Jesus Sirach 42
Biblia Sacra (Allioli-Arndt)
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Betrachtung der Werke Gottes in Rücksicht auf die Guten und auf die Bösen. (V. 14) Lob Gottes aus den Geschöpfen. [JSir 43,37]
1 Erzähle nicht weiter, was du gehört hast, und offenbare nicht Geheimnisse; Die dir anvertraut sind. - so wirst du wahrlich nicht zuschanden werden, sondern bei allen Menschen Gunst finden. Griech.: so wirst du in Wahrheit schamhaft sein und bei allen usw. – Dieser Satz ist besser noch zum vorigen Kapitel zu ziehen. - Aller dieser Dinge schäme dich nicht und sündige nicht aus Rücksicht auf irgend jemand. Hüte dich vor falscher Furcht und schädlicher Scham. - 2 Schäme dich nicht des Gesetzes des Allerhöchsten und seines Bundes, Vergl. das Gegenteil [1Mak 1,16]. Diese Mahnung war für Juden, die inmitten von Heiden lebten, sehr notwendig. - nicht des Urteils, durch das du dem Gottlosen Recht sprichst; Ihn auch freisprechend, wenn er unschuldig angeklagt ist. - 3 nicht der Rede Du bist nicht verpflichtet, ihnen alles umsonst zu gewähren, sondern darfst gerechte Entschädigung fordern. - mit Genossen und Wanderern, nicht der Herausgabe des Erbes, das Freunden gehört; Ohne Gunst, nach Recht. - 4 nicht der Genauigkeit in Waage und Gewicht, Hebr.: nicht die Waage vom Staube zu reinigen und Epha und Gewichtssteine abzuwischen (damit nicht Staub und Schmutz das Gewicht beeinträchtigte). - nicht des Erwerbes von viel oder wenig, 5 nicht der Rücksicht bei Kauf und Verkauf, Der lateinische Text enthält sicher einen Schreibfehler. Vielleicht nach dem Griech.: des Gewinnes. - nicht strenger Kinderzucht und blutiger Züchtigung eines boshaften Knechtes. 6 Bei einem bösen Weibe ist ein Siegel Sorgfältige Bewachung, so dass das Weib gleichsam versiegelt wird. - gut. 7 Wo viele Hände sind, da schließ zu. Was du herausgibst, zähle und wäge und schreibe alles auf, was du ausgibst und einnimmst. Damit weder Irrtum noch Betrug statthabe. - 8 Schäme dich nicht der Zurechtweisung eines unverständigen und törichten Menschen und solcher Hochbetagten, welche sich mit Jünglingen in Streit einlassen, Törichterweise zu seinem eigenen Schaden. Im Hebr. ist von einem der Unzucht angeklagten Greise die Rede. - so wirst du in allen Dingen wohlerzogen sein und bei allen Menschen Beifall finden. 9 Eine Tochter verursacht dem Vater Dinge, welche dem Familienvater am Herzen liegen müssen. - stille Sorge und die Kümmernis um sie raubt ihm den Schlaf, dass sie in ihrer Jugend nicht etwa verblühe, Keinen Mann finde. - und wenn sie einem Manne gegeben ward, ihm nicht verhasst werde; So dass er sie, von seinem rechte Gebrauch machend, verstoße. So fällt der Vater aus einer Sorge in die andere. - 10 dass sie in ihrer Jungfrauschaft nicht entehrt und im Vaterhause schwanger erfunden werde; dass sie sich, wenn sie mit einem Manne verbunden ist, nicht vergehe oder doch unfruchtbar bleibe. Die Unfruchtbarkeit war für eine Frau eine Schande und galt als eine Strafe und ein Fluch vom Herrn. Vergl. [2Mos 23,26; 5Mos 7,14; Jer 22,30]. - 11 Über eine zuchtlose Das Hebr. lässt diese Einschränkung fort. - Tochter wache sorgfältig, dass sie dich nicht zum Gespötte deiner Feinde, zur Nachrede in der Stadt und zur Verlästerung bei dem Volke mache und dich vor der großen Menge des Volkes Nach dem Hebr. vielmehr: bei der Versammlung in den Toren. - in Schanden bringe. Man könnte