Jesus Sirach 50
Biblia Sacra (Allioli-Arndt)
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Gottes Lob in seinen Heiligen: Simon, Sohn des Onias. (V. 26) Drei verabscheute Völker.
1 Simon, der Sohn des Onias, der Hohepriester, stützte bei seinen Lebzeiten das Haus des Herrn und festigte in seinen Tagen den Tempel. 2 Durch ihn ward der Grund zum Hochbau des Tempels gelegt, der Doppelbau und die hohe Ummauerung des Tempels. 3 In seinen Tagen flossen die Wasserbrunnen über und füllten sich übervoll gleich dem Meere. Griech.: In seinen Tagen war ein Wasserbecken ausgegraben von Erz, groß wie das Meer sein Umfang. - 4 Er trug Sorge für sein Volk und befreite es vom Verderben. 5 Er vermochte es, die Stadt zu erweitern, und erlangte Ruhm durch den Wandel unter seinem Volke; den Eingang des Hauses und des Vorhofes erweiterte er. Griech.: Wie herrlich war er, wenn ihn das Volk umgab, wenn er hinter dem Tempelvorhang hervortrat! - 6 Wie der Morgenstern inmitten von Gewölk und wie der Vollmond leuchtet zu seiner Zeit 7 und wie die Sonne in ihrem Glanze, so leuchtete er im Tempel Gottes. Griech.: wie die Sonne, wenn sie auf des Höchsten Tempel strahlt. – Elf Vergleiche preisen den Hohenpriester. - 8 Wie der Regenbogen strahlt in der Pracht des Gewölkes und wie blühende Rosen in den Tagen des Frühlings, wie Lilien an Wasserquellen, wie duftender Weihrauch zur Sommerszeit, 9 wie ein leuchtendes Feuer Vom Himmel kommen die Vergleiche auf die Erde. - und vom Feuer verzehrter Weihrauch, 10 wie ein Gefäß von gediegenem Golde, geziert mit allerlei kostbaren Steinen, 11 wie ein fruchtbarer Ölbaum, wie eine sich hoch erhebende Zypresse, so war er, wenn er das Gewand der Herrlichkeit angelegt hatte und mit dem vollen Schmucke bekleidet war. 12 Wenn er zum heiligen Altar hinanstieg, so verbreitete er Glanz im Schmucke der Heiligkeit. Griech.: So durchstrahlte er den Vorhof des Heiligtums. - 13 Wenn er aber die Opferstücke aus der Hand der Priester nahm und selber am Altar stand, umgeben vom Kranze seiner Brüder, Hebr.: Söhne. - so war er wie eine Zederpflanzung auf dem Berge Libanon; 14 so umgaben ihn alle Söhne Aarons in ihrer Herrlichkeit wie Palmenzweige. 15 Sie trugen die Opfer des Herrn in ihren Händen angesichts der ganzen Gemeinde Israels; und wenn er auf dem Altare sein Amt verrichtete, streckte er, um das Opfer des höchsten Königs zu vollenden, 16 seine Hand aus nach dem Trankopfer und goss das Blut der Traube aus. Syr.: und er streckte seine Hand nach dem Becher aus und nahm den alten Wein und goss ihn aus zur Seite des Altars zu süßem Geruche. Vergl. [4Mos 15,5ff, 4Mos 28,7]. - 17 Er goss es auf den Fuß des Altars zum lieblichen Geruche für den höchsten Herrn. 18 Dann erhoben die Söhne Aarons ihre Stimme und bliesen in die Posaunen von getriebener Arbeit und ließen ihre Stimme laut erschallen Vergl. [4Mos 10,10] und [2Koe 11,14; 1Chr 15,16, 2Chr 7,6]. - zum Gedächtnisse vor Gott. Vergl. [2Mos 28,29; 4Mos 10,10]. - 19 Dann fiel das ganze Volk zumal eilends zur Erde auf sein Angesicht, um den Herrn, seinen Gott, anzubeten und den allmächtigen und erhabenen Gott anzuflehen. 20 Und die Psalmensänger verherrlichten ihn mit ihren Stimmen und im weiten Tempel ertönte in vollen Lauten liebliches Lied. 21 Hierauf flehte das Volk mit Gebeten zum Herrn, dem Allerhöchsten, bis die Verehrung des Herrn vollbracht war und sie ihren Dienst vollendet hatten. 22 Jetzt stieg er herab Vom Altare. - und erhob seine Hände über die ganze Versammlung der Söhne Israels, um Gott mit seinen Lippen Preis darzubringen und in seinem Namen zu frohlocken. [4Mos 6,23ff] In diesem Segen wurde der Name Jahves dreimal ausgesprochen, so frohlockte der Hohepriester in demselben. - 23 Und zum zweiten Male betete es, Das Volk, indem es im Segen des Hohenpriesters die Kraft Gottes anerkannte. Nach dem Hebr. warf sich das Volk wiederum nieder, um den Segen zu empfangen. - dass die Kraft Gottes sich kundtun möge. 24 Und nun Epilog. - betet zu dem Gotte aller Dinge, der Großes getan auf der ganzen Erde, der unsere Tage vom Mutterleibe an beglückt und an uns nach seiner Barmherzigkeit getan hat: Im Hebr. und Syr. wird V. 24 auch Simon erwähnt, der also noch lebte und dessen Zeitgenosse der Verfasser ist. - 25 Er verleihe uns Frohsinn des Herzens und lasse in unsern Tagen Friede in Israel sein auf ewig; 26 damit Israel vertraue, dass Gottes Erbarmen mit uns ist, um uns zu seiner Zeit zu erlösen. 27 Zwei Völker hasst meine Seele Die Edomiter und Philister waren seit alter Zeit Feinde des Volkes. - und das dritte, das ich hasse, ist kein Volk: Die Samaritaner befehdeten die Juden nach der Rückkehr. Sie waren kein eigenes Volk: [2Koe 17,24]. - 28 Die, welche ihren Sitz auf dem Berge Seir haben, die Philister, und das törichte Volk, welches zu Sichem wohnt. 29 Diese Lehre der Weisheit und Unterweisung hat in diesem Buche Jesus, der Sohn Sirachs, Hebr.: Simon, der Sohn Jesus, des Sohnes Eleazars, des Sohnes Sira. aus Jerusalem, niedergeschrieben, der Weisheit aus seinem Herzen quellen ließ. 30 Glückselig ist, wer in diesem Guten wandelt; wer es zu Herzen nimmt, wird immer weise sein. 31 Denn wenn er darnach handelt, wird er zu allem tüchtig sein, da das Licht Gottes sein Wegweiser ist.