Sacra (Allioli-Arndt)
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d. Bestimmungen über Kriege: Vor dem Kampfe ist der Mut der Streiter durch die Priester mit dem Hinweise auf die von Gott verheißene Hilfe zu stärken. (V. 4) Befreiung gewisser Personen vom Waffentragen. (V. 9) Verfahren gegen belagerte und eroberte Städte.
1 Wenn du gegen deine Feinde zum Kriege ausziehst und siehst Reiter und Wagen, Bespannung und Wagen. - und ein größeres feindliches Kriegsvolk, als du hast, so fürchte dich nicht vor ihnen; denn der Herr, dein Gott, der dich aus dem Lande Ägypten geführt hat, ist mit dir. 2 Wenn aber die Schlacht nahe bevorsteht, so soll der Priester vor das Heer treten und also zum Volke sprechen: 3 Höre, Israel! ihr liefert heute eine Schlacht gegen eure Feinde, euer Herz verzage nicht, fürchtet euch nicht, weichet nicht, und erschrecket nicht vor ihnen; 4 denn der Herr, euer Gott, ist Hebr.: zieht. - in eurer Mitte und wird für euch gegen eure Feinde streiten, um euch aus der Gefahr zu erretten. 5 Auch sollen die Anführer Besser: Schreiber. - durch alle Abteilungen ausrufen, so dass das ganze Heer es hört: Wer hat ein neues Haus gebaut und noch nicht eingeweiht? Er möge hingehen und in sein Haus zurückkehren, damit er nicht etwa im Kampfe umkomme und dann ein anderer es einweihe. 6 Wer hat einen Weinberg gepflanzt und noch nicht gemeinnützig gemacht, Beziehung auf [3Mos 19,23-25]. - dass alle davon essen dürfen? Er gehe hin und kehre in sein Haus zurück, damit er nicht etwa im Kampfe umkomme und ein anderer seine Stelle einnehme. 7 Wer hat sich einem Weibe verlobt, es aber noch nicht genommen? Er gehe hin und kehre in sein Haus zurück, damit er nicht etwa im Kampfe umkomme und ein anderer sie nehme. Jener würde um sein Lebensglück gebracht, noch ehe er es genossen. Der Gesetzgeber will auch die Empfindung des Weibes schonen. [5Mos 21,10ff] Nach [5Mos 24,5] braucht man auch nach der Heirat ein Jahr lang nicht auszuziehen. - 8 Und wenn sie so gesprochen, sollen sie noch weiter zum Volke sprechen: Wer ist furchtsam und verzagten Herzens? Er gehe hin und kehre in sein Haus zurück, damit er nicht auch das Herz seiner Brüder zaghaft mache, wie er selbst von Furcht erfüllt ist. 9 Wenn dann die Heerführer Richtiger: die Schreiber. - schweigen und zu reden aufgehört haben, soll jeder seine Truppen zum Kampfe ordnen. Hebr.: so soll man Heeresoberste an die Spitze des Volkes stellen. - 10 Wenn du dich anschickst, eine Stadt Städte außerhalb Chanaans (bis V. 15). So taten auch Sennacheribs Gesandte [2Koe 18,31.32]. - zu erobern, so sollst du ihr zuerst Frieden anbieten. 11 Wenn sie ihn annimmt und dir die Tore öffnet, so soll das ganze Volk, welches in derselben ist, am Leben bleiben und dir dienstbar und zinspflichtig werden. Dies beobachtete Josue den Gabaoniten gegenüber, in der Meinung, sie seien von fern gekommen. - 12 Wenn sie aber keinen Bund mit dir eingehen will, sondern den Kampf gegen dich beginnt, so belagere sie. 13 Gibt sie dann der Herr, dein Gott, in deine Hand, so sollst du alles, was darin männlichen Geschlechtes ist, mit der Schärfe des Schwertes erschlagen, 14 ausgenommen die Weiber und die Kinder und das Vieh, und alles, was sonst noch in der Stadt ist. Die ganze Beute sollst du unter das Heer verteilen und die Beute deiner Feinde verzehren, welche dir der Herr, dein Gott, gegeben hat. 15 So sollst du mit allen Städten verfahren, welche sehr weit von dir entfernt liegen und nicht zu den Städten gehören, die du zum Besitze erhalten sollst. 16 In den Städten aber, welche dir gegeben werden, sollst du niemanden am Leben lassen, 17 sondern sollst sie mit der Schärfe des Schwertes töten, Indes bestimmte Gott für einige Völker und Städte ein noch schlimmeres Anathem, wie für Jericho [Jos 6,21], die Amalekiter [1Sam 15,3]. - nämlich die Hethiter, Amorrhiter, Chananiter, Phereziter, Heviter und Jebusiter, wie dir der Herr, dein Gott, geboten hat; 18 damit sie euch nicht etwa lehren, alle die Greuel zu tun, welche sie für ihre Götter getan haben, und ihr euch gegen den Herrn, euern Gott, versündiget. 19 Wenn du eine Stadt lange Zeit belagerst und mit Belagerungswerken umgibst, um sie zu erobern, so sollst du die Bäume nicht umhauen, von denen man essen kann, noch mit der Axt die Gegend ringsherum verheeren; denn Hebr.: Oder sind etwa die Bäume des Feldes Menschen, dass auch sie der Belagerung deinerseits unterworfen werden sollten? es ist ein Baum und nicht ein Mensch, und kann die Zahl der gegen dich Kämpfenden nicht vermehren. 20 Wenn aber die Bäume nicht fruchttragend, sondern wild und zu anderm Gebrauche dienlich sind, magst du sie umhauen und davon Belagerungswerke bauen, bis du die Stadt einnimmst, welche mit dir im Kampfe liegt.
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