Jesus Sirach 15

Das Suchen nach Weisheit und Güter.

Wer Gott fürchtet, tut Gutes Hebr.: also. Ebenso viele lat. Codd. - und wer sich an die Gerechtigkeit hält, wird ihrer teilhaftig werden. Sie wird ihm entgegenkommen wie eine ehrwürdige Mutter und wie eine jugendliche Gattin ihn aufnehmen. Sie wird ihn speisen mit dem Brote des Lebens und der Einsicht und ihn tränken mit dem Wasser der Weisheit des Heiles und sie wird seine Stütze sein, dass er nicht wankt. Sie wird ihn halten und nicht zuschanden werden lassen und wird ihn erhöhen bei Vielmehr: vor seinen Nächsten, über diese. Eine Weise dieser Erhöhung folgt in V. 5. - seinen Nächsten. und inmitten der Gemeinde wird sie seinen Mund eröffnen, Ihn beredt machen. - ihn Dieser Versteil ist ausschließlich der Vulgata eigen. Wer die verständigen Menschen sind, ist in V. 1 gesagt. - erfüllen mit dem Geiste der Weisheit und Erkenntnis und ihn mit dem Kleide der Herrlichkeit bekleiden. Mit Wonne und Freude wird sie ihn überhäufen und ihm ewigen Ruhm zum Erbe geben. Unverständige Gottlose. - Menschen werden ihrer nicht teilhaftig, verständige Menschen aber begegnen ihr; unverständige Menschen schauen sie nicht, denn sie ist fern von Übermut und Trug. Lügenhafte Menschen wissen nichts von ihr, aber wahrhafte Männer findet man bei ihr und diese werden fortschreiten bis zum gnädigen Anschauen Gottes. Nicht findet sich liebliches Lob im Munde des Sünders. In V. 7 und 8 fügt die Vulgata diesen Gegensatz bei. - Geht doch die Weisheit von Gott aus; Hebr. griech.: denn es wird ihm keines von Gott gewährt. Vulg.: Gott verleiht dem Sünder jene wahre Weisheit nicht, die nur von ihm ausgeht, deshalb ist das Lob Gottes im Munde des Sünders nicht ohne Beimischung von Eitelkeit und Falschheit. - da zur Seite der Weisheit Gottes Lob steht, Gottes Lob geht von der Weisheit aus. - und in dem Munde des Getreuen ist sie in Fülle, der Herr verleiht sie ihm. Der Gerechte lobt Gott oft und der Herr gibt ihm immer neue Gnaden, sein Lob zu verkünden. - Sage nicht: Es kommt von Gott, dass sie nicht bei mir ist; tue nur nicht, was er hasst. Sündige nur nicht, so gibt er sie dir; tust du aber, was er hasst, wie soll er sie dir verleihen? - Sprich nicht: Er selbst hat mich irre geführt; denn er bedarf gottloser Menschen nicht. Welches Ziel könnte er dabei haben? Vergl. [Jak 1,13.14]. Gott wünscht im Gegenteil, dass die Sünder ablassen vom Bösen. - Allen Abscheu des Irrtums Alles, was schlecht und verwerflich ist. - hasst der Herr und die ihn fürchten, lieben jenen nicht. Hebr.: Und Gott lässt nicht zu, dass er denen zustoße, die ihn fürchten. - Gott hat den Menschen von Anfang geschaffen und ihn im Besitze freier Willensentscheidung gelassen. Dazu gab er ihm seine Gesetze und Gebote. Griech. hebr. So du willst, wirst du die Gebote halten, und Treue zu halten hängt von deinem Wohlgefallen ab. Vulg.: Dem freien Willen des Menschen hat er seien Gebote vorgestellt. - Willst du seine Gebote halten und auf immer ihm zum Wohlgefallen Treue üben, so werden sie dich erhalten. Feuer und Wasser hat er dir vorgelegt; Erfrischendes Wasser und verzehrendes Feuer. Gott hat seien Gebote gegeben mit großen Verheißungen für die Gehorsamen, mit Androhung von Strafen für die Übertreter. - wonach du willst, strecke deine Hand aus. Der Mensch hat vor sich Leben und Tod, Gutes und Böses; Zusatzerklärung der Vulgata. - was er will, wird ihm gegeben. Denn groß ist Gottes Weisheit Gottes Weisheit hat es so geordnet, damit der Mensch durch guten Gebrauch seiner Freiheit das Leben erwerbe. - und gewaltig seine Macht Niemand kann ihn hindern zu tun, was er versprochen oder gedroht hat. - und er schaut auf alles ohne Unterlass. Da er eines jeden Werke kennt, kann er jedem nach Gebühr vergelten. - Die Augen des Herrn sehen auf die, welche ihn fürchten, Auf sie schaut er mit besonderer Fürsorge. und er kennt jegliches Tun des Menschen. Er gebietet niemanden, gottlos zu handeln, und gibt niemanden Erlaubnis zu sündigen, denn er verlangt nicht nach vielen Kindern, wenn diese untreu und unnütz sind.

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