Ezechiel 30
Biblia Sacra (Allioli-Arndt)
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c. Weitere Beschreibung der Strafe Ägyptens. (V. 19) d. Der Arm Pharaos wird gebrochen.
1 Und es erging an mich das Wort des Herrn, lautend: 2 Menschensohn! weissage und sprich: So spricht der Herr, Gott: Klaget: Der Seher schreitet von der letzten Weissagung über eine Verwüstung dazu fort, den Untergang Ägyptens im Allgemeinen zu beklagen, wie ähnliches bei den Propheten nicht selten ist. Wie furchtbar das Gericht sein wird, geht daraus hervor, dass der Herr selbst befiehlt, eine große Wehklage anzustellen. - Wehe, wehe, ob des Tages! Der Tag ist der Tag des Herrn, ein Tag, an welchem Gott seine Rechte wahrt und seine Herrlichkeit, Majestät, Heiligkeit allen offenbart. - 3 denn der Tag ist nahe, es naht der Tag des Herrn, Was der Prophet, von der Warte Gottes blickend, schaut, ist ihm nahe, auch wenn es erst nach längerer Zeit eintritt. - ein Tag des Gewölkes, Gewölk, Sturm, Finsternis sind geeignete Sinnbilder für Schrecken, Verwirrung, Unglück, Elend. - die Zeit der Völker Der Tag, an dem die Völker Strafe erleiden, gerichtet werden. Das Gericht über Ägypten ist gleichsam ein Teil und der Anfang des Völkergerichtes. - wird es sein! 4 Denn das Schwert wird nach Ägypten eindringen und Äthiopien wird voll Schrecken sein, wenn sie in Ägypten verwundet fallen werden, wenn seine Volksmenge weggerafft wird und seine Grundfesten zerstört werden. Ägypten wird nie wieder zu seiner früheren Macht zurückkehren. - 5 Äthiopier, Libyer, Hebr.: Phut, vielleicht die Somaliküste. - Lydier Vergl. [Jes 66,19]. - und alle anderen Völker, Chub Wen dieser Name bezeichnet, ist unsicher. - und Überhaupt. - die Söhne des verbündeten Landes werden mit ihnen durch das Schwert fallen. 6 So spricht der Herr, Gott: Es sollen die Stützen Ägyptens Die Führer, Fürsten, Streiter. - fallen und vernichtet werden soll der Stolz seiner Herrschaft, vom Turme Syenes an Hebr.: Von Migdol bis nach Syene. - sollen sie darin fallen durch das Schwert, spricht der Herr, der Gott der Heerscharen, 7 und sie sollen öde werden inmitten verwüsteter Länder und seine Städte werden inmitten anderer verwüsteten Städte liegen. Wenige Städte werden in Ägypten übrig bleiben inmitten der Ruinen anderer Städte. - 8 Und sie sollen erkennen, dass ich der Herr bin, wenn ich ein Feuer Bild der Kriegsfurie. - in Ägypten entzünde und alle seine Helfer zerschmettert werden. 9 An jenem Tage werden Boten auf Schiffen vor mir hergehen, Da der Herr an Ägypten Gericht übt, gehen die Boten vor ihm her, nämlich Ägypter bringen, auf Schiffen fliehend, nach Äthiopien die betrübende Kunde vom Unglücke ihres Landes. Der Seher hat wohl [Jes 18,2] vor Augen. - um Äthiopiens Zuversicht zu vernichten, Hebr.: Um das sorglose Kusch in Schrecken zu setzen. - und Schrecken wird über sie kommen am Tage Ägyptens, denn sicherlich wird dieser hereinbrechen. 10 So spricht der Herr, Gott: Ich will der Volksmenge Dem vorher gezeichneten bunten Gewimmel. - Ägyptens durch die Hand Nabuchodonosors, des Königs von Babylon, ein Ende machen; 11 er wird mit seinem Volke, dem tapfersten unter den Völkern, herbeigeführt werden, Von Gottes Hand. - das Land zu verderben, und sie werden ihre Schwerter über Ägypten zücken und das Land mit Erschlagenen füllen. 