Jesus Sirach 23

Gebet zu Gott. (V. 6) Die Sünden der Zunge, der Ehebruch.

Herr, Vater und Gebieter meines Lebens! überlass mich nicht ihren Des Mundes und der Zunge. - Anschlägen und lass mich nicht durch sie zu Falle kommen! O dass doch Geißeln über meine Gedanken geschwungen würden und vor meinem Herzen die Lehre der Weisheit stände, auf dass meiner bei ihrer Bei dem, was Herz und Sinn aus Mangel an Überlegung tun. Den Gegensatz bilden überlegte Sünden und Hochmut. - Unwissenheit nicht geschont werde und ihre Sünden nicht offenbar werden; Da die Zucht die fehlerhafte Neigung nicht zum Werke fortschreiten lässt. - dass meine Verirrungen sich nicht mehren und meine Sünden sich nicht häufen und Doppelübersetzung. - meine Missetaten nicht überhandnehmen und ich so zu Falle komme vor meinen Widersachern und mein Feind sich über mich freue! O Herr, Vater und Gott meines Lebens! überlass mich nicht ihren Anschlägen! Den Anschlägen der Feinde. - Lass mich nicht meine Augen stolz erheben und wende alle bösen Gelüste von mir ab! Nimm des Bauches Gier von mir, lass mich nicht von fleischlichen Lüsten ergriffen werden, gib mich nicht einem schamlosen und unbändigen Sinne preis! Vernehmet, Kinder! die Zucht des Mundes; wer sie bewahrt, wird nicht durch seine Lippen zugrunde gehen und Zusatz der Vulgata. - durch böse Werke nicht verführt werden. In seiner eigenen Eitelkeit In der Torheit seiner Worte. - wird der Sünder gefangen und der Stolze und Lästerer straucheln durch sie. Gewöhne deinen Mund nicht an das Schwören, denn Zusatz der Vulgata. - vielfach ist der Sturz durch dasselbe. Den Namen Gottes führe nicht stets in deinem Munde und Zusatz der Vulgata. - missbrauche die Namen der Heiligen nicht, denn sonst wirst du nicht frei von Schuld bleiben. Wie nämlich ein Knecht, der beständig gezüchtigt wird, nie der Striemen ledig wird, so kann keiner, der schwört und Gott nennt, rein sein von Sünden. Sondern die Flecken der Sünde an sich aufweisen. - Ein Mann, der viel schwört, häuft Unrecht auf Unrecht und die Strafe wird nicht von seinem Hause weichen. Erfüllt er seinen Schwur nicht, so liegt die Versündigung auf ihm; und achtet er dies nicht, Indem er seinen Eid nicht erfüllt. - so sündigt er doppelt. Zur Leichtfertigkeit die Untreue gesellend. - Schwört er aber falsch, so wird er nicht gerechtfertigt; denn sein Haus wird mit Heimsuchungen zur Vergeltung belastet werden. Es gibt noch eine andere Rede, neben welcher der Tod steht; Als Strafe. Vergl. [3Mos 24,14-16]. - möge sie im Erbteile Jakobs Im Volke Israel. - nicht erfunden werden. Denn fern bleibt dies alles von Frommen und sie lassen sich nicht in Sünden verwickeln. Gewöhne deinen Mund nicht an ungebührliche Reden, Griech.: An schmutzige, rohe Redeweise. - denn in solchen liegt der Ausdruck der Sünde. Gedenke deines Vaters und deiner Mutter, Die Erinnerung an die Eltern soll vor Zungensünden bewahren. - wenn du inmitten von Vornehmen stehst, Besonders dann erinnere dich, dass die Schmach, die dich trifft, auf die Eltern zurückfällt. - damit Gott deiner nicht vor ihnen vergesse Griech.: Damit du vor denselben (jener) nicht vergessest. - und du dich daran gewöhnest, so ein Tor werdest und Schmach leidest und lieber nicht geboren sein möchtest und den Tag deiner Geburt verfluchest. Vergl. [Job 3,1; Jer 20,14]. - Ein Mensch, der sich an Schimpfreden gewöhnt, bleibt sein Leben lang ohne Zucht. Zwei Arten von Menschen begehen häufig Sünden und die dritte zieht sich Zorn und Verderben zu: Die an letzter Stelle Genannten sind die schlimmsten. - Eine