Jesus Sirach 25

Was verdient Lob. (V. 16) Das böse und das gute Weib. [JSir 26,24]

An drei Dingen habe ich Wohlgefallen und diese werden von Gott und den Menschen gutgeheißen: Eintracht unter Brüdern, Liebe gegen den Nächsten und gutes Einverständnis zwischen Mann und Frau. Drei Dinge hasst meine Seele und deren Leben ist mir sehr zuwider: Diese drei Dinge entsprechen in keiner Weise die Lebenslage. - Ein hochmütiger Armer, ein lügenhafter Reicher Dieser bedarf der Lüge nicht wie der Arme, den seine Not zum Lügen verführen kann. Dazu schadet der Reiche durch die Lüge seinem Ansehen. - und ein törichter und unverständiger Greis. Griech.: ein ehebrecherischer Greis, der keine Einsicht hat. – Die Begierlichkeit ist in einem Greise gering und deshalb leicht zu beherrschen, die Einsicht sollte langjährige Lebenserfahrung verschafft haben. - Wie willst du in deinem Alter finden, was du in deiner Jugend nicht gesammelt hast? Ursache, weshalb manche Greise ohne Einsicht sind. (V. 4) - Wie ziert ein graues Haupt richtiges Urteil und Greise einsichtsvoller Rat! Wie ziert die Bejahrten Weisheit, Einsicht und Überlegung die Angesehenen! Die Krone der Greise ist reiche Erfahrung und ihr Ruhm Aber ihr wahrer und nachhaltiger Ruhm. - Gottesfurcht. Die aus der Beobachtung des Gesetzes hervorgeht. - Neun unverdächtige Dinge sind es, die ich im Herzen preise, und das zehnte rühme ich mit meiner Zunge den Menschen: Wie der Text überliefert ist, finden sich weder im Griechischen noch im Lateinischen zehn. - Den Mann, der Freude hat an seinen Kindern, Die körperlich und geistig gedeihen. - der den Fall seiner Feinde Ungerechter Feinde durch Gottes Hand, deren Feindschaft damit aufhört. - erlebt und sieht. Glückselig, wer ein verständiges Weib hat Hieran knüpft sich am besten das 12a gepriesene Glück. - und wer sich mit seiner Zunge nie verfehlt hat und wer nicht Menschen dienen muss, die seiner nicht wert sind. Glückselig, wer einen wahren Freund gefunden Griech.: Glückselig, wer Klugheit gefunden. Dies wäre als zehntes im Lateinischen zu ergänzen. - und wer Gerechtigkeit aufmerksamen Ohren verkündet. Denn schmerzlich ist es zu lehren, wenn niemand die Belehrung beachtet. Die Vulgata nennt diese Gabe wohl in V. 13 Wissen, rechte Einsicht in Göttliches und Menschliches. - Wie groß ist, wer Weisheit und Wissen gefunden hat! Und doch steht keiner höher als wer den Herrn fürchtet, denn Gottesfurcht geht über alles. Darum will der Verfasser dieses Glück mit lauter Stimme preisen. (V. 9) - Glückselig der Mensch, dem es gegeben ist, Gottesfurcht zu besitzen; Wohl Zusatz des Übersetzers. - wer diese besitzt, mit wem ist er zu vergleichen? Die Furcht vor Gott ist der Anfang der Liebe zu ihm, Der innere Anfang, ohne den eine wahre Liebe Gottes weder erworben noch erhalten noch gemehrt wird. - doch ist damit der Anfang des Glaubens zu verbinden. Syr.: und Beginn des Glaubens, Gott zu folgen. - Die größte Qual ist Herzenstraurigkeit, die größte Bosheit Weiberbosheit. Nicht im Griech. Wie die größte Qual Herzenstraurigkeit ist, so die größte Bosheit Weiberbosheit. - Jedes Leid ist erträglich, nur nicht Herzeleid; und alle Bosheit, nur nicht Weiberbosheit; und alle Heimsuchung, Ergänze: ist erträglich. - nur nicht Heimsuchung von Hassern; und jede Rache, nur nicht die Rache von Feinden. Denn diese kennt kein Erbarmen. - Kein Kopf Vielmehr: Gift. - ist schlimmer als der Kopf Gift. - einer Schlange und kein Grimm ärger als Weibergrimm. Besser ist es, mit Löwen und Drachen zusammenzuwohnen, als mit einem bösen Weibe. Die scharfen Worte sollen zur Vorsicht in der Wahl einer Ehegattin auffordern und zur Klugheit im Verkehr mit Frauen anleiten. Endlich enthalten sie eine Mahnung, nicht allzu sehr, selbst in der Ehe, ihre Liebe zu suchen, wie viel weniger außerhalb des Ehebandes. - Die Bosheit einer Frau verstört ihr Aussehen und macht ihr Angesicht dunkel gleich dem des Bären, dass es aussieht wie ein Trauerkleid. Über die Schwärze eines solchen vergl. [Offenb 6,12]. - Mitten unter seinen Nachbarn seufzt ihr Mann, und hört er sie, Wenn sie von Frauen reden. - seufzt er in der Stille. Griech.: bitter. Syr. und hebr.: unwillkürlich. - Alle Bosheit ist gering gegen die Bosheit eines Weibes, das Los der Sünder werde ihr zuteil! Gott strafe sie wie die Sünder. - Wie ein sandiger Steig für die Füße eines Greises, so ist eine geschwätzige Zänkische. - Frau für einen stillen Friede und Stille liebenden. - Mann. Schaue nicht Griech.: Lass dich nicht hinreißen, zu Falle bringen. - auf die Schönheit einer Frau und begehre keine Frau um ihrer Schönheit willen. Nur auf diese schauend. - Einer Frau Zorn, freches Wesen und Schande sind groß. Wenn eine Frau die Herrschaft hat, so handelt sie ihrem Manne entgegen. Griech.: Zorn und freches Wesen und große Schande wirkt es, wenn ein Weib ihren Mann unterhält. - Ein böses Weib verursacht ein gedrücktes Herz, ein finsteres Gesicht und Herzenspein. Schlaffe Hände und wankende Knie Sie raubt ihm allen Lebensmut und bringt ihn zur Verzweiflung. - verursacht eine Frau, die ihren Mann nicht glücklich macht. Von dem Weibe nahm die Sünde ihren Ursprung und um ihretwillen müssen wir alle sterben. Lass deinem Wasser nicht den geringsten Durchbruch und einem bösen Weibe keine Freiheit auszugehen. Da ein böses Weib ein so großes Übel ist, muss man ihrer Bosheit Schranken setzen. Lässt man dem Wasser nur den geringsten Durchbruch, so verläuft es sich gänzlich, so versucht man umsonst der Bosheit des Weibes Einhalt zu tun, hat man ihr einmal Freiheit gewährt. - Wenn sie dir nicht zur Hand geht, Deiner Leitung folgt, dir eine wirkliche Gehilfin ist. - so wird sie dich vor deinen Feinden zuschanden machen. Trenne sie von deinem Leibe, Anspielung auf [1Mos 2,24]. Entlasse sie mit dem Scheidebriefe. – 35b und 36b fehlen im Griech. - damit sie dich nicht immer missbrauche. Eine Ursache zur Ehescheidung ist also nach Ekklesiastikus im Alten Testamente die hartnäckige Widersetzlichkeit der Frau gegen die Herrschaft des Mannes.

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