12 Und ich werde die Betten der Ströme trocken legen Ich werde Trockenheit senden und den Zuwachs des Wassers behindern, so dass die Kanäle ausgetrocknet werden und der Nil nicht austritt. - und das Land in die Hand schlimmer Menschen überliefern; ich werde das Land und alles, was darin ist, durch die Hand von Fremdlingen verwüsten; ich, der Herr, habe es gesprochen. 13 So spricht der Herr, Gott: Ich werde auch die Götzenbilder zerstören und den Abgöttern von Memphis Hebr.: Vor Noph. Memphis steht als Hauptstadt von Unterägypten voran. Da hier das Hauptheiligtum des Ptah war und hier der Apisdienst seinen Sitz hatte, stehen die Götzen und Abgötter passend voran. - ein Ende machen, im Lande Ägypten soll fortan kein Fürst mehr sein Er wird aus Unterägypten verschwinden. - und ich will Schrecken Vor dem wahren Gotte. - senden über das Land Ägypten. 14 Ich werde das Land Phatures verwüsten und Feuer über Taphnis senden und Gericht an Alexandria Hebr.: Und ich verheere Pathros und lege Feuer am Zoan und vollstrecke Gerichte an No. – Pathros ist Oberägypten, in Zoan (Tanis ägyptisch Zan) residierte die ägyptische Dynastie. V. 21, V. 23. Der Stadt in Unterägypten wird eine solche in Oberägypten No (Theben, nicht Alexandria) beigefügt, um auszudrücken, dass das Unglück ganz Ägypten heimsuchen wird. - vollstrecken. 15 Ich werde meinen Zorn über Pelusium, Hebr.: Sin, der nordöstlichste Punkt. Der hebräische wie der griechische Name spielen auf die Sümpfe an, bei denen die Stadt lag. Pelusium war in Wahrheit der Schlüssel Ägyptens, durch Kunst und Natur befestigt, wehrte es jedem von Osten kommenden Feinde den Zugang. - die Feste Ägyptens, ausgießen und die Volksmenge Alexandrias ausrotten 16 und werde Feuer über Ägypten senden, wie eine Gebärende soll Pelusium Schmerzen haben und Alexandria verheert Hebr.: Theben muss erbrochen werden und Noph (No) (sieht) Bedränger am Tage. Nicht heimlich in der Nacht greifen die Feinde an, sondern offen bei Tage, ihres Sieges gewiss. - und Memphis in Bedrängnis sein Tag für Tag. 17 Die junge Mannschaft von Heliopolis On, Heliopolis, war die Hauptstadt des dreizehnten Gaues in Unterägypten, eine der ältesten Städte, berühmt durch ihren Sonnentempel. - und Bubastos Ägyptisch Pi-Bast, Stadt der Göttin Bast, der mit einem Katzenkopf abgebildeten Göttin der sinnlichen Liebe, war die Hauptstadt des achtzehnten Gaues von Unterägypten. - soll durch das Schwert fallen, sie selbst Die Streiter werden im Kampfe fallen, die übrigen Bürger weggeführt werden. - aber sollen gefangen weggeführt werden. 18 Zu Taphnis Thachpanches, Daphne, befestigte Stadt bei Pelusium, nach [Jer 43,8ff] eine Residenz des Pharao. - wird sich der Tag verdunkeln, wenn ich daselbst die Zepter Ägyptens zerbreche, Da die Stadt an der Grenze lag, öffnete ihre Einnahme den Feinden den Zugang nach Ägypten. - und der Stolz auf seine Stärke wird darin aufhören, Gewölk wird es bedecken und ihre Töchter Die kleineren Städte, d.i. deren Bewohner. - werden in die Gefangenschaft geführt werden. 