Ester 10

Die Ausgaben hier ordnen dieses Buch unterschiedlich an, sodass dieselbe Kapitel- und Versnummer in jeder einen anderen Text bezeichnet.

D. Assuerus regiert glücklich, während Mardochäus die zweite Stelle nach ihm innehat und für das Beste seines Volkes besorgt ist. (V. 3) Schlusswort: Mardochäus Traum ist erfüllt. (V. 4-31)

Der König Assuerus aber legte dem ganzen Lande und allen Inseln des Meeres Küstenländern. - einen Tribut auf. Die Kassen waren durch den Krieg mit Griechenland erschöpft und Aman hatte sie nicht zu füllen vermocht. - Seine Macht und Herrschaft und die Würde und Hoheit, zu welcher er Mardochäus erhoben, sind in den Büchern der Meder und Perser Der Reichschronik. - beschrieben; auch wie Mardochäus aus dem Geschlechte der Juden der Zweite nach dem Könige Assuerus war und bei den Juden in hohem Ansehen stand und bei dem Volke seiner Brüder beliebt war, weil er das Beste seines Volkes suchte und das redete, was seinem Geschlechte zum Frieden diente.
Was sich im Hebräischen findet, habe ich vollkommen treu übersetzt. Das aber, was folgt, habe ich in der gemein üblichen Ausgabe in griechischer Sprache und Schrift gefunden. Einstweilen ward dieses Kapitel an das Ende des Buches gesetzt und ich habe meiner Gewohnheit nach einem Obelus (†), das ist ein christliches Zeichen, davor gesetzt. Anmerkung des hl. Hieronymus. In der Kirche gilt das Folgende für ebenso authentisch wie das übrige. – Septuag stellt den Traum an die Spitze des Buches, die Erklärung an den Schluss Kap.10. In der Vulgata stände passender [Est 11] vor Kap. 10. -
Und Mardochäus sprach: Gott hat dies alles getan. Ich erinnere mich eines Traumes, den ich hatte, der ebendies vorbedeutete, und es ist nichts davon unerfüllt geblieben. Der kleine Quell, welcher zum Strome anwuchs und sich in ein Licht, in die Sonne, verwandelte und in sehr viele Gewässer ergoss, ist Esther, welche der König zur Gemahlin nahm und zur Königin machte. Siehe [Est 11,10]. - Die zwei Drachen aber, das bin ich und Aman. Die Völker, welche zusammenkamen, sind die, welche den Namen der Juden zu vertilgen trachteten. Mein Volk aber, Israel, rief zu dem Herrn und der Herr rettete sein Volk und befreite uns von allen Übeln und tat große Zeichen und Wunder unter den Völkern. Und er befahl, dass zwei Lose sein sollten, das eine für das Volk Gottes und das andere für alle Völker. Und beide Lose trafen auf den schon von jener Zeit an vor Gott für alle Völker bestimmten Tag. Und der Herr gedachte seines Volkes und erbarmte sich seines Erbes. Diese Tage sollen im Monate Adar, am vierzehnten und fünfzehnten dieses Monats, gefeiert werden, das ganze Volk soll sich mit allem Eifer und mit Freude versammeln durch alle nachfolgenden Geschlechter des Volkes Israel. Vergl. [Est 8,17, Spr 29,6, 2Mak 15,36]. Im vierten Jahre, als Ptolemäus und Kleopatra regierten, Gemeint ist wohl Ptolemäus Philometor 181 – 145, der judenfreundlich war. - brachten Dositheus, der sich für einen Priester aus dem Stamme Levi ausgab, und Ptolemäus, sein Sohn, diesen Brief über die Phurim, Das Buch Esther. - von dem sie sagten, dass Lysimachus, des Ptolemäus Sohn, zu Jerusalem ihn übersetzt habe.

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