Jesus Sirach 21
Biblia Sacra (Allioli-Arndt)
Public domain Quelle: vulgata.info
Warnung vor der Sünde. (V. 11) Unterschied des Weisen und des Toren.
1 Mein Sohn! hast du gesündigt, so tue es nicht wieder Damit du dich nicht an die Sünde gewöhnst und Gottes Zorn noch mehr hervorrufest. - und bitte auch wegen der früheren um Verzeihung, dass sie dir vergeben werden. Im Folgenden zeigt er besonders, welche Sünden zu fliehen sind. - 2 Fliehe vor der Sünde wie vor einer Schlange; denn wenn du ihr zu nahe kommst, so ergreift sie dich. 3 Ihre Zähne sind wie Zähne des Löwen und rauben dem Menschen das Leben. Keine Rettung ist mehr möglich. - 4 Jedes Unrecht ist wie ein zweischneidiges Schwert, seine Wunden sind unheilbar. 5 Gewalttat und Frevel vernichten Reichtum und Zusatz der Vulgata. - ein sehr reiches Haus richtet der Hochmut zu Grunde, so geht des Hochmütigen Vermögen verloren. 6 Das Flehen des Notleidenden. - Armen dringt nur von dessen Munde bis zu seinen Gottes. - Ohren und schnell wird sein Des Bösen. - Gericht herbeikommen. 7 Wer Zurechtweisung hasst, geht auf der Bahn des Sünders; wer aber Gott fürchtet, bekehrt sich im Herzen. 8 Von weitem ist kenntlich, wer eine kecke Zunge hat, doch der Verständige weiß, dass er an ihm zu Falle gebracht werden kann. 9 Wer sein Haus mit fremdem Gelde Erpresstem oder erlistetem Gelde. - baut, gleicht dem, der seine Steine für den Winter sammelt. Ein im Winter aufgeführter Bau hat keine Festigkeit. - 10 Die Rotte der Sünder ist wie ein Haufen Werg und ihr Ende Feuerflammen. 11 Der Weg der Sünder ist mit Steinen gepflastert, Also bequem. - aber sein Ende ist Unterwelt, Finsternis und Strafe. 12 Wer die Gerechtigkeit beobachtet, wird seinen Sinn Sinnlichkeit. - bezwingen. 13 Vollkommene Furcht Gottes ist Weisheit und Einsicht. 14 Wer nicht im Guten erfahren ist, nimmt keine Zucht an. 15 Es gibt aber eine Geschicklichkeit, welche voll Bosheit ist, und Zusatz der Vulgata. - wo Bitterkeit Der Bosheit. - waltet, ist keine Einsicht. 16 Die Erkenntnis des Weisen wächst wie eine Wasserflut und seine Einsicht ist wie ein lebendiger Quell. 17 Das Herz des Toren ist wie ein zerbrochenes Gefäß, es behält keine Weisheit. 18 Hört ein Verständiger ein weises Wort, so lobt er es und tritt ihm bei; hört es ein Leichtfertiger, so missfällt es ihm und er wirft es hinter seinen Rücken. 19 Das Gespräch eines Toren drückt wie eine Bürde auf dem Wege, aber auf den Lippen des Einsichtigen findet sich Anmut. 20 Der Mund des Weisen wird in der Gemeinde Bei Beratungen. - gesucht und sein Wort wird zu Herzen genommen. 21 Wie ein zerstörtes Haus, so ist die Weisheit dem Toren und die Einsicht des Unverständigen sind unverständliche Worte. 22 Wie eine Fußfessel an den Füßen ist dem Toren die Zucht und wie Handschellen an der rechten Hand. Sie hemmen die Freiheit seiner Leidenschaften. - 23 Der Tor lässt seine Stimme beim Lachen laut erschallen, der weise Mann aber lächelt kaum still. Ein besonderes Beispiel an Stelle der gesamten körperlichen Haltung. - 24 Wie ein goldener Schmuck ist für den Klugen die Belehrung und wie ein Geschmeide am rechten Arme. 25 Der Fuß des Toren geht schnell in des Nächsten Haus, der erfahrene Mann aber hat Ehrfurcht vor der Stellung des Mächtigen. Einfacher griech.: wird aus Ehrfurcht zurückgehalten (zu handeln wie der Tor). - 26 Der Unverständige sieht durch das Fenster ins Haus, In frecher Neugierde. - aber der wohlgesittete Mann bleibt draußen stehen. Bescheiden, bis man ihn einlässt. - 27 Es ist Torheit von einem Menschen, an der Tür zu lauschen, und der Kluge würde sich mit Schmach beladen. 28 Die Lippen der Toren erzählen törichte Dinge; die Worte der Weisen aber sind auf der Waage abgewogen. 29 Die Toren haben ihr Herz im Munde, die Weisen aber den Mund im Herzen. Der Tor kann keine Gemütsbewegung zurückhalten und besiegen, der Weise spricht nichts, was er nicht zuvor reiflich erwogen. - 30 Wenn der Gottlose dem Teufel Hebr.: den Widersacher. Denn wenn er wollte und nicht zustimmte, könnte ihn jener nicht zur Sünde verführen. Indem er jenen anklagt, klagt er sich an, indem er jenem flucht, flucht er sich, da er sich jenem überlassen. - flucht, so flucht er sich selbst. 31 Der Ohrenbläser befleckt sich selbst und ist bei allen verhasst, und wer bei ihm weilt, wird gehasst, der Verschwiegene und Verständige wird geehrt. Glied 2, 3 Zusätze der Vulgata.
Zitiert in 4
- V. 2 Summa (EN)(II-II 35.1
II-II 62.8) - V. 28 CCC(¶2477)
- V. 30 Summa (EN)(II-II 76.1)