Jesus Sirach 5

Verschiedene Dinge, die zu meiden sind. [JSir 6,4]

Verlass dich nicht auf ungerechte Fehlt im Griech. und Hebr. und ist aus V. 10 hierher geraten. - Güter und sage nicht: Ich habe genug für mein Leben, Vergl. [Lk 12,19]. - denn zur Zeit der Rache und Trübsal wird es dir nichts nützen. Gehört zu V. 10. - Folge nicht der Begierde deines Herzens, wenn du es auch könntest, Anderer Rechte verachtend (wie das Griech. andeutet). - und sprich nicht: Wie mächtig bin ich! oder: Wer vermag etwas über mich wegen meiner Taten? denn Gott wird es gewiss nicht ungerächt lassen. Sage nicht: Ich habe gesündigt, aber was ist mir Leides widerfahren? Denn der Höchste ist ein langmütiger Vergelter. Verschiebt er auch die Strafe zwecks der Buße [Weish 11,24], so hebt er sie doch nicht auf. - Wegen der nachgelassenen Sünde Im Griech. ist der Sinn: Meine nicht, du dürftest sündigen, da Gott schon vergeben wird. Vulg.: Entweder aus Furcht vor dem Rückfall oder weil du keine volle Sicherheit des Nachlasses hast. - sei nicht ohne Furcht und häufe nicht Sünde auf Sünde. Sage auch nicht: Die Barmherzigkeit des Herrn ist groß, er wird gegen die Menge meiner Sünden barmherzig sein. Die Güte Gottes darf niemanden ein Vorwand zur Sünde werden. - Denn sein Erbarmen und sein Zorn kommen schnell daher und sein Zorn blickt auf die Sünder. Seine Gerechtigkeit muss verhärtete Sünder strafen. Blickt: ruht auf. - Säume nicht, dich zum Herrn zu bekehren Da Gottes Zorn droht. - und verschiebe es nicht von einem Tage zum andern, denn plötzlich wird sein Zorn kommen und zur Zeit der Rache dich vernichten. Sei nicht ängstlich um ungerechtes Gut Hebr.: ungerecht erworbenes. - besorgt, Vertraue nicht (hebr.) - denn zur Zeit der Heimsuchung und Züchtigung wird es dir nichts nützen. Lass dich nicht von jedem Winde umhertreiben Griech.: Worfle nicht bei jedem Winde (nicht jeder Wind ist geeignet) und wandle nicht auf jedem Wege (sondern auf solchem, der dich zum Ziele führt). Vulg.: Lass dich nicht von jeder Regung treiben. - und wandle nicht auf jeglichem Wege, denn so wird jeder Sünder an der Doppelzüngigkeit erprobt. Aus V. 16 in der Vulgata beigefügte Glosse. - Sei standhaft auf dem Wege des Herrn in der Wahrhaftigkeit deiner Gesinnung und in der Überzeugung und es geleite dich das Wort des Friedens und der Gerechtigkeit. V. 12 hebr griech.: Sei fest in deiner Gesinnung und bleibe bei einerlei Rede. Vulg.: Sei standhaft auf dem Wege, den der Herr zu gehen gebietet, dem Wege der Gebote, dann wird deine Gesinnung wahrhaft sein und ihr entsprechend deine Rede, so dass du stets bekennest, was die Menschen Gerechtigkeit lehrt und den Frieden unter ihnen schützt. - Sei bereitwillig, Rede anzuhören, dass du Einsicht erlangest, und gib mit Weisheit Also nicht mit Übereilung, sondern mit Überlegung. (Hebr.) Vergl. [Jak 1,19]. - eine rechte Antwort. Hast du Einsicht, In einer Sache. - so gib deinem Nächsten Bescheid; wo nicht, so lege die Hand auf deinen Mund, damit Das Folgende ist Zusatz der Vulgata, zur Erklärung beigefügt. - du nicht in eine unbescheidene Rede verstrickt und beschämt werdest. Ehre und Ruhm bringt die Rede des Weisen, aber des Unklugen Zunge ist sein eigenes Verderben. Vergl. [Mt 12,37]. - Lass dich nicht Ohrenbläser nennen und lass dich nicht durch deine Zunge verstricken und zuschanden machen. Griech.: und stelle nicht nach mit deiner Zunge. - Denn über den Dieb Des guten Namens und der Ehre. - kommt viel Beschämung und Furcht vor Strafe, über den Doppelzüngigen böser Tadel; über den Ohrenbläser aber Hass, Feindschaft und Schmach. Erklärung der Vulg. zu dem Worte Dieb. - Verschaffe dem Kleinen Recht gleichwie dem Großen. Griech.: Weder im Großen noch im Kleinen vergehe dich.

Zitiert in 10