Exodus 23

bb. Zusatzgesetz über die Gerechtigkeit im Gerichte (V. 1 – 9): 1.) Mahnung für die Zeugen. (V. 3) 2) Mahnung für die Streitenden. (V. 5) 3) Mahnung für den Richter. (V. 8) 4) Mahnung für alle bezüglich der Ankömmlinge. (V. 9) cc. Zusatzgesetz über die Sabbatsruhe. (V. 12) c. Dritte Reihe von sechs Gesetzen (V. 13 – 19): 1) Zusatzgesetz gegen den Gebrauch des Namens fremder Götter. (V. 13) 2) Zusatzgesetz über drei größere Feste. (V. 17) 3) Zusatzgesetz über die Fernhaltung von Gesäuertem vom Opfer. (V. 18a) 4) Zusatzgesetz über das Verfahren der Opfer am Tage der Darbringung. (V. 8b) 5) Zusatzgesetz über die Darbringung der ersten Früchte. (V. 19a) 6) Zusatzgesetz: Verbot, die Böckchen im Fette der Mutter zu kochen. (V. 19b) C. Epilog der Zusatzgesetze. (V. 20 – 33)

Du sollst keine Lügenreden annehmen, noch deine Hand bieten, um für den Gottlosen falsches Zeugnis abzulegen. V. 1 – 8 sind nicht Gesetze, wie 21,7 – 22,17, sondern gleichsam von alten Weisen überlieferte Sprüche. V. 1 -3 ist für Streitende, V. 6 – 8 für Richter bestimmt, V. 9 bestimmt den Schutz der Ankömmlinge. - Du sollst dem großen Haufen nicht folgen, um Böses zu tun, Durch falsches Zeugnis. - noch im Gerichte dem Urteile der Meisten beistimmen, so dass du von der Wahrheit abweichst. Auch sollst du den Armen nicht im Gerichte begünstigen. Nur die Gerechtigkeit ist zu berücksichtigen. Dem widerstreitet deshalb [JSir 4,10] nicht. - Wenn du einen deinem Feinde Gegner vor Gericht. Der gleiche Dienst ist jedem Hebräer zu leisten. [5Mos 22,1] - gehörigen Ochsen oder Esel herumirrend findest, so bringe ihm denselben wieder zurück. Wenn du den Esel dessen, der dich hasst, unter seiner Last erliegen siehst, so sollst du nicht vorübergehen, sondern ihm beistehen, den Esel aufzuhelfen. Vergl. [5Mos 22,4]. - Du sollst das Recht des Armen in seiner Sache nicht beugen. Durch ungerechtes Urteil oder ungerechte Gunst. - Die Lüge sollst du fliehen. Den Unschuldigen und den, der Recht hat, sollst du nicht töten; Gerichtlich. - denn ich verabscheue den Gottlosen. Du sollst nicht Geschenke annehmen, denn sie verblenden auch die Weisen und verkehren die Worte der Gerechten. Einem Fremdlinge sollst du nicht lästig sein; denn ihr wisst ja, wie es den Fremdlingen um's Herz ist, Wie leicht sie nachgesetzt und betrübt werden. - da ihr selbst Fremdlinge im Lande Ägypten gewesen seid. Sechs Jahre sollst du dein Land besäen und seinen Ertrag einsammeln. Ob Moses dieses Gesetz mit den Worten der Vorfahren widergibt, steht nicht fest. Immerhin scheint die Erwähnung der Äcker darauf hinzuweisen. - Im siebenten Jahre aber sollst du es unbenützt liegen und ruhen lassen, damit Hebr.: Und. Vergl. [3Mos 25,3ff]. - die Armen deines Volkes darauf ihre Nahrung finden; und alles, was noch übrig sein wird, mögen die Tiere des Feldes verzehren; ebenso sollst du mit deinem Weinberge und mit deinem Ölgarten tun. Sechs Tage sollst du arbeiten; am siebenten Tage sollst du ruhen, damit dein Rind und dein Esel ausruhe, und der Sohn deiner Magd und der Fremdling sich erhole. Haltet alles, was ich euch gesagt habe. Bei dem Namen fremder Götter sollt ihr nicht schwören, Hebr.: Ihr werdet nicht in das Gedächtnis rufen. - ja er soll nicht einmal aus eurem Munde gehört werden. Dreimal im Jahre sollt ihr mir Feste feiern. Ostern, Pfingsten, Laubhüttenfest. - Das Fest der ungesäuerten Brote sollst du halten. Sieben Tage sollst du ungesäuertes Brot essen, wie ich dir geboten habe, zur Zeit des Monats der neuen Früchte, Vielmehr der Monat Abib. - da du in ihm aus Ägypten gezogen bist; vor meinem Angesichte sollst du nicht mit leeren Händen erscheinen. Herrschern durfte man nicht ohne Geschenke