Deuteronomium 3
Biblia Sacra (Allioli-Arndt)
Public domain Quelle: vulgata.info
Gottes Beistand in dem Siege über den mächtigen Og, König von Basan, und in der Befestigung des Landes Sehons und Ogs. (V. 11) b. Mahnung, dass sich an ihnen die Verheißungen Gottes erfüllen sollen, da die Stämme Ruben, Gad und halb Manasse bereits das Land jenseits des Jordans erhalten. (V. 20) c. Notwendigkeit, sich auch an die göttliche Gerechtigkeit zu erinnern, die so streng ist, dass Moses selbst von dem Betreten des verheißenen Landes wegen der Sünden Israels ausgeschlossen und Josue von Gott an seine Stelle gesetzt sei.
1 Da wandten wir uns und zogen den Weg nach Basan hinauf; und Og, der König von Basan, zog aus und rückte uns mit seinem Volke zum Kampfe entgegen nach Edrai. 2 Da sprach der Herr zu mir: Fürchte dich nicht vor ihm, denn er ist mit seinem ganzen Volke und seinem Lande in deine Hand gegeben; und du sollst an ihm tun, wie du an Sehon, dem Könige der Amorrhiter, getan hast, der in Hesebon wohnte. 3 Der Herr, unser Gott, gab also auch Og den König von Basan, und sein ganzes Volk in unsere Hand, und wir schlugen sie bis zur Vernichtung 4 und verheerten zur selben Zeit alle seine Städte; nicht eine Stadt entging uns, sechzig Städte, der ganze Landstrich Argob vom Reiche Ogs in Basan. V. 1 - 3 fast wörtlich auch [4Mos 21,33-35]. Argob war ein Teil der Landschaft Basan. - 5 Alle waren befestigte Städte mit hohen Mauern, mit Toren und Riegeln, nicht gerechnet die unzählbaren Städte, welche keine Mauern hatten. 6 Und wir vernichteten sie, wie wir Sehon, dem Könige von Hesebon, getan, und zerstörten alle Städte, und vertilgten Männer, Weiber und Kinder; 7 das Vieh aber und den Raub aus den Städten machten wir zur Beute. 8 So entrissen wir damals das Land der Hand der beiden Könige der Amorrhiter, welche jenseits des Jordans waren, vom Bache Arnon bis zum Berge Hermon, 9 den die Sidonier Sarion und die Amorrhiter Sanir nennen; Bemerkung des Bearbeiters des Textes. - 10 alle Städte, die in der Ebene liegen, und das ganze Land Galaad und Basan bis Selcha Astaroth? - und Edrai, die Städte des Reiches Ogs in Basan. 11 Denn Erklärende Bemerkung über das Schicksal der Raphaiter, welche in der Landschaft Basan wohnten. Nur Og allein unter den Raphaitern hatte Widerstand geleistet. - Og der König von Basan, war allein vom Geschlechte der Riesen noch übrig. Man zeigt sein eisernes Bett in Rabbath, der Stadt der Söhne Ammons, neun Ellen lang und vier Ellen breit nach dem Maße des Ellenbogens eines Mannes. Aus der Größe des Bettes schließt der Bearbeiter auf die außergewöhnliche Größe Ogs. Er verbürgt sich indes nicht selbst für die Echtheit des Bettes: Man zeigt. - 12 Und wir nahmen in jener Zeit das Land in Besitz, von Aroer an, das am Ufer des Baches Arnon liegt, bis zur Hälfte des Gebirges von Galaad; und seine Städte gab ich Ruben und Gad. 13 Den übrigen Teil von Galaad aber und ganz Basan vom Königreiche Ogs gab ich dem halben Stamme Manasse, den ganzen Landstrich Argob; ganz Basan heißt das Riesenland. Besser: Land der Raphaiter. - 14 Jair, der Sohn Manasses, erhielt den ganzen Landstrich Argob bis an die Grenzen der Gessuriter und Machatiter zum Besitze. Und er nannte Basan nach seinem Namen Havoth Jair, das ist die Dörfer Jairs, bis auf den heutigen Tag. Bemerkung eines Überarbeiters, ebenso wie 13b. - 15 Und dem Machir gab ich Galaad. Vergl. den halben Nordteil. (V. 13) - 16 Und