3. Die fünfte und sechste Plage (V. 1 – 12): Die fünfte Plage, die Pest des Viehes. (V. 7) Die sechste Plage, Geschwüre. (V. 12) b. Zweite Reihe von Plagen (9,13 – 12,36): 4. Die siebente und achte Plage (9,13 – 10,29): Die siebente Plage, Hagel.
1Der Herr aber befahl Moses: Gehe hin zu Pharao und sage zu ihm: So spricht der Herr, der Gott der Hebräer: Lass mein Volk ziehen, damit es mir Opfer bringe!Die fünfte Plage: die Viehpest
Gustave Doré (1832-1883), La Grande Bible de Tours (Alfred Mame et fils, Tours, 1866)
The Doré Bible Illustrations (Dover Publications, 1974) — Bilder bereitgestellt von Rev. Felix Just, S.J.2 Wenn du dich aber noch weigerst und sie zurückhältst,3 siehe, so soll meine Hand über deine ÄckerHebr.: Das Vieh, das auf dem Acker ist. - kommen undDas ist. - deine Pferde und Esel, und Kamele, und Rinder und Schafe, eine sehr schwere Pest befallen.4 Und der Herr wird wunderbar scheiden zwischen dem, was Israel gehört,Das Vieh. - und dem Eigentume der Ägypter, so dass von allem, was den Söhnen Israels gehört, durchaus nichts zu Grunde gehen wird.5 Und der Herr setzte eine Frist und sprach: Morgen wird der Herr dies an dem Lande tun.6 Der Herr also erfüllte diese Drohung am folgenden Tage, und allesAlles, was starb, gehörte den Ägyptern an. Die Zahl der gestorbenen Tiere wird nicht angegeben. - Vieh der Ägypter fiel; aber von dem Viehe der Söhne Israels ging nicht ein Stück zu Grunde.7 Da sandte Pharao Boten hin, um nachzusehen; da war kein Stück von dem gefallen, was Israel gehörte. Aber Pharaos Herz verstockte sich und er ließ das Volk nicht ziehen.8 Hierauf sprach der Herr zu Moses und Aaron:Die 6. Bis 9. Plage legte Moses in Gegenwart Aarons auf. (Aug.) Die Saaten waren den Ägyptern wertvoller als die Herden. Die letzte Plage kommt von Gott selbst [2Mos 11,4]. - Nehmet beide Hände voll Asche aus dem Ofen, und Moses streue sie vor den Augen PharaosDamit Pharao sieht, dass diese Plage von Gott kommt. - zum Himmel empor,9 und Staub falle über das ganze LandGanz. Moralisch, da der Staub in die vier Himmelsgegenden geschleudert wird. - Ägypten; denn es sollen Geschwüre entstehen an Menschen und Vieh, und aufbrechende Beulen, im ganzen Lande Ägypten.Hebr.: Und der Staub wird an Menschen und Vieh Entzündungen verursachen. Er wird als moralisch vorbedeutende Ursache bezeichnet. -10 Da nahmen sie Asche aus dem Ofen und traten vor Pharao hin, und Moses streute sie gegen den Himmel; und es entstanden aufbrechende Beulen mit Geschwüren an Menschen und an Tieren.11 Selbst die Zauberer konnten nicht vor Moses erscheinen wegen der Geschwüre, mit denen sie behaftet waren, wie das ganze Land Ägypten.Die Zauberer können diese Plage nicht nur nicht verhängen, sondern nicht einmal sich selbst schützen. -12 Doch der Herr verhärtete das Herz Pharaos, und er hörte nicht auf sie, wie es der Herr zu Moses gesagt hatte.13 Da sprach der Herr zu Moses: Mache dich auf des Morgens und tritt vor Pharao, und sage zu ihm: So spricht der Herr, der Gott der Hebräer: Lass mein Volk ziehen, dass es mir Opfer bringe!14 Denn dieses MalDie übrigen Strafwunder standen mit der Überschwemmung des Flusses in Verbindung. Jetzt, da die Zeit der Ernte gekommen, wendet sich Gottes Zorn gegen diese. Die neue Art von Wundern wird feierlich eingeleitet. V. 17 – 19 wird Pharao nicht ohne Ironie von ihrem Eintritte unterrichtet, Tag und Stunde angegeben, die Größe verkündet. V. 23 – 25 lebendige Beschreibung. Auf Moses Wink beginnen die Plagen, auf sein Gebet hören sie auf; um dieses Gebet bittet Pharao. - werde ich alleDie ich senden wollte. - meine Plagen über dein Herz,Dein verhärtetes Herz. Eine allgemeine Drohung sendet Moses der besonderen V. 17, vorauf. - und über deine Diener, und über dein Volk kommen lassen, damit du erkennest, dass meines Gleichen nicht ist auf der ganzen Erde.15 Denn würde ich jetzt meine