Jesus Sirach 29
Eine Ausgabe hier teilt einen Vers dieses Kapitels, den die andere ungeteilt lässt, sodass die Nummern danach um eins auseinanderliegen.
Biblia Sacra (Allioli-Arndt)
Public domain Quelle: vulgata.info
Verleihen und Bürgschaft leisten.
1 Wer Barmherzigkeit übt, In der Vulgata sind V. 21, 23 beigefügt wie auch V. 6, 7, 9, 26, 31, 31 Zusätze enthalten. - leiht seinem Nächsten, Wenn dieser es bedarf. - und wer mit seiner Hand hilfreich ist, hält die Gebote. Erfüllt die Pflicht eines Gottes wahrhaft Fürchtenden. Vergl. [5Mos 15,7; 3Mos 25,35; Mt 5,42]. - 2 Leihe deinem Nächsten zur Zeit seiner Not und statte deinem Nächsten zur rechten Zeit zurück. Diese Mahnung wird in V. 3 fortgesetzt. - 3 Halte Wort und handle treu gegen ihn, so wirst auch du zu jeder Zeit finden, was dir not tut. Die Notwendigkeit dieser Mahnung zeigt das Folgende. - 4 Viele sehen ein Darlehen als etwas Gefundenes an und bereiten jenen, die ihnen geholfen haben, Verdruss. Indem sie nicht zurückzahlen wollen. - 5 Bis sie etwas erhalten, küssen sie dem Geber die Hand und machen mit demütiger Stimme Versprechungen; Sie würden dankbar sein und zur rechten Zeit zurückzahlen. - 6 aber kommt die Zeit der Zurückgabe, so verlangen sie Aufschub, führen verdrießliche Reden, murren und schützen schwere Zeiten vor. 7 Können sie auch zurückgeben, so weigern sie sich dennoch, bringen kaum die Hälfte vom Ganzen zurück und rechnen es jenem Den Gläubiger. - als Gefundenes an. Er soll sich glücklich preisen, dass er wenigstens die Hälfte zurückerhalten hat. - 8 Können sie aber nicht zurückzahlen, so bringen sie ihn Den Gläubiger. - um sein Geld und er hat sich ohne Verschuldung einen Feind gemacht, 9 der ihm Flüche und Scheltworte zurückzahlt und ihm für Ehre Welche der Schuldner dem Gläubiger erweisen sollte. - und Wohltat Die er empfangen. - mit Schimpf vergilt. 10 Viele leihen nicht gerne, nicht aus Bosheit, Aus Härte des Herzens. - sondern weil sie fürchten, unverschuldet um das Ihrige gebracht zu werden. 11 Du jedoch Trotzdem viele Schuldner nicht recht handeln. - sei gegen den Bedrängten großmütig Gegen den Armen langmütig. - und verziehe nicht mit deiner Spende. Sondern erfülle alsbald sein Begehren. - 12 Um des Gebotes willen [3Mos 19,10; 3Mos 23,22; 5Mos 15,8.11; 5Mos 24,11ff] - nimm dich des Armen an und lass ihn um seiner Not willen Zweiter Grund. Ein dritter folgt V. 13. - nicht leer von dir gehen. 13 Verliere lieber dein Geld um deines Bruders und Freundes willen und verbirg es nicht unter dem Steine, wo es zugrunde geht. Ohne Nutzen. - 14 Sammle dir einen Schatz nach den Geboten des Allerhöchsten, das wird dir mehr nützen als Gold. 15 Hinterlege Weise einen Schatz zu sammeln. - Almosen im Herzen des Armen; Dieses ist der sicherste Ort, an dem du dein Geld niederlegen kannst. Griech.: In deiner Vorratskammer – damit du zur Zeit der Notwendigkeit hast. - es Dies gute Werk. - wird für dich erflehen, dass dir nichts Böses widerfährt. 18 17. 18. Dieser Vers hat in der Vulg. drei Zahlen, weil mehrere lateinische Handschriften zwei Verse aus 17, 18, 19 hier wiederholen, die an dieser Stelle den Zusammenhang stören, weshalb sie in die Vulgata nicht aufgenommen, sondern als weggelassen bezeichnet sind. - Besser als der Schild eines Helden und besser als eine Lanze wird es gegen deinen Feind streiten. 19 Ein guter Mann Andere Art, andere mit seinem Vermögen zu unterstützen. - leistet für seinen Nächsten Bürgschaft Worauf er dabei achten muss, ist oben [JSir 8,16] gesagt. - und nur wer das Schamgefühl verloren, überlässt ihn Den, welcher für ihn gutgesagt hat. - sich selbst. 