Jesus Sirach 41

Betrachtung der Werke Gottes in Rücksicht auf die Guten und auf die Bösen. [JSir 42,14]

O Tod! wie bitter ist die Erinnerung an dich für einen Menschen, der seinen Frieden in seinem Reichtume findet; Hebr.: Der mit Reichtümern ausgestattet ist, die ihm gestatten, Vergnügen zu genießen. – Griech.: für den ruhig in seinem Eigentum Lebenden. - für einen sorgenfreien Mann, dem es wohl geht in allen Dingen und der noch imstande ist, Speise zu sich zu nehmen! Der gesund ist, so dass er aus seinem Reichtum Nutzen ziehen kann. - O Tod! gut ist dein Urteilsspruch für den Armen Anders als für den Reichen. - und für den, dessen Kräfte abnehmen; für den Altersschwachen und für den, der überall in Sorgen verwickelt ist, für den Verzagten, der die Geduld verliert! Im Hebräischen begrüßt er den Tod freudig: Siehe da, Tod! - Fürchte nicht den Urteilsspruch des Todes! Mit unnützer Sorge. - Denke an das, was vor dir gewesen und was nach dir kommen wird; Die vor dir gewesen, sind gestorben, die nach dir kommen, werden gleichfalls sterben. - dies ist der Urteilsspruch vom Herrn über alles Lebende. Und was kann anders über dich kommen als was dem Allerhöchsten wohlgefällig ist? Griech. Hebr.: Und was weigerst du dich gegen den Beschluss des Höchsten? - Seien es zehn oder hundert oder tausend Jahre: im Totenreich rechtet man ja nicht über die Lebensdauer. Verabscheuungswert werden die Kinder der Sünder Das Los der Bösen. Die Kinder der Sünder, die auch in der Gesinnung den Vätern gleich sind. - sowie auch die, welche mit den Familien der Gottlosen Umgang haben. Das Erbe der Kinder der Sünder geht zugrunde Zweite Strafe: Armut. - und ihren Nachkommen haftet ewige Schande an. Dritte böse Folge. - Über einen gottlosen Vater klagen die Kinder, denn um seinetwillen sind sie mit Schmach belastet. Wehe euch, Dies Wehe wird in V. 12 erklärt. - ihr gottlosen Menschen! die ihr das Gesetz des Herrn, des Allerhöchsten, verlassen habt. Wie ihr geboren seid, geboren zum Fluche, so wird, wenn ihr gestorben seid, Fluch euer Anteil sein. Hebr.: Wenn ihr erzeugt, so ist es zum Weinen; wenn ihr fallt, zu bleibender Freude; wenn ihr sterbt, zum Fluche. - Alles, was aus Erde ist, kehrt wieder zur Erde zurück; so kommen auch die Gottlosen aus dem Fluche ins Verderben. Der Menschen Trauer gilt ihrem Leibe, Wenn selbst den verstorbenen Gottlosen Tränen nachgeweint werden, so vergeht die Erinnerung an sie doch alsbald. Hebr.: Die Gebrechlichkeit des Menschen beruht auf seinem Leibe, aber der Name der Tugend wird nicht vertilgt. - doch der Name der Gottlosen wird ausgetilgt. Trage Sorge für deinen guten Namen, denn dieser verbleibt dir länger als tausend kostbare und große Schätze. Vergl. [Spr 22,1]. - Die Tage eines guten Lebens haben ihre Zahl, aber ein guter Name währt in Ewigkeit. Denn auch bei Gott erwirbt die Tugend einen guten Namen. - Kinder! bewahret die Zucht in Frieden, Fehlt im Hebr. und Syr. - denn verborgene Weisheit und ein versteckter Schatz welchen Nutzen haben beide? Besser ist ein Mensch, der seine Torheit verbirgt, als ein Mensch, der seine Weisheit geheimhält. Vergl. [JSir 20,32.33]. Der Weise will die Aufmerksamkeit hier auf das hinlenken, was er alsbald sagen will. Die Weisheit ist ein Schatz, aber nur dann, wenn sie offenbart wird im Worte wie im Werke. - Darum schämet euch dessen, Aufzählung der Dinge, deren man sich schämen muss. - was jetzt mein Mund aussprechen wird. Hebr.: Höret meine Unterweisung über das Sichschämen, Söhne, und schämet euch meiner Weisung gemäß. - Denn nicht ist es gut, über alles Scham zu haben und nicht alles gefällt allen wohl in Wahrheit. Mit Recht. - Schämet euch vor Vater und Mutter Aus Rücksicht auf die Eltern hütet euch vor Unzucht, aus Rücksicht auf usw. - der Unzucht und vor Fürsten und Mächtigen der Lüge, der Vergehung vor Herrschern und Richtern, vor der Volksversammlung und dem Volke der Gesetzesübertretung; vor dem Genossen und Freunde der Ungerechtigkeit; vor dem Orte, an dem du wohnst, Wo man dich nährt und pflegt. - des Diebstahls, um der Wahrhaftigkeit Gottes und seines Bundes willen; Dieser Zusatz passt nicht ganz in den Zusammenhang. Ob es hierher genommen ist aus dem Anfange der Aufzählung dessen, wessen man sich nicht zu schämen hat? [JSir 42,2] Im Syr. fehlt V. 16-25. – Soll der Zusatz in den Zusammenhang eingefügt werden, so ist er zu erklären: Wegen der Wahrhaftigkeit, der Treue und des Bündnisses Gottes schäme dich der Sünde. - des Stemmens des Armes auf das Brot, Als ob du das Brot ganz für dich in Anspruch nähmest. - des Verlustes deines guten Rufes bei Ausgaben und Einnahmen, Wenn man dir nachredet, dass du in dem, was dir anvertraut ist, über Erhaltenes und Ausgegebenes nicht Rechnung legen kannst. - auch stillzuschweigen, wenn man dich grüßt; nach einer Buhlerin zu schauen oder deinen Blick vom Verwandten wegzuwenden. Sie mit stolzer Miene von dir zu weisen. - Wende dein Angesicht nicht von deinem Nächsten ab Fehlt im Griech., ist wohl Doppelübersetzung von V. 25b. - und schäme dich, etwas zu nehmen, ohne es wieder zu erstatten. Griech.: schäme dich, Anteil oder Habe zu entwenden (vorzuenthalten). - Blicke nicht nach dem Weibe eines andern Mannes, sei nicht zu vertraulich mit seiner Besser griech.: deiner. - Magd und nähere dich nicht ihrem Bette. Schäme dich vor Freunden über Schmähreden. Gegen dieselben. - Hast du etwas geschenkt, so rücke es nicht vor. Sonst hört das Geschenkte auf, eine Wohltat zu sein.

Zitiert in 6