Jesus Sirach 10
Biblia Sacra (Allioli-Arndt)
Public domain Quelle: vulgata.info
Über Fürsten und Ungebühr. (V. 22) Wahres Lob verschafft einzig die Furcht Gottes. [JSir 11,6]
1 Ein weiser Richter spricht seinem Volke Recht und die Herrschaft des Verständigen hat Bestand. 2 Wie der Richter des Volkes, so sind auch seine Diener; und wie der Vorsteher einer Stadt, so sind auch ihre Bewohner. 3 Ein unweiser König richtet sein Volk zugrunde, Durch schlechte Verwaltung und ebensolches Beispiel. - aber durch die Weisheit der Herrscher werden die Städte volkreich. 4 In der Hand Gottes liegt die Herrschaft über die Erde Wie erlangt man einen guten Fürsten? Man bittet Gott darum. - und er bestellt ihr zur rechten Zeit einen tauglichen Herrscher. 5 In der Hand Gottes steht des Menschen Woher Untergang der reiche? Von Unbill und Hochmut, diese also sind zu meiden. - Wohlergehen und des Beamten Angesicht verleiht er seine Würde. 6 Keiner Unbill, die dir dein Nächster angetan, gedenke und begehe bei dem, was du tust, kein Unrecht. 7 Der Hochmut ist bei Gott und den Menschen verhasst und alle Ungerechtigkeit der Völker Jene, die Gott fernstehende Völker zu begehen pflegen. - ist ein Greuel. 8 Die Herrschaft geht von einem Volke auf ein anderes über Durch Verschuldung des ersteren. - wegen Ungerechtigkeit, Gewalttaten, Schmähungen und allerlei Arglist. 9 Nichts ist lasterhafter als ein Geiziger. Die Vulgata hat eine andere Anordnung als der griech. Text. Griech.: Was überhebt sich Staub und Asche? Denn noch im Leben habe ich seine Eingeweide ausgeschüttet (ihn dem Tode geweiht). Hebr.: Was überhebt sich Staub und Asche? Denn mit dem Körper wird sein Leben hinweggenommen werden. Eine kleine Krankheit (kommt), der Arzt scherzt (über sie). Ja, heute (noch) König und morgen tot. - Was überhebt sich Erde und Staub? 10 Nichts ist frevelhafter als das Geld zu lieben; Wiederholung aus V. 9. - denn wer dies tut, dem ist selbst seine Seele feil; während er noch lebt, schüttet er seine Eingeweide aus. Um Geld zu gewinnen, setzt er sich jeder Gefahr aus. - 11 Aller Gewaltherrschaft Leben ist kurz. Eine langwierige Krankheit fällt dem Arzte beschwerlich. So würde eine lange Gewaltherrschaft dem Volke allzu beschwerlich werden. - 12 Eine kurze Krankheit schneidet der Arzt weg, so ist auch einer heute König und morgen wird er sterben. 13 Und wenn der Mensch tot ist, sind Schlangen, wilde Tiere und Würmer sein Erbteil. Wenn dies das Ende des Leibes, vergl. [Job 17,14], darf da der Mensch sich überheben? - 14 Der Anfang der Hoffart des Menschen ist der Abfall von Gott. Indem der Mensch seinen Willen dem göttlichen vorzieht. - 15 Denn von seinem Schöpfer hat sich sein Herz abgewendet, weil die Hoffart der Anfang aller Sünde ist; wer darin verharrt, wird mit Fluch überhäuft Er begeht viele und schwere Sünden. - und sie wird ihn zuletzt zugrunde richten. 16 Darum Wie der Ursprung des Hochmutes schrecken muss, so seine Strafen. - beraubt der Herr die Zusammenrottungen der Bösen der Ehre und vernichtet sie gänzlich. 17 Die Throne stolzer Fürsten stürzt Gott und setzt Sanftmütige an ihre Stelle. 