Seele, die wie brennendes Feuer ist, kommt nicht eher zur Ruhe, als bis sie etwas verschlungen hat. Ein Unzüchtiger lässt nicht von den Gelüsten seines Fleisches ab, bis er das Feuer entfacht hat. Griech.: als bis das Feuer ausgebrannt ist. Wie das Feuer brennt, so lange es Nahrung findet, so lässt der Unzüchtige nicht von seiner Selbstbefleckung, bis er seinen Leib vollkommen dem Verderben überliefert hat. (Nach dem Griech.: durch Sünden mit Blutsverwandten.) - Einem hurerischen Menschen schmeckt jede Speise süß, Ist jede Gelegenheit willkommen. - er wird des Sündigens nicht müde bis ans Ende. Ein Mensch, der von seinem Ehebette weicht Um ein fremdes aufzusuchen. - und seine Seele nicht achtet Zusatz der Vulgata. Im Ehebruch ergriffen, wird er entweder von dem Ehemanne getötet oder muss nach dem Gesetze sterben. Doch von Leidenschaft verblendet, verspricht er sich Sicherheit vor den Menschen, Straflosigkeit von Gott, den er nicht fürchtet. - und spricht: Wer sieht mich? Finsternis ist um mich her, die Wände verbergen mich, und niemand sieht mich. Wen sollte ich scheuen? Der Höchste wird meiner Sünden nicht achten. Er bedenkt nicht, dass das Auge Gottes alles sieht, dass eine solche Menschenfurcht und die Rücksicht der Menschen, welche ihn fürchten, Nur Menschen fürchten. - ihm die Furcht vor Gott raubt. Er weiß nicht, dass die Augen Gottes viel heller sind als die Sonne, dass sie auf alle Wege der Menschen schauen und die tiefsten Abgründe und die verborgensten Winkel im Herzen der Menschen durchdringen. Griechisch: Ja, er hat Furcht vor der Menschen Augen und weiß nicht, dass das Herrn Augen, tausendmal heller als die Sonne, auf alle Wege der Menschen blicken und in die verborgenen Winkel hineinschauen. - Denn Gott dem Herrn war alles bekannt, ehe er es schuf; und so schaut er alles, nachdem es vollbracht ist. Ein solcher wird auf den Straßen der Stadt gestraft Der Anlage des A. B. entsprechend wird die auf Erden folgende Strafe geschildert. Er hat vermeint, heimlich zu sündigen, und wird öffentlich, unvermutet gestraft. - und wie ein Füllen verjagt Vergleich der Vulgata zur Kennzeichnung der Hässlichkeit des Ehebruches und der Flucht nach der Ertappung. - und, wo er es nicht vermutet, ergriffen werden. Er wird vor allen zuschanden, weil er die Furcht des Herrn nicht kannte. Zusatz der Vulgata. - Solches widerfährt auch jeder Frau, die ihren Mann verlässt und aus fremder Beiwohnung Erben zur Welt bringt; denn einmal war sie gegen das Gesetz des Allerhöchsten ungehorsam, sodann hat sie sich gegen ihren Mann versündigt, drittens hat sie sich durch Ehebruch befleckt und von einem anderen Manne Kinder zur Welt gebracht. Eine solche wird vor die Versammlung der Gemeinde geführt Zur Steinigung. Vergl. [3Mos 20,10; 5Mos 22,22]. - und über ihre Kinder wird Untersuchung angestellt werden. Griech.: und auch über ihre Kinder ergeht Heimsuchung. - Ihre Kinder werden nicht Wurzel schlagen und ihre Zweige nicht Früchte tragen; Vergl. [Weish 3,16ff; Weish 4,3ff]. – Solche Kinder werden keine Nachkommenschaft haben. - sie wird ein Andenken hinterlassen, dem man flucht, und ihre Schmach wird nie ausgetilgt werden. So werden die Zurückbleibenden dann erkennen, dass nichts besser ist als Gottesfurcht und nichts süßer als die Gebote des Herrn zu betrachten. Großer Ruhm ist es, dem Herrn zu folgen; denn dadurch wird die Fülle der Tage Der Schutz Gottes und so die Fülle der Tage. Der Text der Vulgata ist wohl verderbt: assumi te ab eo, das ist die Fülle der Tage, dass du von ihm angenommen wirst. erlangt.

Zitiert in 9