Exodus 26

bb. Das Heiligtum (V. 1 – 30): Der Vorhang. (V. 6) Die Stiftshütte. (V. 13) Die Bedeckung der Hütte. (V. 14) Die Wände der Hütte. (V. 30) cc. Der Schmuck des Heiligtums. (Kap. 26,31 – Kap. 27,8): Die Vorhänge.

Das Zelt Die Übersetzung der Vulgata macht das Verständnis etwas schwerer. V. 1 – 6 handelt von dem Zelte und dessen Byssusvorhängen. V. 7 – 14 von der Wohnung und den dasselbe bedeckenden Fellen, sowie von den hölzernen Wänden der Wohnung. Die Vulgata setzt für Zelt auch Dach oder Decken. Was sie [2Mos 25,4] Ziegenhaare nennt, bezeichnet sie V. 7 als grobhaarige Überdecken; was [2Mos 26,1-6] Teppiche und Haken, heißt dann Überdecke und Häkchen. - aber mache also: Fertige zehn Teppiche an von gezwirntem Byssus und von blauem und rotem Purpur und von doppelt gefärbtem Karmosin, mit Stickwerk von allerlei Art. Besser wohl: Cherubim. Auf dem Byssus waren Cherubim aus blauem und rotem Purpur einzuweben. - Jeder Teppich habe achtundzwanzig Ellen Länge, und vier Ellen Breite. Alle Teppiche sollen ein Maß haben. Fünf Teppiche sollen miteinander verbunden werden, und die andern fünf sollen auf gleiche Weise zusammenhängen. Und mache an die Seitenkanten der Teppiche himmelblaue Schleifen, damit sie miteinander verbunden werden können. Fünfzig Schleifen soll ein Teppich auf beiden Seiten haben, so angesetzt, dass Schleife gegen Schleife steht und eine an die andere gefügt werden kann. Fertige auch fünfzig goldene Haken, mit denen die Teppiche verbunden werden sollen, so dass ein Zelt wird. und mache elf grobhaarige Überdecken, das Dach des Zeltes zu bedecken. Der Wohnung. - Die Länge einer Überdecke soll dreißig Ellen, und die Breite vier Ellen betragen; alle Überdecken sollen von gleichem Maße sein. Von diesen füge fünf besonders zusammen, und die andern sechs verbinde so miteinander, dass du die sechste Überdecke vorn am Dache Des Zeltes. - doppelt legest. Mache auch fünfzig Schleifen an den Rändern jeder Überdecke, um sie mit einer andern verbinden zu können, und fünfzig Schleifen an den Rändern der andern Überdecke, dass sie mit einer andern verbunden werde. Fertige ferner fünfzig eherne Häkchen, mit denen die Schleifen verbunden werden können, so dass aus allen Überdecken eine einzige Decke Zelt - wird. Was aber an den Überdecken, welche für das Dach bestimmt werden, übrig ist, nämlich eine Überdecke, die zuviel ist, Die Überdecken hatten in der Breite vier Ellen und waren elf an Zahl, weshalb ihre ganze Breite vierundvierzig Ellen ausmachte. Da nun zur Bedeckung der Teppiche nur vierzig Ellen erfordert wurden (V. 1, V. 2), so waren vier Ellen oder eine Überdecke überflüssig. - davon lasse die Hälfte über die Rückwand des Zeltes herabhängen. Die Hälfte des Überschusses waren zwei Ellen; diese sollten am Hinterteile des Zeltes über den kostbaren Teppich hinaushängen; die andere Hälfte befand sich am Vorderteile, wo zwei Ellen zurückgeschlagen waren. (V. 9) - Und eine Elle der überschüssigen Deckenlänge hänge auf der einen Seite herab, und die andere auf der andern Seite, so dass beide Seiten des Zeltes bedeckt seien. Die Länge des Teppichs war achtundzwanzig Ellen (V. 2), die der Überdecke aber dreißig Ellen. (V. 8) Wenn nun beide Seiten des Teppichs, d. i. die beiden Hälften der Länge, durch die Überdecke bedeckt werden sollten, mussten zwei Ellen überhängen oder auf jeder Längenhälfte des Teppichs (auf jeder Seite) eine Elle. - Überdies mache eine andere Ist in der Vulg. irrig beigefügt. - Bedeckung für das Dach Zelt. - von rotgefärbten Widderfellen, und über diese noch eine andere Decke von bläulichen Fellen. Fertige auch aufrecht stehende Bretter von Akazienholz zu dem Zelte, von denen jedes zehn Ellen in der Länge und ein und eine halbe Elle in der Breite habe. An den Seiten der Bretter sollen zwei Fügungen sein, mit denen ein Brett in das andere eingefügt werden kann; und