19 So werde ich Gericht halten an Ägypten und sie sollen erkennen, dass ich der Herr bin. Schon Jeremias hat [Jer 43,9ff] vorausgesagt, dass Nabuchodonosor im Tore des Hauses Pharaos zu Taphnis seinen Thron aufstellen und von dort aus Ägypten plündern werde. Dies alles will Gott zulassen, damit die Ägypter lernen, nicht sich ihrer selbst zu rühmen, sondern das Recht seiner Herrschaft anzuerkennen. - 20 Und es geschah im elften Jahre, im ersten Monat, Also etwa drei Monate nach der Verkündigung der Weissagung [Ez 29,1]. - am siebten des Monats, da erging an mich das Wort des Herrn also: 21 Menschensohn! ich habe den Arm Pharaos, des Königs von Ägypten, gebrochen; siehe, er ward nicht verbunden, dass er heil werden könnte, nicht mit Binden umwunden noch mit linnenem Verbande umwickelt, dass er wieder Kräfte bekommen und das Schwert fassen könnte. Es ist keine Hoffnung mehr vorhanden, dass das Reich in seiner Unversehrtheit wieder imstande sein wird, Krieg zu führen. Vergeblich versuchte Ägypten, die Belagerung Jerusalems zu brechen, seine Ohnmacht zeigte sich bei diesem Versuche. Der eine gebrochene Arm zeigt, dass Ägyptens Kräfte so geschwächt sind, dass es nichts mehr außerhalb seines Gebietes vermag, wie die übrigen Umstände eine Hoffnung auf Besserung für die Zukunft ausschließen. Doch auch der andere Arm soll gebrochen werden, so dass Ägypten auf keine Weise das Schwert ziehen oder sich verteidigen kann; wie außerhalb seines Landes, so verliert es in diesem selbst seine Macht. - 22 Darum spricht der Herr, Gott: Siehe, ich will an Pharao, den König von Ägypten, und will seinen starken, aber doch gebrochenen Arm zerschmettern und will ihm das Schwert aus der Hand schlagen Der gebrochene wie der bisher gesunde Arm sollen so zerschmettert werden, dass ihm das Schwert entfällt. Darum: In V. 21 hat Gott gesagt, er werde Ägyptens Macht gänzlich vernichten, diese volle Vernichtung droht er jetzt durch die Zerschmetterung des anderen Armes an. - 23 und Ägypten unter die Völker zerstreuen und sie über die Länder hinworfeln. 24 Aber die Arme des Königs von Babylon werde ich stärken und ihm mein Schwert in die Hand geben und werde die Arme Pharaos zerbrechen und es werden seufzen und wehklagen, Hebr.: Singular. Der König von Ägypten wird vor dem Könige von Babylon seufzen wie ein vom Schwerte Durchbohrter, also gleichsam schmerzvoll sein Leben aushauchen: Ägypten wird schwere Niederlagen erleiden und fast untergehen. die vor seinen Augen getötet werden. 25 Ja, die Arme des Königs von Babylon will ich stärken, doch die Arme Pharaos sollen erlahmen und sie sollen erkennen, dass ich der Herr bin, wenn ich dem Könige von Babylon mein Schwert in die Hand gebe, dass er es wider das Land Ägypten schwinge. 26 Und ich werde Ägypten unter die Völker zerstreuen und sie unter die Länder worfeln und sie sollen erkennen, dass ich der Herr bin.
Zitiert in 11
- V. 22 Compendium of the Social Doctrine of the Church(378)
- V. 23 Compendium of the Social Doctrine of the Church(378)
- V. 24 Compendium of the Social Doctrine of the Church(378)
- V. 25 Compendium of the Social Doctrine of the Church(378)
- V. 26 Compendium of the Social Doctrine of the Church(378)
- V. 27 Compendium of the Social Doctrine of the Church(378)
- V. 28 Compendium of the Social Doctrine of the Church(378)
- V. 29 Compendium of the Social Doctrine of the Church(378)
- V. 30 Compendium of the Social Doctrine of the Church(378)
- V. 31 Compendium of the Social Doctrine of the Church(378)
- V. 32 Compendium of the Social Doctrine of the Church(378)