Hand ausstrecken und dich und dein Volk mit der PestWohl der Untergang der Erstgeborenen. - schlagen, so würdest du von der Erde vertilgt werden.16 Aber dazu habe ich dich bestimmt, dass ich meine Macht an dir erweise, und dass mein Name auf der ganzen Erde gepriesen werde.Zweifaches Ziel: Offenbarung der göttlichen Allmacht und Mehrung der Ehre Gottes seitens der Geschöpfe. Vergl. [Roem 9,17]. -17 Hältst du mein Volk nochNach so viel Plagen. - zurück und willst es nicht ziehen lassen?18 Siehe, morgen zu eben dieser Stunde werde ich einen sehr schweren Hagelschlag niederfallen lassen, wie ein solcher in Ägypten nicht dagewesen ist, seit dem Tage, an dem es gegründet ward, bis jetzt.Damit Gott desto ersichtlicher als Urheber feststehe und die Menschen suchen können, sich davor sicher zu stellen. -19 Schicke daher sogleich hin und lasse dein Vieh und alles, was du auf dem Felde hast, hereinbringen; denn Menschen, und Vieh, und alles, was im Freien getroffen wird und nicht von dem Felde hereingeholt ist, wird dieser Hagel treffen und es wird sterben.Diese Worte sind für die Diener Pharaos, seine Höflinge, beigefügt. Für Pharao enthalten sie bittere Ironie. -20 Wer nun unter den Dienern Pharaos diese Drohung des Herrn fürchtete, ließ seine Knechte und sein Vieh in die Häuser flüchten;21 wer aber die Drohung des Herrn nicht beachtete, ließ seine Knechte und sein Vieh auf dem Felde.22 Da sprach der Herr zu Moses: Strecke deine Hand zum HimmelZum Zeichen, dass der Hagel von Gott kommt auf Moses Begehren. - empor, dass Hagel falle im ganzen Lande Ägypten auf die Menschen und auf die Tiere, und auf alles, was im Lande Ägypten auf dem Felde gewachsen ist.23 Da streckte Moses seinen Stab zum Himmel empor, und der Herr ließ Donner und Hagel entstehen, und Blitze zur Erde niederfahren; und der Herr ließ Hagel auf das Land Ägypten fallen.24 Hagel mit Feuer gemischtHebr.: Sich umfassend inmitten des Hagels. Es waren wohl feurige Kugeln. [Ez 1,4] - kam zugleich herab, und zwar von solcher Größe,Vielleicht: Heftigkeit. Vergl. die poetische Darstellung [Weish 16,16ff]. - wie seines Gleichen zuvor nie im ganzen Lande Ägypten gesehen ward, seit jenes Volk besteht.25 Und der Hagel schlug im ganzen LandeWie V. 6. - Ägypten alles nieder, was auf dem Felde war, Menschen wie Tiere; alles, was auf dem Felde gewachsen war, schlug der Hagel nieder, und alle Bäume des Landes zerbrach er.26 Nur im Lande Gessen, wo die Söhne Israels waren, fiel kein Hagel.27 Da sandte Pharao hin, und ließ Moses und Aaron rufen, und sprach zu ihnen: Ich habe auchAuch fehlt im Hebr. - dieses Mal gefehlt. Der Herr ist gerecht, ich und mein Volk aber Gottlose.28 Betet zu dem Herrn, dass Gott die Donner und den Hagel aufhören lasse, so will ich euch ziehen lassen, und ihr sollt nicht länger hier bleiben.29 Moses sprach: Wenn ich zur Stadt hinausgegangen bin, will ich meine Hände zu dem Herrn ausstrecken,Gestus des Betens. - und dann werden die Donner aufhören und der Hagel wird nicht mehr fallen, damit du erkennest, dass die ErdeBesonders Ägypten. - dem Herrn gehört.30 Aber ich weiß, du und deine Diener, ihr fürchtet euch noch nicht vor Gott, dem Herrn.31 So wurden denn Flachs und Gerste vernichtet, denn die Gerste stand schon in Ähren und der Flachs trieb schon Knospen;32 der Weizen und der Spelt aber wurden nicht beschädigt, weil sie erst später kommen.Es blieb etwas für die Heuschrecken übrig.33 Hierauf ging Moses von Pharao hinweg aus der Stadt und streckte seine Hände aus zu dem Herrn; und alsbald hörte der Donner und der Hagel auf, und es fiel kein Tropfen Regen mehr auf die Erde.34 Als aber Pharao sah, dass Regen und Hagel und Donner aufgehört hatten, fuhr er fort zu sündigen;35 denn sein und seiner Diener Herz ward verstockt und überaus hart; und er ließ die Söhne Israels nicht ziehen, wie der Herr es durch Moses vorausgesagt hatte.