Jesus Sirach 44
Biblia Sacra (Allioli-Arndt)
Public domain Quelle: vulgata.info
Gottes Lob in seinen Heiligen. [JSir 50,26] a. Die Väter.
1 Lasset uns loben Im Hebr. lautet der Titel: Lob der Väter. Bis V. 15 wird das Lob im Allgemeinen verkündet, alsdann werden einzelne gepriesen. - die ruhmvollen Männer, die Ahnen unseres Geschlechtes. Die Vorfahren in den einzelnen Geschlechtern. - 2 Viel Ruhmvolles hat der Herr von Anbeginn in seiner Herrlichkeit getan: Ihre ruhmvollen Taten sind Gaben des Herrn. Hebr.: Viel Ruhm hat der Herr ihnen gewährt und groß sind sie geworden von den Tagen der Vorzeit her. - 3 Herrscher in ihren Reichen, Männer groß Griech.: berühmt. - an Macht, mit Klugheit begabt, durch Weissagung von der Würde der Propheten Zeugnis gebende, 4 über das gleichzeitige Volk herrschende, solche, die in Kraft ihrer Weisheit den Völkern die heiligsten Lehren gaben; 5 solche, die in ihrer Kunstfertigkeit Musikweisen aussannen und Lieder Hebr.: Sprüche. - durch Schrift kundmachten; 6 Männer reich an Macht, für das Schöne eifernd Die Künste pflegend, Paläste bauend usw. Zusatz der Vulgata. - und friedlich in ihren Wohnsitzen lebend. 7 Diese alle Könige, Propheten, Weise, Dichter und Musikverständige, Reiche. - haben bei den Geschlechtern ihres Volkes Ruhm erlangt und genossen Ehre schon in ihren Tagen. 8 Ihre Nachkommen Griech.: manch von ihnen. Die Vulgata deutet an, dass ihre Söhne ihren Ruhm den Nachkommen übermittelten. - hinterließen einen Namen, ihr Lob zu verkünden. 9 Von anderen hinterblieb kein Andenken, sie gingen dahin, als wären sie nie gewesen; sie kamen ins Leben, als wären sie nie geboren worden, und ihre Kinder gleich ihnen. 10 Aber jene Die er nun nennen will. - waren Männer der Begnadigung, deren Gottseligkeit nie vergessen ward. Ihre Taten sind ja in den heiligen Schriften niedergelegt. - 11 Was sie Gutes besaßen, verbleibt ihren Nachkommen. 12 Ein heiliges Erbe sind ihre Enkel Nach dem Hebr.: wird ihren Enkeln zuteil. - und ihre Nachkommen bleiben treu im Bunde. Gottes, in der Beobachtung der Gebote. - 13 Ihre Kinder Ihre Kinder bleiben ebenso treu wegen jener, wegen der Vorfahren, deren Tugenden sie kennen, und so wird es nie fehlen an frommen Israeliten. - bleiben wegen jener ewig, ihre Nachkommenschaft und ihr Ruhm Der Väter, deren Lob in der heiligen Schrift gefeiert wird. - wird nie untergehen. 14 Ihre Leiber sind in Frieden bestattet Wie ihre Leiber ehrenvoll in Grabmälern friedlich bestattet sind, so lebt ihr Ruf durch alle Jahrhunderte bei allen fort. - und ihr Name lebt von Geschlecht zu Geschlecht. 15 Ihre Weisheit erzählen die Völker und ihr Lob verkündet die Gemeinde. Die Gemeinde der Heiligen. – Im Folgenden werden nun einzelne aufgezählt. - 16 Henoch gefiel Gott und ward in das Paradies entrückt, dass er die Völker durch sein Beispiel zur Buße bewege. Dass er usw.: Zusatz der Vulgata. - 17 Noe ward vollkommen und gerecht erfunden und zur Zeit des Zornes ward er zur Versöhnung. Durch seine Unschuld erlangte er von Gott, dass er mit den Seinen gerettet und Gott so mit den Menschen zur Erhaltung des Menschengeschlechtes versöhnt ward. Hebr.: Zur Zeit der Vertilgung ward er der Stammvater des Menschengeschlechtes. - 18 Darum Seinetwegen. - ward er der Erde überlebend erhalten, als die Sündflut kam. Hebr.: und wegen seines Bündnisses nahm die Sündflut ein Ende. - 19 Ein ewiger Bund ward mit ihm geschlossen, dass nicht mehr alles Fleisch durch eine Sündflut vertilgt werden sollte. 20 Abraham ward der erhabene Stammvater vieler Völker und ihm ward keiner an Herrlichkeit gleich erfunden; er bewahrte das Gesetz des Allerhöchsten und stand im Bunde mit Ihm. 21 Er bestätigte den Bund an seinem Fleische und ward in der Prüfung treu erfunden. 22 Darum verherrlichte Er ihn unter seinem Volke und schwur ihm, dass Das Griech. und das Hebr. fügen mit recht bei: dass in seinem Namen die Völker gesegnet werden sollten. - er wachsen sollte wie ein Berg der Erde, Griech.: wie der Staub der Erde. - 23 dass seine Nachkommen erhöht werden sollten wie die Sterne und das Land als Erbteil in Besitz nehmen von Meer zu Meer und vom Strome bis an die Grenzen des Landes. [1Mos 15,18; 2Mos 23,31; 5Mos 11,24] - 24 Und an Isaak tat Er gleicherweise um seines Vaters Abraham willen. [1Mos 17,19; 1Mos 26,4.5] - 25 Den Segen für alle Völker gab ihm der Herr und bestätigte den Bund über Jakobs Haupt. [1Mos 27,28ff; 1Mos 28,3] - 26 Er zeichnete ihn aus durch seine Segnungen Segen der Erstgeburt. - und gab ihm das Erbe Das dem Erstgeborenen zukam. - und verteilte dessen Gebiet unter die zwölf Stämme. 27 Und er ließ aus ihm Männer Griech. Hebr.: einen Mann (Moses). Demgemäß wird im Griech. [JSir 45,1] auf das engste an [JSir 44,27] angeschlossen. der Begnadigung hervorgehen, die in den Augen aller Menschen Gnade fanden.