Esra 10

B. Da die Einwohner von Jerusalem versprechen, alle seine Befehle auszuführen (V. 5), versammelt Esdras das gesamte Volk in der heiligen Stadt und heißt sie, alle fremden Frauen zu entlassen. (V. 17) C. Die Priester, die Leviten und viele aus dem Volke leisten dem Befehle Gehorsam.

Als Esdras Von hier an erzählt Esdras von sich in der dritten Person. - betete und flehte und weinte und vor dem Tempel Gottes lag, versammelte sich eine sehr große Schar von Männern und Frauen und Kindern aus Israel um ihn und das Volk weinte heftig. Und Sechenias, der Sohn Jehiels von den Söhnen Älams, begann und sprach zu Esdras: Wir haben wider unsern Gott gesündigt, dass wir fremde Frauen aus den Völkern des Landes genommen haben; nun, wenn Israel deshalb Buße tut, Hebr.: Aber es ist noch Hoffnung für Israel hierüber. V. 3 beginnt einen neuen Satz. - so lasset uns einen Bund mit dem Herrn, unserm Gott, schließen, Gott eidlich geloben. - dass wir alle Frauen Fremden Frauen. - und die von ihnen geborenen Kinder Da die Ehen als ungültig angesehen wurden. - nach dem Willen Gottes und derjenigen entfernen, die das Gebot des Herrn, unseres Gottes, fürchten; nach dem Gesetze werde getan. Erhebe dich, denn dir gehört es zu entscheiden, Hebr.: dir liegt die Sache ob. - wir werden mit dir sein; sei stark und handle! Da erhob sich Esdras und ließ die Obersten der Priester und der Leviten und ganz Israel einen Eid schwören, dass sie nach diesen Worten tun wollten, und sie schwuren. Da erhob sich Esdras vor dem Hause Gottes und ging in das Gemach Johanans, des Sohnes Eliasibs, Ein Johanan, Enkel Eliasibs, wird [Neh 12,23] hebr. erwähnt. Entweder führte zur Zeit der Kap. 10 erwähnten Ereignisse dies Gemach nicht nach ihm diesen Namen, sondern nach einem andern Johanan, oder der Erzähler benennt denselben nach der späteren Gewohnheit. - und trat dort ein; doch aß er kein Brot und trank kein Wasser, denn er war in Trauer über die Übertretung derer, welche aus der Gefangenschaft gekommen waren. Hierauf erging der Aufruf in Juda und in Jerusalem an alle Kinder der Gefangenschaft, dass sie sich nach Jerusalem versammeln sollten, und jeder, der nicht nach dem Beschlusse der Obersten und Ältesten in drei Tagen käme, dem sollte die ganze Habe genommen und er selbst aus der Gemeinde der Wegführung ausgestoßen werden. Da kamen alle Männer von Juda und Benjamin in drei Tagen nach Jerusalem, das ist im neunten Monat, am zwanzigsten Tage des Monats, und alles Volk saß auf dem Platze vor dem Hause Gottes, wegen ihrer Sünde und von den Regengüssen zitternd. Da erhob sich Esdras, der Priester, und sprach zu ihnen: Ihr habt euch vergangen, dass ihr fremde Frauen nahmet, so dass ihr die Schuld Israels noch vermehrtet. So leget nun vor dem Herrn, dem Gott eurer Väter, das Bekenntnis ab und tuet nach seinem Willen und sondert euch von den Völkern des Landes und von den fremden Frauen ab. Da antwortete die ganze Gemeinde und sprach mit lauter Stimme: So wie du zu uns gesprochen, so geschehe es! Weil aber das Volk zahlreich und es Regenzeit ist und wir nicht alle außen zu stehen vermögen, es überdies nicht das Geschäft eines oder zweier Tage ist (denn wir haben uns in diesem Stücke schwer Vielfältig – unser viele. - versündigt), so möge man die Vorgesetzten in der ganzen Gemeinde