18 Stolze Völker lässt Gott bis auf die Wurzel verdorren und pflanzt statt ihrer Demütige von denselben Völkern. Vergl. [Ps 43,3, Ps 79,9.10]. - 19 Die Länder der Völker verheert der Herr und zerstört sie bis auf den Grund. Vergl. [1Mos 3,17.18, Jes 13,19ff]. - 20 Einige von ihnen lässt er verdorren und vernichtet sie und vertilgt ihr Andenken von der Erde. Wie [5Mos 32,26] angedroht ist. - 21 Gott vertilgt das Andenken der Stolzen und lässt das Andenken der demütig Gesinnten bestehen. 22 Nicht ist dem Menschen die Hoffart anerschaffen noch der Zorn dem von Weibern Geborenen. 23 Ein Geschlecht von Menschen, das Gott fürchtet, steht in Ehren, aber ein Geschlecht, welches des Herrn Gebote übertritt, geht der Ehre verlustig. 24 Ein Oberhaupt ist geehrt unter seinen Brüdern; so sind, die den Herrn fürchten, es in seinen Augen. Vergl. [1Sam 2,30]. - 25 Der Ruhm der Reichen, der Angesehenen und der Armen ist die Furcht Gottes. Der wahre Vorzug des Menschen beruht auf seiner rechten Stellung zu Gott. - 26 Verachte Daher. - einen Gerechten Also einen wahren Weisen. - nicht, weil er arm ist, und ehre einen Sünder nicht, weil er reich ist. 27 Der Große und der Richter und der Machthaber Drei verschiedene Klassen von Menschen. - sind hochgehalten; aber keiner ist größer als wer den Herrn fürchtet. Fürchten jene Gott nicht, so ist jeder Gottesfürchtige größer. - 28 Einem einsichtsvollen Knechte müssen Und tun es gern. - auch die Freien dienen; und ein kluger und wohlgesitteter Mann murrt nicht, wenn er zurechtgewiesen wird. Ein Unwissender wird nicht geehrt. Zusatz der Vulgata. - 29 Überhebe dich nicht bei deinem Tun und säume nicht zur Zeit der Bedrängnis. Halte dich nicht für zu vornehm, um etwas zu tun, und meine in der Zeit der Not nicht, du dürftest lässig bleiben wegen deines hohen Adels. - 30 Besser ist, wer arbeitet Wer emsig arbeitet. - und an allem Überfluss hat, als wer sich rühmt und an Brot Mangel leidet. 31 Sohn! erhalte deine Seele in Sanftmut Griech.: mit Demut ehre. Der rechten Furcht Gottes widerspricht auch die Selbstverachtung. Demut und die richtige Wertschätzung seiner selbst sind nicht unverträglich. - und erweise ihr Ehren nach ihrem Verdienste. So wenig wie anderen, tue dir selbst Unrecht. - 32 Wer wird den für schuldlos halten, der wider seine eigene Seele sündigt? Und wer wird den ehren, der seine eigene Seele verunehrt? 33 Der Arme steht wegen seiner Einsicht und Furcht in Ehren und manche werden wegen ihres Reichtums geehrt. Doch solche Ehre ist sehr hinfällig. 34 Wer aber schon in seiner Armut geehrt wird, wie viel mehr im Reichtume? Und wer seinen Ruhm in Reichtum setzt, möge die Armut fürchten.
Zitiert in 27
- V. 1 Summa (EN)(III 59.1)Fragen(How a Catholic may vote)
- V. 2 Summa (EN)(II-II 64.4
III 64.6) Fragen(How a Catholic may vote) - V. 3 Fragen(How a Catholic may vote)
- V. 4 Fragen(How a Catholic may vote)
- V. 5 Fragen(How a Catholic may vote)
- V. 9 Summa (EN)(II-II 118.5
II-II 162.6) - V. 10 Summa (EN)(II-II 118.5)
- V. 14 Summa (EN)(I-II 84.2
II-II 12.1 II-II 19.9 II-II 158.7 II-II 162.3 II-II 162.5 II-II 162.7) - V. 15 Summa (EN)(I-II 72.3
I-II 84.2 II-II 12.1 II-II 133.1 II-II 162.7 II-II 163.1 II-II 170.2 Suppl 1.1) - V. 31 Summa (EN)(II-II 157.4)