Jesus Sirach 8

Regeln der Klugheit.

Streite nicht Weder im Privatstreit noch vor Gericht. - mit einem mächtigen Manne, dass du nicht in seine Hände fallest. Hadere nicht mit einem reichen Manne, dass er nicht etwa Streit mit dir beginne; Griech.: dass er dir nicht sein Gewicht (seine Reichtümer) entgegenstelle (und den Richter für sich gewinne). Das Bild ist von der Waage hergenommen. - denn viele schon hat Gold und Silber ins Verderben gestürzt und ist bis zu der Könige Herz gedrungen und hat sie verführt. Vergl. [5Mos 16,19]. - Streite nicht mit einem zungenfertigen Menschen und lege nicht Holz in sein Feuer. Was du sprichst, überführt ihn nicht, sondern ist neuer Stoff zum Reden für ihn. Vergl. [Spr 26,20]. - Habe keine Gemeinschaft mit einem zuchtlosen Menschen, damit er nicht von deinen Voreltern übel rede. Oder griech.: damit du deine Vorfahren nicht mit Schmach überhäufest. Syr.: Damit ehrbare Männer dich nicht mit Schmach überhäufen. - Verachte Doppelübersetzung des folgenden Imperativ. - einen Menschen nicht, welcher sich von der Sünde abwendet, und mache ihm keine Vorwürfe; gedenke, dass wir alle strafbar sind. Verachte keinen Menschen in seinem Alter, Vergl. [3Mos 19,32]. - denn auch aus uns werden einige alt. Freue dich nicht über den Tod deines Feindes; bedenke, dass wir alle sterben müssen und nicht wünschen, dass man sich über uns Unseren Tod. - freue. Der letzte Versteil ist erklärender Zusatz der Vulgata. - Achte die Erzählung weiser Greise nicht gering und richte dich nach ihren Sprüchen; denn aus ihnen wirst du Weisheit und kluge Lehre entnehmen, und wie man Mächtigen dienen soll. Da diese leicht verletzt und beleidigt werden. - Lass dir die Belehrung der Greise nicht entgehen, denn sie haben von ihren Vätern gelernt. Sie ist also durch lange Jahre bewährt. - Von ihnen kannst du ja Einsicht lernen und wie man Antwort gibt zur Zeit der Bedrängnis. Bringe nicht die Kohlen der Sünder in Brand, indem du sie tadelst, Zusatz der Vulgata. Eine Weise, welche ihren Zorn wachruft. - und lass Damit du nicht von der Flamme, die du hervorgerufen, selbst vernichtet werdest. - dich nicht von der Feuerflamme ihrer Sünden ergreifen. Widersetze dich nicht heftig einem Schmähsüchtigen, dass er sich nicht gleichsam gegen deinen Mund in den Hinterhalt lege. Indem er, deine Rede benutzend, gegen dich Schmähungen ausstreut. - Leihe keinem Menschen, der mächtiger ist als du; hast du ihm aber geliehen, so achte es als verloren. Denn forderst du es zurück, so erzürnst du ihn; mit Gewalt aber erlangst du es nicht zurück. - Verbürge dich nicht über dein Vermögen hinaus; hast du aber Bürgschaft geleistet, so denke darauf zu bezahlen. Rechte nicht gegen einen Richter, denn er richtet nach dem, was recht ist. Besser Griech.: Denn die Richter (vor die du deine Sache bringst) werden zu seinen Gunsten nach dem Ansehen urteilen, dessen er sich erfreut. Vulg.: Es wird angenommen, dass er nach Recht und Gerechtigkeit geurteilt. - Mit einem Tollkühnen begib dich nicht auf den Weg, damit er dir nicht sein Unglück aufbürde; Griech.: Damit er dir nicht beschwerlich falle. Vulg.: Das Unglück, das seine Tollkühnheit verschuldet. - denn er wandelt nach seiner Willkür dahin und du wirst zugleich mit seiner Torheit zugrunde gehen. Mit einem Jähzornigen lass dich in keinen Streit ein und mit einem Verwegenen ziehe nicht in die Wüste; denn wie nichts ist Blut Blutvergießen. - vor seinen Augen und da, wo nirgends Hilfe ist, wird er dich niederschlagen. Berate dich nicht mit Toren; denn Griech.: er vermag keine Sache geheim zu halten. - sie können nichts lieben, außer was ihnen gefällt. Nämlich Torheit. - Mit einem Fremden halte nicht Rat; Griech.: Über etwas, was verborgen bleiben soll. - denn du weißt nicht, was er beginnen wird. Nicht jedem Menschen öffne dein Herz, damit er dir nicht etwa schlechten Dank wisse und Erklärender Zusatz der Vulgata. über dich schmähe.

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