aufstellen, Hebr.: So mögen denn unsere Fürsten für die ganze Gemeinde dastehen (bestellt werden). - und alle diejenigen in unsern Städten, welche fremde Frauen genommen haben, mögen zu bestimmten Zeiten kommen, und mit ihnen die Ältesten jeder einzelnen Stadt und die Richter derselben, bis der Zorn unsers Gottes, der um dieser Sünde willen auf uns lastet, abgewendet ist. Da wurden Jonathan, der Sohn Azahels, und Jaasia, der Sohn Thekues, hierzu bestimmt, Hebr.: traten hiergegen auf. - und Mesollam, und Sebethai, der Levite, halfen ihnen. Die Kinder der Wegführung aber taten also. Und Esdras, der Priester, und die Häupter der Geschlechter gingen nach den Stammhäusern ihrer Väter, Namhafte Männer. - alle nach ihren Namen hin, und setzten sich am ersten Tage des zehnten Monats nieder, um die Angelegenheit zu untersuchen. Und sie kamen mit allen Männern, die fremde Frauen genommen hatten, bis zum ersten Tage des ersten Monats zu Ende. Es fanden sich unter den Söhnen der Priester solche, die fremde Frauen genommen hatten. Von den Söhnen Josues, des Sohnes Josedeks, und seinen Brüdern: Maasia und Eliezer und Jarib und Godolia. Vettern des Hohenpriesters. - Diese gaben ihre Hand darauf, ihre Frauen zu verstoßen und für ihre Verschuldung einen Widder von der Herde zu opfern. Die Verschuldung wird als eine in Unwissenheit begangene angesehen. - Von den Söhnen Emmers: Hanani und Zebedia. Von den Söhnen Harims: Maasia, Elia, Semeja, Jehiel und Ozias. Von den Söhnen Pheshurs: Elioenai, Maasia, Ismael, Nathanael, Jozabed und Elasa. Von den Söhnen der Leviten: Jozabed, Semei, Kelaja, der auch Kalita hieß, Phataja, Juda und Eliezer. Von den Sängern: Eliasib, und von den Türhütern: Sellum, Telem und Uri. Von Israel, Von Laien. - von den Söhnen Pharos: Remeia, Jezia, Melchia, Miamin, Eliezer, Melchia und Banea. Von den Söhnen Älams: Mathania, Zacharias, Jehiel, Abdi, Jerimoth und Elia. Von den Söhnen Zethuas: Elioenai, Eliasib, Mathania, Jerimuth, Zabad und Aziza. Von den Söhnen Bebais: Johanan, Hanania, Zabbai, Athalai. Von den Söhnen Banis: Mosollam, Melluch, Adaja, Jasub, Saal und Ramoth. Von den Söhnen Phahath-Moabs: Edna, Chalal, Banajas, Maasias, Mathanias, Beseleel, Bennui und Manasse. Von den Söhnen Herems: Eliezer, Josue, Melchias, Semejas, Simeon, Benjamin, Maloch, Samarias. Von den Söhnen Hasoms: Mathanai, Mathatha, Zabad, Eliphelet, Jermai, Manasse, Semei. Von den Söhnen Banis: Hier liegt wohl ein Schreibfehler vor, da bereits V. 29 Söhne Banis genannt sind. Auch das Folgende ist nicht fehlerfrei, wie die verschiedene Les- beziehungsweise Schreibart des Hebräischen zeigt. - Maaddi, Amram, Uel, Baneas, Badajas, Cheliau, Vania, Marimuth, Eliasib, Mathanias, Mathanai, Jasi, Bani, Bennui, Semei, Salmias, Nathan, Adajas, Mechnedebai, Sisai, Sarai, Ezrel, Selemiau, Semeria, Sellum, Amaria, Joseph. Von den Söhnen Nebos: Jehiel, Mathathias, Zabad, Zabina, Jeddu, Joel und Banaja. Alle diese hatten fremde Frauen genommen, und unter diesen waren Frauen, welche Kinder geboren hatten. Beweis, wie durchgreifend man verfuhr. Doch so streng auch damals die Scheidung durchgeführt ward, das Übel war dennoch nicht beseitigt. Vergl. die Maßnahmen [Neh 10,30], welche etwa 25 – 30 Jahre später notwendig werden.

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