B. Die Grundlegung des Tempels im zweiten Jahre des Cyrus. (Kap. 3) a. Im siebenten Monate desselben Jahres, in dem sie zurückgekehrt, begehen die Juden mit großer Feierlichkeit das Laubhüttenfest und bringen von da ab Brandopfer dar. (V. 6) b. Im zweiten Monate des zweiten Jahres legen sie den Grund zum Tempel. Einige freuen sich über das begonnene Werk, andere weinen bei der Erinnerung an den alten Tempel.
1Schon war der siebte MonatDes Jahres der Rückkehr, 536 (oder wenn die Vorbereitungen sich hinzogen, 535 v. Chr.) - gekommen, seitdem die Söhne Israels in ihren Städten waren; da versammelte sich das Volk wie ein Mann zu Jerusalem.2 Und Josue, der Sohn Josedeks, und seine Brüder, die Priester, und Zorobabel, der Sohn Salathiels, und seine Brüder erhoben sich und bauten den Altar des Gottes Israels, um auf demselben Brandopfer darzubringen, wie im Gesetze Moses, des Mannes Gottes, geschrieben steht.3 Und sie stellten den Altar Gottes auf seinen GrundlagenNach anderen: auf seiner alten Stelle. - her, obwohl sie von den Völkern der Landstriche ringsum geschreckt wurden,Vergl. [Esr 4,4]. - und brachten auf demselben dem Herrn des Morgens und des Abends das Brandopfer dar.Sie wollen sich durch die Opfer den Schutz des Herrn sichern. -4 Und sie hielten das Fest der Laubhütten, wie geschrieben steht,[3Mos 23,34ff, 4Mos 29,12-38] - und brachten alle Tage der Ordnung nach das Brandopfer dar und verrichteten das Werk jedes Tages nach Vorschrift an seinem Tage;5 und darnach das tägliche Brandopfer und das an den Neumonden, wie an allen geheiligten Festen des Herrn, mit allerlei Gaben, die man dem Herrn freiwillig darbrachte.6 Vom ersten Tage des siebten Monats an begannen sie, dem Herrn Brandopfer darzubringen; aber der Grund zum Tempel Gottes war noch nicht gelegt.7 Und sie gaben den Steinmetzen und Maurern Geld und den Sidoniern und Tyriern Speise und Trank und Öl, dass sie Cedernholz vom Libanon nach dem Meere von Joppe brachten, wie ihnen Cyrus, der König der Perser, befohlen hatte.8 Im zweiten Jahre, nachdem sie zum Tempel Gottes in Jerusalem gekommen waren, im zweiten Monate,Es trifft dies wohl schon in das Jahr 535. Sie waren etwa 8 Monate wieder in ihrer Heimat. Den eigentlichen Bau leisteten wohl, wie später unter Herodes, die Leviten, die anderen bereiteten das Material vor. - begannen Zorobabel, der Sohn Salathiels, und Josue, der Sohn Josedeks, und ihre übrigen Brüder, die Priester und Leviten, und alle, die aus der Gefangenschaft nach Jerusalem gekommen waren, und bestellten die Leviten von zwanzig Jahren an und darüber, die Arbeit für den Herrn zu leiten.9 Und Josue stand mit seinen Söhnen und seinen Brüdern und Kedmihel mit seinen Söhnen und die Söhne JudasDie Söhne Kedmihels werden erwähnt, da nicht alle Leviten zurückgekehrt waren. - wie ein Mann, um die Aufsicht über diejenigen zu führen, welche im Tempel Gottes arbeiteten; auch die Söhne Henadads und ihre Söhne und ihre Brüder, die Leviten.10 Als nun die Bauleute den Grund zum Tempel des Herrn legten, stellten sich die Priester in ihren Gewändern mit Trompeten und die Leviten, die Söhne Asaphs, mit Cymbeln auf, um nach der Anordnung Davids, des Königs von Israel, Gott zu loben.11 Und sie stimmten dem Herrn Lob- und Danklieder an, dass er gütig, dass seine Barmherzigkeit über Israel ewig währet. Und alles Volk erhob lautes Jubelgeschrei und lobte den Herrn, dass die Grundlegung des Tempels des Herrn vollendet worden.Der Wiederaufbau des Tempels beginnt
Gustave Doré (1832-1883), La Grande Bible de Tours (Alfred Mame et fils, Tours, 1866)
The Doré Bible Illustrations (Dover Publications, 1974) — Bilder bereitgestellt von Rev. Felix Just, S.J.12 Sehr viele von den Priestern und Leviten aber und die Familienhäupter und die Greise, welche den früheren Tempel gesehen hatten,Der frühere Tempel war im 11. Regierungsjahre des Sedekias, dem 19. Nabuchodonosors, also erst vor 53 Jahren zerstört worden. - weinten mit lauter Stimme, als vor ihren Augen der Grund zu diesem Tempel gelegt ward,Vergl. [Hagg 2,3]. Der neue schien den alten Tempel in keiner Weise an Herrlichkeit erreichen zu können. während viele jubelnd ihre Stimme in Freude erhoben.13 Und niemand konnte den Schall des Freudengeschreies von dem Laute des Weinens des Volkes unterscheiden, denn das Volk erhob ein großes Geschrei durcheinander und der Schall ward weithin gehört.