den Stämmen Ruben und Gad gab ich das Gebiet vom Lande Galaad bis an den Bach Arnon, bis zur Hälfte des Baches, als Grenze bis an den Bach Jebok, Das ganze Tal des oberen Jebok, alle Quelltäler des Jebok gehören noch den Ammonitern. - der die Grenze der Söhne Ammons bildet, 17 und die Ebene der Wüste, und den Jordan, und das Gebiet von Kenereth, bis zum Meere der Wüste, dem Salzmeere, bis zu den Abhängen des Gebirges Phasga gegen Osten. Die Gaditen sollen also zwischen den Manassiten jenseits und diesseits des Jordans Wohnsitze erhalten. Nur die Manassiten sind unter den Stämmen jenseits des Jordans vom Flusse abgeschnitten. - 18 Zu jener Zeit befahl ich euch Den Stämmen jenseits des Jordans. - und sprach: Der Herr, euer Gott, gibt euch dieses Land zum Erbbesitze; so ziehet denn gerüstet vor den Söhnen Israels, euern Brüdern her, alle ihr streitbaren Männer, Vergleiche das Lob [Jos 22,1ff]. - 19 ohne Weiber und Kinder und Vieh; denn ich weiß, dass ihr viel Vieh habt: dies soll in den Städten zurückbleiben, welche ich euch gegeben habe, 20 bis der Herr euern Brüdern Ruhe schenkt, so wie er sie euch geschenkt hat, und auch sie das Land in Besitz genommen haben, das er ihnen jenseits des Jordans geben will; alsdann mag ein jeder zu seinem Besitztum zurückkehren, das ich euch gegeben habe. 21 Josue ferner gebot ich zu jener Zeit und sprach: Deine Augen haben gesehen, was der Herr, euer Gott, an diesen zwei Königen getan hat; ebenso wird er an allen Reichen tun, in welche du nun hinüberziehen wirst. Der Sache nach fällt V. 21 mit [5Mos 31,3-6] zusammen. Josue war schon von [2Mos 17] an Führer, er soll schlimme Feinde angreifen, darum macht Gott ihm Mut. [5Mos 3,28] und [5Mos 31,7ff, 5Mos 14,23ff] handeln von der Erhebung Josues zur Fürstenwürde. - 22 Fürchte sie nicht; denn der Herr, euer Gott, wird für euch streiten. 23 Zu jener Zeit bat ich auch den Herrn und sprach: Hebr.: Da flehte ich zu jener Zeit also zu Jahve. - 24 Herr, Gott! du hast begonnen, deinem Knechte deine Größe und deine starke Hand zu zeigen; denn es ist kein anderer Gott im Himmel oder auf Erden, der deine Werke tun und dir an Macht verglichen werden könnte. 25 Lass mich doch hinüberziehen und dies so gute Land jenseits des Jordan, und dies herrliche Gebirge, und den Libanon Entweder hatte Moses diesen Namen bereits gehört oder derselbe ist später eingefügt. - schauen! 26 Aber der Herr war über mich um euretwillen erzürnt und erhörte mich nicht, Gott wollte mir die Strafe nicht erlassen, damit meine Straflosigkeit nicht euren Übermut steigerte. Lass es genug sein! So sprach Moses zu Kore. Da er des Herrn Ehre verteidigt, so spricht hier der Herr zu ihm. - sondern sprach zu mir: Lass es genug sein! Rede ferner nicht mehr von dieser Sache zu mir. 27 Steige auf den Gipfel des Phasga, und wende deine Blicke gegen Abend und gegen Mitternacht, und gegen Mittag und gegen Morgen, und schaue; Aaron hatte nicht einmal dies erlangt. - denn du wirst den Jordan hier nicht überschreiten. 28 Beauftrage Josue, und ermutige ihn, und kräftige ihn; denn er Nicht du. - soll dieses Volk führen und das Land, das du sehen wirst, unter sie verteilen. 29 Und so blieben wir im Tale, dem Götzentempel Phogors gegenüber. Vergl. [5Mos 4,46]. Es ist die letzte Station. [4Mos 22,1] Gott war euer Schützer, er wird euch auch weiter beistehen, wenn ihr euch vor einer Sünde hütet, dem Ungehorsam gegen Jahve, insbesondere durch Götzendienst.