Jesus Sirach 30

Erziehung. (V. 13) Wahrung der Gesundheit. [JSir 31,2]

Wer Warnung vor blinder Liebe der Eltern gegen die Kinder. - seinen Sohn lieb Ihn wahrhaft lieb hat, ihm Gutes und Glück verschaffen will. - hat, hält ihn beständig unter der Rute, Vergl. [Spr 14,24]. - damit er am Ende Freude an ihm erlebe und Zusatz der Vulgata. - nicht an der Nachbarn Türen klopfen müsse. Betteln müsse, nachdem er sein eigenes Vermögen verschleudert. - Wer seinen Sohn wohl lehrt, wird seinetwegen Lob erlangen Vergl. [Spr 29,17]. - und darf sich seiner vor den Hausgenossen rühmen. Wer seinen Sohn wohl lehrt, erregt die Eifersucht seines Feindes Der Feind wird den Vater um der Ehre willen beneiden, welche ihm ein gut erzogener Sohn verschafft. - und darf sich seiner vor seinen Freunden rühmen. Stirbt sein Vater, so ist es, als sei er nicht gestorben, denn er hat sein Ebenbild hinterlassen. Der Sohn ist gleichsam eine Fortsetzung des Lebens und der Rechtschaffenheit, der Ehre usw. des Vaters. So ist der Sohn im Leben wie im Tode des Vaters dessen Trost. (V. 5) - Bei seinem Leben schaute er auf ihn zu seiner Freude, bei seinem Tode wird er nicht trauern und Das Folgende ist Zusatz der Vulgata. - wird vor seinen Feinden nicht beschämt werden. Da er sie besiegt oder wehrlos gemacht. - Denn er hinterlässt einen Verteidiger seines Hauses gegen seine Feinde und einen dankbaren Vergelter für seine Freunde. Um der Seelen der Söhne Irrtümliche Übersetzung. Griech.: Wer seinen Sohn verzärtelt, verbindet seien Wunden. – Wenn dem Sohne nur irgend etwas Widriges begegnet, ist er um ihn ängstlich besorgt und wagt, durch jedes Geschrei desselben ins Herz getroffen, nicht, ihn streng zu strafen. Oder: der Vater wird die Wunden verbinden müssen, die ihm der Sohn schlägt. - willen verbindet er deren Wunden und bei jedem Laute bewegt sich sein Innerstes. Ein ungebändigtes Pferd wird störrisch und ein Sohn, den man gehen lässt, wird mutwillig. Ein Pferd muss man mit Zügel und Sporn bändigen, einen Sohn durch Strenge und Strafe erziehen. Vergl. [JSir 29,15]. - Verzärtle deinen Sohn, so musst du dich vor ihm fürchten; scherze mit ihm, Vernachlässige es, seine bösen Streiche zu strafen, ja, lobe sie selbst. - so wird er dich betrüben. Lache nicht mit ihm, Wenn er dich frech verlacht. - damit du nicht trauern Wenn er sich in Unglück stürzt. - und am Ende mit den Zähnen knirschen müssest. Vor Entrüstung über seine Bosheit. - Lass ihm seinen Willen nicht in der Jugend und lass seine Gesinnungen nicht außer acht. Griech.: Sieh ihm seine Verfehlungen nicht nach. - Beuge seinen Nacken in der Jugend Wo es noch leicht geschehen kann. - und schlage seinen Rücken, solange er jung ist, damit er nicht halsstarrig werde und dir nicht gehorche und dir herber Schmerz widerfahre. Lehre deinen Sohn wohl und arbeite mit ihm, Lass ihn arbeiten. - dass du nicht den Kummer habest, Schande an ihm zu erleben. Glücklicher ist der Arme, der gesund und stark ist, als ein Reicher, der schwach ist und von Siechtum an seinem Leibe heimgesucht ist. Gesundheit der Seele in Heiligkeit und Gerechtigkeit Griech.: Gesundheit und Wohlbefinden. Die Vulgata bezieht die ersten Worte auf die Seele und setzt dann Gesundheit in Heiligkeit und Gerechtigkeit. - ist besser als alles Gold und Silber und ein kräftiger Leib besser als unermesslicher Reichtum. Es gibt keinen größeren Reichtum als den Reichtum eines gesunden Leibes und keine Freude geht über die Freude des Herzens. Die innere Herzensfreude übertrifft alle anderen Freuden und Genüsse, wie die Gesundheit Reichtümer. - Besser ist der Tod als ein Leben voll Bitterkeit Als dass uns im Leben Zufriedenheit des Herzens und Gesundheit fehlen. - und die ewige Ruhe als anhaltende Krankheit. Gesundheit ist nicht allein besser als Reichtum, sondern dieser ist für einen kranken Reichen eine Mehrung der Qual. - Leckerbissen, unzugänglich bei verschlossenem Munde, sind wie köstliche Gerichte, die man um ein Grab setzt. Was nützt das Opfer einem Götzen? Er kann ja doch weder essen noch riechen. So der, welcher vom Herrn verfolgt wird, Das Folgende ist Zusatz der Vulgata, Angabe des Grundes, warum ihn Gott mit einer Krankheit heimgesucht. - er trägt den Lohn seiner Missetat. Er sieht es vor Augen Und seine Begier wächst. Vergl. [JSir 6,1ff]. - und seufzt danach, wie ein Verschnittener, der eine Jungfrau umarmen will und seufzt. Überlass deine Seele nicht dem Trübsinn und plage dich nicht selbst mit deinen Gedanken. Fröhlichkeit des Herzens Grund zur Ermahnung V. 22. - ist das Leben des Menschen Macht, dass er das Leben genießt, bewahrt und verlängert. - und ein unerschöpflicher Schatz der Heiligkeit, Zusatz der Vulgata: Die hier gemeinte Fröhlichkeit ist vorzüglich die geistige, welche aus der Tugend entspringt. - Frohsinn gibt dem Menschen langes Leben. Erbarme dich deiner Seele, gefalle Gott und sei enthaltsam; sammle dein Herz zu seiner Heiligung Zusatz der Vulgata. - und halte den Trübsinn weit von dir. Hebr.: und der Zorn hat keinen Nutzen. - Denn Trübsinn hat schon viele getötet, und er bringt keinen Nutzen. Eifersucht und Zorn verkürzen die Lebenstage und die Sorge führt vor der Zeit das Alter herbei. Vergl. [JSir 11,10]. - Ein freigebiges und fröhliches Herz bewährt sich beim Mahle, denn es trägt für seine Speisen Sorge. Die Vulgata teilt das Griech. in zwei Sätze. Das Hebräische stimmt hiermit nicht ganz überein.

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