so sollen alle Bretter gerichtet werden. Nach diesem wären die Seiten der Bretter vermutlich so ineinander gefügt gewesen, dass die eine mit der Kante (Feder) sich in die Fuge der andern begeben hätte. Aber im Hebr. heißt dieser Vers ganz abweichend: Zwei Zapfen soll ein Brett haben, die einander gegenüberstehen, und also ꝛ𝔠.; wo nicht von einer Verbindung der Seiten miteinander durch etwa Zapfen, sondern von den Zapfen am Fuße der Bretter (V. 19) die Rede ist. - Zwanzig davon sollen auf der Südseite sein, die gegen Mittag liegt. Gieße für dieselben vierzig silberne Fußgestelle, dass zwei Fußgestelle unter jedes Brett an den beiden Ecken kommen. Ebenso sollen an der andern Seite des Zeltes, die gegen Mitternacht gerichtet ist, zwanzig Bretter sein mit vierzig silbernen Fußgestellen, so dass jedes Brett auf zwei Fußgestellen ruht. An der Westseite des Zeltes aber bringe sechs Bretter an, und noch zwei andere sollen an den hintern Westlichen - Ecken des Zeltes aufgestellt werden. Sie seien von unten bis oben ineinander gefügt und sollen alle zusammen von einer Fügung zusammengehalten werden. Auch die zwei Bretter, welche an die Ecken zu stehen kommen, sollen ebenso miteinander verbunden werden. Im Hebr. heißt dieser Vers: Sie (die Eckbretter) sollen von unten bis oben ganz gleich sein und durch einen Ring verbunden werden (mit den Seitenbrettern, um durch die festen Ecken dem Ganzen mehr Festigkeit zu geben). So sollen beide die zwei Ecken ausmachen. - Es sollen also zusammen acht Bretter sein mit sechzehn silbernen Fußgestellen, zwei Fußgestelle für jedes Brett gerechnet. Mache auch fünf Riegel aus Akazienholz, um die Bretter an der einen Seite des Zeltes festzuhalten, und fünf andere auf der andern Seite, und ebensoviel auf der Westseite. Diese sollen in der Mitte der Bretter durchgeschoben werden, von einem Ende bis zum andern. D. i. sollen die Länge der ganzen Bretterwand haben. Nach dem Hebr. soll nur der mittlere Riegel an allen Brettern hinlaufen. - Die Bretter selbst überziehe gleichfalls mit Gold, und gieße für sie goldene Ringe, durch welche die Riegel gehen, um die Bretter festzuhalten; auch die Riegel überziehe mit Goldblech. So sollst du das Zelt nach dem Vorbilde aufrichten, das dir auf dem Berge gezeigt worden ist. Dann mache einen Vorhang von blauem und rotem Purpur, und doppelt gefärbtem Karmosin, und gezwirntem Byssus in gewirkter Arbeit, mit mannigfachem, schön gestaltetem Gewebe. Mit eingestickten und eingewebten Cherubim. - Diesen hänge an vier mit Gold überzogenen Säulen von Akazienholz auf, die goldene Knäufe, aber silberne Fußgestelle haben sollen. Der Vorhang aber werde durch die Haken befestigt; Im Hebr.: und bringe den Vorhang unterhalb der Haken an, mit welchen der Teppich und die Überdecke zusammengefügt werden. (V. 6, V. 11) - innerhalb des Vorhanges sollst du die Lade des Zeugnisses setzen, und durch ihn soll das Heiligtum vom Allerheiligsten abgegrenzt werden. Die Länge des Heiligen und des Allerheiligsten wird nicht angegeben. Wahrscheinlich richtete sich Salomo [1Koe 6,20], indem er das Allerheiligste in Kubusform baute, nach den von Moses beobachteten Verhältnissen. Demnach war das Allerheiligste 12, das Heilige 18 Ellen lang. - Setze auch den Gnadenthron auf die Lade des Zeugnisses im Allerheiligsten; und den Tisch stelle außerhalb des Vorhanges auf, und dem Tische gegenüber den Leuchter auf der Südseite des Zeltes, der Tisch nämlich soll an der Nordseite stehen. Endlich mache einen Vorhang vor dem Eingange des Zeltes Des Heiligen. - von blauem und rotem Purpur, und doppelt gefärbtem Karmosin, und gezwirntem Byssus in buntgewirkter Arbeit. Und überziehe fünf Säulen aus Akazienholz mit Gold, vor diese werde der Vorhang gehängt; ihre Knäufe sollen von Gold und ihre Füße von Erz sein. Vergl. [2Mos 36,38].

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