Jesus Sirach 9

Regeln für den Umgang mit Frauen. (V. 13) Vorschriften für das Verhalten gegen verschiedene Menschen. (V. 23) Über Fürsten und Ungebühr.

Sei nicht eifersüchtig auf das Weib an deinem Busen, Dein Weib. - damit sie die böse Lehre, die du ihr gibst, nicht gegen dich übe. Gib deinem Weibe nicht Gewalt über deine Seele, Dass sie über dich die Herrschaft erlangt. - dass sie sich nicht gegen deine Gewalt erhebe Der Mann ist nach Gottes Ordnung das Haupt. - und Zusatz der Vulgata. - du zuschanden werdest. Schaue nicht auf ein buhlerisches Weib, damit du nicht in ihre Schlingen fallest. Vergl. [Spr 7,10]. - Mit einer Tänzerin Griech.: Sängerin. - pflege keinen Umgang Hebr.: schlafe nicht. - und gib ihr kein Gehör, dass du nicht durch ihre Künste ins Verderben gestürzt werdest. Hefte deine Augen auf keine Jungfrau, Vergl. [Job 31,1]. - dass ihre Schönheit dir nicht zum Falle werde. Hebr.: damit du nicht zu doppelter Ausstattung verurteilst werdest. Vergl. [5Mos 22,29]. - Gib deine Seele auf keine Weise Buhlerinnen hin, damit du dich nicht selbst samt deinem Erbe zugrunde richtest. Vergl. [Spr 29,3]. - Gaffe nicht auf den Gassen der Stadt umher und schweife nicht auf ihren Straßen Nach dem Griech.: auf ihren verlassenen Straßen. - herum. Wende dein Angesicht ab Alsbald ab. - von einem geputzten Weibe und blicke nicht nach Betrachte nicht aufmerksamer. - der Schönheit einer Fremden. Durch die Schönheit der Frauen sind schon viele zugrunde gegangen und durch dieselbe entzündet sich die Begierde wie Feuer. Jedes Weib, das eine Buhlerin ist, wird wie Gassenkot zertreten werden. Viele bewunderten die Schönheit eines fremden Weibes und wurden verwerflich, denn ihr Gespräch entzündet wie Feuer. Vers 10, 11 sind ein Kommentar der Vulgata zu dem Vorhergehenden. - Bei einem fremden Weibe sitze ja nicht und lege dich nicht mit ihr auf den Arm bei Tische. Schwätze nicht mit ihr beim Weine, dass dein Herz sich nicht zu ihr wende und du durch dein Blut Deine Leidenschaft. Nach dem Hebr. indes bedeutet es den Tod, den der Ehemann dir zufügen würde. - ins Verderben geratest. Einen alten Freund verlass nicht, denn ein neuer wird ihm nicht gleichkommen. Ein neuer Freund ist neuer Wein; lass ihn alt werden, so wirst du ihn mit Lust Zusatz der Vulgata. - trinken. Beneide den Sünder nicht Vergl. [Ps 72,2]. - um Ruhm und Reichtümer; denn du weißt nicht, welches Verderben über ihn kommen wird. Hebr.: welches sein Ende sein wird. - Habe nicht Wohlgefallen am Frevel An dem, was die Bösen tun. - der Ungerechten; gedenke, dass der Gottlose nicht bis zum Grabe Gefallen finden wird. Sondern seine gebührende Strafe finden wird. - Halte dich fern von einem Manne, der die Macht hat zu töten, so wirst du von der Todesfurcht frei sein. Kommst du aber vor ihn, Aus Notwendigkeit. - so verfehle dich in nichts, dass er dir nicht das Leben nehme. Denke an die Nähe des Todes, denn Griech. hebr.: Erkenne wohl, dass du inmitten von Schlingen einhergehst. - du wandelst mitten unter Schlingen und gehst über den Waffen der Betrübten Du schreitest über Waffen dahin, welche schon andere zu Falle gebracht. Griech.: Du wandelst auf den Zinnen einer (belagerten) Stadt. - einher. Sei vorsichtig gegen deinen Nächsten, so viel du kannst, und berate dich mit Weisen und Klugen. Rechtschaffene Menschen seien deine Tischgenossen und die Furcht Gottes sei dein Ruhm. Gegenstand deines Ruhmes. Mit Gerechten werden auch Gastmähler in der Furcht Gottes gehalten. - Richte deine Gedanken auf Gott und alle deine Gespräche seien über die Gebote des Allerhöchsten. Durch des Künstlers Hand empfängt das Werk sein Lob Von hier ab wendet sich der Weise der Frage zu, wovon Heil und Unglück der Staaten abhängt. - und der Fürst des Volkes wegen der Weisheit seiner Rede, wegen der Einsicht aber der Ausspruch der Greise. Zusatz der Vulgata. - Ein Schwätzer ist in seiner Stadt ein Schrecken und wer in seinen Worten voreilig ist, macht sich verhasst. Alle fürchten sich vor seiner Zunge.

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