20 Vergiss der Wohltat des Bürgen nicht, denn er hat sich selbst für dich dahingegeben. In Gefahr gebracht, alles zu verlieren um deinetwillen. Vergl. [Spr 11,15; Spr 17,18; Spr 22,26]. - Der Sünder und der Unreine fliehen vor ihrem Bürgen. 22 Der Sünder eignet sich das Gut seines Bürgen zu Indem er sich durch seine Schuld und Verschwendung unfähig macht zu bezahlen und den Büren zwingt, für ihn einzutreten. - und der Undankbare Undankbar, indem er so handelt. - lässt den im Stiche, der ihm herausgeholfen hat. Aus der Gefahr, in das Gefängnis zu treten. - Es leistet jemand für seinen Nächsten Bürgschaft; aber verliert dieser das Ehrgefühl, so wird er von ihm verlassen. Dieser Vers ist in die Vulgata eingeschoben und fehlt im Griech. Er entspricht V. 19. Wahrscheinlich ist er aus einer andern Übersetzung an den Rand unseres Textes gesetzt worden und von da in diesen selbst geraten. - 24 Böse Charakterisierung der Bürgschaft durch die Vulgata. - Bürgschaft hat schon viele Wohlhabende zugrunde gerichtet und wie die Meereswogen umhergeworfen. 25 Mächtige An Besitz mächtige. - Männer hat sie vom Hause weg vertrieben, dass sie unter fremden Völkern umherirren mussten. 26 Ein Sünder, welcher das Gebot des Herrn übertritt, stürzt sich in böse Passender Zusatz der Vulgata. - Bürgschaft, und wer zu geschäftig ist, wird dem Gerichte verfallen. 27 Nimm dich des Nächsten an nach deinem Vermögen; aber habe acht, dass du nicht zu Schaden kommest. 28 Das erste im menschlichen Leben ist Wasser und Brot, Kleid und Haus, die Blöße zu decken. Mittel, damit man der Bürgschaft seitens anderer und geborgten Geldes nicht bedarf. – Die ersten und notwendigsten Nahrungsmittel sind Wasser und Brot, vergl. [1Tim 6,8], Schutz in Kleidung und Haus. Die Deckung der Blöße gehört der Kleidung zu. Vielleicht ist auch das Haus, vergl. [JSir 39,31], ein späterer Zusatz. - 29 Besser die Nahrung des Armen unter einem Bretterdach als glänzende Gastmahle in der Fremde ohne Heimat. Einem edlen Menschen ist es schwer, auf fremde Kosten zu leben. - 30 Sei zufrieden mit wenigem, als wäre es viel, Bleibe zu Hause, mit dem Deinen zufrieden, und suche nicht draußen bei Fremden Besseres. - so wirst du keine Schmähung hören, wie sie den Herumziehenden Welche die Gastfreundschaft anderer anrufen müssen. - trifft. 31 Ein schlimmes Voll der Beschwerde. - Leben ist es, von Haus zu Haus zu ziehen; denn wo jemand fremd ist, darf er nicht vertraulich sein Das Folgende ist Zusatz der Vulgata. - und den Mund nicht auftun. Mit Freiheit und Vertrauen. Ein Beispiel hierfür folgt V. 32. - 32 Er Griech.: du wirst. Wenn du auch, obwohl fremd, denen, die dich in ihr Haus aufnehmen, Speise und Trank bietest, wirst du keine Dankbarkeit finden und dazu noch bittere Reden hören müssen. Ein reicher Pilger, der die Gastfreundschaft nicht umsonst annimmt, muss solches leiden, wie viel mehr ein armer. - wird Undankbare bewirten und speisen und tränken und überdies noch Bitteres hören müssen. 33 „Komm her, Fremdling, Worte des Hausherrn. - decke den Tisch und speise mit dem, was du hast, die übrigen. 34 Gehe hinaus Nachdem er mit dem Seinen die Gäste des Hausherrn bewirtet hat, muss er selbst weichen unter dem Vorwande, es sei ein Würdiger oder dem Hausherrn näher Stehender gekommen. - und mache meinen angesehenen Freunden Platz, mein Bruder ist bei mir eingekehrt, ich brauche mein Haus.“ 35 Hart sind für einen Mann, der Gefühl hat, Vorwürfe wegen der Beherbergung und Beschimpfung von einem Gläubiger. Zwei Dinge: Beschimpfung wegen Aufnahme in einem Hause und Vorwürfe seitens eines Gläubigers. Durch nüchternes und eingezogenes Leben entgeht man beidem.
Zitiert in 7
- V. 8 Dilexi Te(§117)
- V. 10 Summa (EN)(I-II 105.2
II-II 78.1) - V. 12 Dilexi Te(§117)
- V. 13 Summa (EN)(II-II 32.4)
- V. 14 Summa (EN)(II-II 32.4)
- V. 15 Summa (EN)(II-II 32.4)