Jesus Sirach 36
Biblia Sacra (Allioli-Arndt)
Public domain Quelle: vulgata.info
Flehen um Gottes Erbarmen. (V. 19) Richtige Wahl.
1 Erbarme dich unser, du Gott über alles! und schau auf uns und Dieser Zusatz fehlt in den anderen Texten. - zeige uns das Licht deiner Erbarmungen 2 und sende Furcht über die Völker, welche dich nicht suchen, Griech.: über alle Völker. Die folgenden Worte des V. 2 fehlen im Griech. und sind aus V. 13 vorwegzunehmen. Vergl. V. 5. - damit sie erkennen, dass kein anderer Gott ist außer dir, und deine großen Taten verkünden. 3 Erhebe deine Hand über die fremden Völker, dass sie deine Macht erfahren. Dies fordert deine Ehre, dass sie erfahren, dass du der Herr bist. - 4 Denn wie du vor ihren Augen dich an uns heilig erwiesen hast, Indem du dein Volk wegen seiner Sünden verstießest und den Völkern preisgabst. - so mögest du vor unsern Augen dich an ihnen verherrlichen, Indem du die Völker strafst. - 5 damit sie dich erkennen, wie auch wir erkannt haben, dass kein Gott ist außer dir, o Herr! 6 Erneuere die Zeichen und wiederhole die Wunder. Welche – wird im Folgenden gesagt. - 7 Verherrliche deine Hand und deinen rechten Arm. Indem du die Völker niederwirfst und Israel erhöhst. - 8 Entfache deinen Grimm Wenn Gott das Elend der Seinen und die Sünden der Völker nicht zu sehen scheint, ruht sein Zorn. Er entflammt, wenn Gott den Seinen Hilfe bringt gegen ihre Feinde. - und gieße deinen Zorn aus. Lass den Zorn in der Tat aus. - 9 Vertilge den Widersacher und züchtige den Feind. 10 Beschleunige die Zeit und gedenke des Endes, Der Bedrückung und des Anbruches der messianischen Zeit. Im Hebr. wird beigefügt, dass niemand dies Werk Gottes hindern kann. - damit sie deine Wundertaten verkünden. 11 Wer sich gerettet hat, Aus einer deiner Rachezüchtigungen. - werde vom Feuer des Zornes verzehrt; und wer dein Volk bedrückt, möge zugrunde gehen. 12 Zerschmettere die Häupter der feindlichen Fürsten, die da sprechen: Außer uns ist niemand etwas! 13 Sammle alle Stämme Jakobs, Die Sammlung Israels ist auch immer die erste Voraussage der Propheten. [Jes 40,11; Jer 3,18; Ez 36,9; Amos 9,14] u.a. - damit Das Folgende hat die Vulgata schon V. 2 vorweggenommen. Griech.: Sammle alle Stämme Jakobs und sie werden dein Erbe sein wie von Anfang. – Lass Israel wieder glücklich im Lande seiner Väter wohnen. - sie erkennen, dass kein Gott ist außer dir, und sie deine Wunder verkünden, und nimm sie wieder als dein Eigentum an, wie vom Anfange her. 14 Erbarme dich deines Volkes, über das dein Name angerufen ist, und Israels, das du einem Erstgebornen gleichgehalten. Neuer Grund. Es handelt sich um Gottes Ehre, da Israel nach seinem Namen genannt und von dem Herrn sein Erstgeborener genannt ist. [2Mos 4,22] - 15 Erbarme dich der Stadt deines Heiligtums, Jerusalems, der Stadt deiner Ruhe. Die du dir auserwählt. [Ps 75,3; Ps 77,68; Ps 131,13] - 16 Erfülle Sion mit deiner unaussprechlichen Verheißung und dein Volk Besser ist im Griech. mit Veränderung eines Buchstabens Tempel zu lesen, demgemäß auch im Lateinischen: deinen Tempel. - mit deiner Herrlichkeit. 17 Gib Zeugnis Erkenne öffentlich, dass sie dein sind, die du vor alten Zeiten als dein Volk auserwählt hast. - für die, welche von Anbeginn deine Geschöpfe sind, und erfülle die Weissagungen, welche die Propheten in deinem Namen verkündet haben. 18 Belohne diejenigen, Belohne Glauben und Hoffnung derer, die diese Prophezeiungen angenommen haben, und zeige, dass deine Propheten wahrhaft sind. - die auf dich harren, damit deine Propheten wahrhaftig erfunden werden, und erhöre das Gebet deiner Diener 19 nach dem Segen Aarons über dein Volk; Vergl. [4Mos 6,23-26]. Diese Stelle fehlt im Hebräischen. - leite uns auf den Weg der Gerechtigkeit Im Griechischen fehlender Zusatz. - und lass alle Bewohner der Erde erkennen, dass du Gott bist, der die Ewigkeit durchschaut. Griechisch: der Gott der Ewigkeiten. - 20 Der Magen nimmt allerlei Speise zu sich, doch ist eine Speise besser als die andere. Eine nicht geringere Auswahl ist in dem, was man hört, zu treffen, als in dem, was man als Speise genießt. - 21 Der Gaumen erkennt das Gericht vom Wildbret und ein verständiges Herz lügenhafte Reden. Vergl. [Job 12,11]. - 22 Ein böses Herz verursacht Traurigkeit, Mit Wort und Tat. - aber ein erfahrener Viel erfahrener (geprüfter) Mann. - Mann leistet ihm Widerstand. Leistet seinen trüglichen Worten Widerstand, das Herz durchschauend. Griech.: weiß ihm zu vergelten. Er sorgt, dass der, welcher anderen Trauer bereiten wollte, selbst Trauer empfinde. - 23 Das Weib muss mit jedem Manne vorlieb nehmen, Nach der Sitte der Alten wählte der Vater seiner Tochter selbst den Bräutigam. - aber Aber anders ist es auf Seiten des Mannes, er kann wählen, wen er heiraten will. - eine Tochter ist besser als die andere. 24 Die Schönheit des Weibes Auf diese soll der Mann zuerst achten bei der Wahl, da die Schönheit leichter die Liebe erhält. Aber man darf bei der Wahl nicht unterlassen, auch auf den Charakter zu schauen. - erheitert das Angesicht ihres Mannes und über jedes Verlangen hinaus lässt sie des Mannes Wunsch nach ihr wachsen. 25 Ist ihre Zunge versöhnlich, Fehlt im Griech., aber weist auf den Ursprung der Übersetzung aus dem Hebr., wo es sich findet. Die Frauen zeigen ihre Anlagen in der Rede. - sanftmütig und gütig, so hat ihr Mann unter den Menschenkindern nicht seinesgleichen. 26 Wer ein gutes Weib hat, legt den Grund zu seinem Wohlstande; er hat eine Gehilfin, wie er sie braucht, und eine Stütze, auf der er ruht. Hebr.: Hilfe und Burg und Säule zur Stütze. - 27 Wo kein Zaun ist, wird die Besitzung Hebr.: Weinberg. - verwüstet; und wo kein Weib ist, seufzt der, der ihrer bedarf. Ist der Mann umherschweifend und flüchtig. – Wer allein ist und keine Familie hat, wandert leicht von Ort zu Ort. Ein solch unsteter Mensch genießt aber bei den Menschen nicht die nötige Achtung. - 28 Wer traut dem, der kein Nest Festen Wohnsitz. hat und überall einkehrt, wo es dunkel wird? Er ist wie ein gegürteter Räuber, der von einer Stadt zur anderen eilt.