Exodus 1

I. Abschnitt. Moses Taten in Ägypten. (1,1 – 12,36) I. Vorgeschichte Moses. (Kap. 1 – 2) 1.) Bedrückung des Volkes Israel in Ägypten. (Kap. 1) A. Vermehrung der Israeliten. (V. 7) B. Bedrückung der Israeliten (V. 22): a. Fronarbeit. (V. 14) b. Tötung der Knaben.

Dies sind Im Hebr. wird das Buch durch die Partikel „und“ mit dem vorhergehenden verbunden. - die Namen der Söhne Israels, Als Person wird der Patriarch Jakob genannt. Israel ist Ehrenname des Volkes. - die mit Jakob in Ägypten einzogen; ein jeder zog mit seiner Familie Die Familien mit ihrem Besitze. - ein: Ruben, Simeon, Levi, Judas, Issachar, Zabulon, Benjamin, Dan, Nephthali, Gad, Aser. Und es waren alle die Seelen, die hervorgingen aus den Lenden Jakobs, zusammen siebzig; Die Septuag hat wie [1Mos 46,27] 75. Joseph, der in der Zahl 70 einbegriffen ist, war schon vor dem Einzuge Jakobs in Ägypten. Die Namen werden aufgezählt wie [1Mos 35,23ff], nur dass Joseph hier am Schlusse allein steht. [1Mos 46,8ff] werden die Söhne der Lia und ihrer Magd zuerst genannt. Auf diese Stelle weist die Zahl 70 zurück. Beide Stellen also kannte der Autor des Exodus. Indem er ein neues Buch beginnt, nennt er von neuem die Zahl 70, um zu zeigen, wie Gottes Verheißung, die Nachkommen der Patriarchen zu mehren, in Erfüllung gegangen sei. (Vergl. V. 7.) - Joseph aber war in Ägypten. Hierauf starb er, und alle seine Brüder, und jenes ganze Geschlecht. Und die Söhne Israels wuchsen und mehrten sich, als sprossten sie aus der Erde hervor, und wurden überaus zahlreich, und erfüllten das Land. Gessen. - Unterdessen stand ein neuer König Aus einer anderen Familie. Es heißt aber weder, dass er der unmittelbare Nachfolger dessen war, der Joseph gekannt, noch dass er der erste war aus der neuen Dynastie. Der heilige Text kennt nur die beiden, welche in das Schicksal des auserwählten Volkes eingriffen. - in Ägypten auf, der von Joseph nichts wissen wollte; Er wies dessen Gesetze von sich und war seinen Stammesgenossen abhold. - der sprach zu seinem Volke: Sehet, das Volk der Söhne Israels ist zahlreich und stärker als wir. In Gessen. - Wohlan, wir wollen es mit weisem Vorbedacht unterdrücken, Hebr.: Seien wir klug gegen sie. Die Ägypter waren bestrebt Ankömmlinge zu Zwangsarbeiten in Ägypten fest zu halten. - dass es sich nicht allzusehr mehre und, wenn ein Krieg gegen uns entstände, sich zu unsern Feinden schlage und, wenn wir besiegt werden, aus dem Lande wegziehe. Er setzte also Fronvögte über sie, um sie mit schweren Arbeiten Damit sie keine Luft hätten, Familien zu gründen. - niederzuhalten, und sie erbauten dem Pharao die Vorratsstädte Phithom und Ramesses. Phithom – Pi Tum, Wohnung des Gottes Tum, Hauptstadt der Provinz Thuku oder Thaket, d. i. Sokoth [2Mos 12,37], jetzt Tell del Maskuteh. Ramesses, nach [1Mos 47,6.11], wohl ein Teil von Gessen, mehr nach dem Innern zu gelegen, wohl das gleiche mit Tanis [Ps 77,12.43]. Der Unterdrücker war nach allgemeiner Annahme Ramesses II. - Aber je mehr jene sie bedrückten, desto mehr nahmen sie zu und wuchsen. Durch Gottes Ratschluss. - Und die Ägypter hassten Hebr.: Wurden (im Herzen) vor den Israeliten gebrochen. Vergl. [4Mos 22,3, Jes 7,16]. Neid und Schmerz packt sie und Furcht vor der Hilfe einer verborgenen Gottheit erfüllt sie. - die Söhne Israel, und quälten sie, Hebr.: Und sie machten sie dienen härter als zuvor. - und höhnten sie, und verbitterten ihnen das Leben durch harte Arbeit in Lehm und Ziegeln, und durch allerlei Frondienste, Zu den Bauten kommen noch zwei andere Arbeiten hinzu. - mit denen sie dieselben auf dem Felde belasteten. Trotz aller Bedrückung wuchs die Zahl der Hebräer. - Der König von Ägypten aber sprach zu den Hebammen der Hebräer, von denen eine Sephora, die andere Phua hieß, Richtiger der Hebräerinnen. Von den beiden hier genannten wohl ägyptischen Hebammen hat Moses besonders gehört. - und gebot ihnen: Drei reden der Ägypter: V. 9, V. 15, V. 22. - Wenn ihr den Hebräerinnen beisteht und die Zeit der Geburt kommt, so tötet das Kind, Hebr.: Wenn ihr sie aus dem Mutterschoße kommen sehet, so tötet sie alsbald. - wenn es ein Knabe ist; ist es aber ein Mädchen, so lasset es am Leben. Die Hebammen aber fürchteten Gott und taten nicht nach dem Befehle des Königs von Ägypten, sondern ließen auch die Knaben am Leben. Da ließ der König sie zu sich rufen und sprach: Was habt ihr getan, dass ihr die Knaben am Leben gelassen habt? Sie antworteten: Die Hebräerinnen sind nicht wie die ägyptischen Frauen, denn sie verstehen sich auf die Geburtshilfe und gebären, ehe wir zu ihnen kommen. Sie übertreiben etwas, ohne zu lügen, da sonst der König nicht glauben würde. - Darum ließ Gott es den Hebammen wohl ergehen, und das Volk wuchs und ward sehr stark. Und weil die Hebammen Gott fürchteten, so gab er ihnen Nachkommenschaft. Vergl. [5Mos 25,9, Rut 4,11]. - Da gebot Pharao seinem Den Ägyptern, die ganz eigentlich sein Volk waren, und den Hebräern. Vergl. [2Mos 2,3]. Jetzt geht der König offen gegen die Israeliten vor. gesamten Volke und sprach: Alle Knaben, welche geboren werden, werfet in den Fluss; alle Mädchen lasset am Leben.

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