nahen. - Dann das Erntefest der Erstlinge deiner Arbeit Pfingsten [3Mos 23, 5Mos 16] - von allem, was du auf deinem Acker ausgesät; endlich das Fest am Ende des Jahres, Des bürgerliche Jahres. Am 15. Tage des 7. Monats (September, Oktober) Laubhüttenfest. - wenn du alle deine Früchte von dem Felde eingesammelt hast. Dreimal im Jahre soll jeder Mann aus deiner Mitte vor dem Herrn, deinem Gott, erscheinen. Die drei Feste werden nur kurz erwähnt, zwei davon ohne Angabe der Zeit und Weise. - Du sollst das Blut meines Opfers Das Osterlamm. - nicht mit gesäuerten Broten opfern; auch soll das Fett meines Festopfers nicht bis zum Morgen aufbewahrt werden. Die Erstlinge der Früchte deines Bodens sollst du in das Haus des Herrn, deines Gottes, An dem Ort, wo ehemals der Altar, später die Stiftshütte war. Der Ort, wo Gott seine Gegenwart kundtut, heißt Haus Gottes. [1Mos 28,17] Wiederholung des [1Mos 28, 1Mos 29]verkündeten Gesetzes. - bringen. Ein Böckchen sollst du nicht in der Milch seiner Mutter kochen. Statt Milch ist vielleicht Fett zu lesen. Das Böckchen wird besonders erwähnt, weil die Hebräer solche Gästen vorzusetzen pflegten. [1Mos 27,9] - Siehe, ich werde meinen Engel Der Engel, welcher aus der Wolkensäule zu Moses redete, der die Stelle Gottes vertritt. - senden, dass er vor dir herziehe, und dich bewahre auf dem Wege, und dich an die Stätte führe, welche ich bereitet habe. Habe Acht auf ihn, und höre seine Stimme, und glaube nicht, ihn verachten Hebr.: ihm zu widerstehen. - zu dürfen; denn wenn du sündigst, wird er es nicht ungeahndet lassen, und mein Name ist in ihm. Wenn du aber auf seine Stimme hörst und alles tust, was ich sage, so werde ich der Feind deiner Feinde sein, und die bedrängen, welche dich bedrängen. Und mein Engel wird vor dir hergehen und dich zu den Amorrhitern, Hethitern, Pherezitern, Chananitern, Hevitern und Jebusitern führen, die ich vernichten will. Du sollst ihre Götter nicht anbeten, noch ihnen dienen; du sollst ihre Werke Auch die Werke der Ausschweifung. - nicht tun, sondern sie vernichten und ihre Bildsäulen zertrümmern. Ihr sollt vielmehr dem Herrn, eurem Gott, dienen, dass ich dein Brot und dein Wasser segne und Krankheiten Allgemeine Krankheiten, Pest usw. - aus deiner Mitte entferne. Kein Weib wird in deinem Lande kinderlos Hebr.: Beraubt, ihre Söhne überlebend. - oder unfruchtbar sein, und mit frühzeitigem Tode werde ich dich nicht heimsuchen. Meinen Schrecken werde ich vor dir hersenden und jedes Volk töten, Richtiger: In Verwirrung bringen. - zu dem du kommen wirst; und alle deine Feinde werde ich vor dir in die Flucht treiben; indem ich Hornissen vor dir Vor deinem Angesichte. - aussende, dass sie die Heviter, die Chananiter und die Hethiter vertreiben, bevor du einziehst. Nicht in einem Jahre werde ich sie vor dir vertreiben, damit das Land nicht zur Wüste werde und die wilden Tiere nicht dir zum Schaden überhandnehmen; allmählich werde ich sie vor dir vertreiben, bis du zahlreich geworden bist und das Land in Besitz genommen hast. Dein Gebiet aber will ich reichen lassen vom roten Meere bis zum Meere der Palästiner, Das Mittelmeer. - und von der Wüste bis zum Strome; Von der Wüste am roten Meere bis zum Euphrat. - die Einwohner des Landes will ich in eure Hände geben und sie Hebr.: Du wirst vor deinem Angesichte vertreiben. - vor euch vertreiben. Weder mit ihnen, noch mit ihren Göttern sollst du ein Bündnis schließen. Sie sollen nicht in deinem Lande wohnen bleiben, damit sie dich nicht zur Sünde wider mich verführen, wenn du ihren Göttern dienst; In der Zwischenzeit, ehe die Israeliten das ganze Land in Besitz nahmen. denn das wird dir sicher zum Fallstricke werden.

Zitiert in 39