es dem bösen Beispiele, zum mindesten der Nachlässigkeit des Vaters zuschreiben. Im Hebr. folgt: da, wo sie weilt, sei kein Fenster, und wo sie nachts schläft, sei kein Zugang ringsherum. - 12 Schau Im Hebr. bezieht sich dies auf die Tochter: Sie soll keinem Manne ihre Schönheit zeigen und weile nicht in der Mitte der Weiber, denn von der Kleidung geht die Motte aus und von einer Frau die Bosheit des Weibes. – Die Tochter soll nicht durch die Beispiele anderer verdorben werden. – Im Griech. und Lat. richtet sich die Anrede an die Tochter. - auf keines Menschen Schönheit und weile nicht gern in der Gesellschaft von Frauen, 13 denn aus den Kleidern kommt die Motte und vom Weibe kommt die Sünde des Mannes. Vergl. [JSir 9,9]. - 14 Besser ist die Strenge, die man von einem Manne Der schilt. - erfährt, als ein liebkosendes Weib und Nämlich ein Weib, das durch seine Schmeicheleien den Mann zuletzt in Schande bringt. - ein Weib, das Schmach und Schande bringt. 15 Gedenken will ich nun der Werke des Herrn Zuerst der Werke im Allgemeinen. - und verkünden, was ich gesehen. Betrachtet und erkannt habe. - Durch das Wort des Herrn Durch seinen Willen. - sind seine Werke geworden. Hebr.: und das Werk seines Wohlgefallens nach seiner Richtschnur. - 16 Die Sonne schaut leuchtend auf alles Und wie die Sonne von niemanden nicht gesehen oder verdunkelt werden kann, so leuchtet Gottes Herrlichkeit am Werk seiner Schöpfung und kann niemanden, der Vernunft besitzt, unbekannt bleiben. - und was der Herr geschaffen, ist voll seiner Herrlichkeit. 17 Hat nicht der Herr durch seine Heiligen alle seine Wunder verkünden lassen, die der allmächtige Herr mit Macht gewirkt, Hebr. Griech.: Nicht hat es der Herr den Heiligen gegeben, auszuerzählen alle seine Wunderwerke usw. – Wie das Licht der Sonne nicht erschöpft wird, obwohl alle es genießen, so vermögen selbst die Heiligen nicht, alle seine Wunder zu erzählen. - damit sie beständen, um seine Herrlichkeit zu bewähren? 18 Den Abgrund und der Menschen Herz erforscht er Die Meeres tiefe und das menschliche Herz sind gleich unergründlich. - und durchdringt ihre Anschläge. 19 Denn der Herr kennt alles Wissen und durchschaut die Wahrzeichen der Zukunft. Das Vergangene und das Zukünftige macht er kund und enthüllt die Spuren der verborgensten Dinge. Der wahre Gott: [Jes 41, Jes 42ff, Jes 43,9] - 20 Ihm entgeht kein Gedanke und nicht ein Wort bleibt ihm verborgen. 21 Die großen Werke Von dem Wissen Gottes geht der Weise zu seinen Werken über. - seiner Weisheit hat er wohl geordnet, So dass sie nicht, wie die Werke der Menschen, der Verbesserung bedürfen. - er, der von Ewigkeit zu Ewigkeit ist und nicht zunimmt, 22 nicht abnimmt und niemandes Rat bedarf. 23 Wie herrlich sind alle seine Werke, obgleich nur ein Funken ist, was man davon erkennen kann! 24 All dies lebt und währt immerfort und alles gehorcht ihm nach der jedem bestimmten Ordnung. 25 Alles ist zweifach, Verschieden voneinander (hebr.), so zwei Geschlechter, bei Tieren und Blüten. - eines der Gegensatz des andern, und nichts lässt er untergehen, was er geschaffen. 26 Er erhält in jedem, was gut ist. Diese Verschiedenheit ist notwendig, wie sie schön ist, ein Wesen stützt das Wohlergehen des anderen. - Und wer mag sich satt schauen an seiner Herrlichkeit? Wie sie sich in der Natur offenbart.
Zitiert in 2
- V. 9 Sacra Virginitas(§2)
- V. 11 Summa (EN)(II-II 154.6)